Christian Clasen

Mein Name ist Christian Clasen,

ich bin 28 Jahre alt, komme aus Nienburg an der Weser und studiere derzeit an der Universität Hildesheim Wirtschafts- und Politikwissenschaft.
Zum Angeln kam ich, wie so viele andere dort draußen, durch meinen Vater. Dieser war selbst in den 70ern und 80ern begeisterter Karpfenangler und widmet sich heute mehr den Räubern. Er war es, der mich schon im Alter von 6 Jahren häufig mit ans Wasser genommen hat. Dabei stellten sich die ersten Erfolge mit der Stipprute ein. Im Mai 2002 war meine erste Karpfensession an der Weser. Ich denke es geht vielen genau wie mir damit, dass sie den ersten Karpfenansitz (oder den Ansitz der sie letztlich infiziert hat) niemals vergessen.

Es müsste Mitte Mai im Jahr 2002 gewesen sein, als mein Vater eine Stelle an der Weser etwa eine Woche mit Boilies vorbereitete und wir darauf die erste Abendsession an der Stelle verbrachten. Er fischte damals natürlich mit drei, für damalige Verhältnisse, modernen Karpfenruten, während ich meine damalige Allround/Aalrute daneben auslegte. Jedoch ebenfalls mit einem Boilie am Haar beködert und an die Strömungskante geworfen. Es kam wie es kommen musste und ich werde diesen Anblick wohl nie mehr vergessen: die Aalrute verneigte sich um ca. 22:00 Uhr und mein erster Drill mit einem (Weser-)Karpfen begann. Es dauerte letztlich etwa 20 Minuten, bis die Maschen des Keschers den 20-pfündigen Schuppi umschlossen und ich mit meinen damals 11 Jahren absolut überglücklich diesen Fisch in die Kamera halten durfte. Nach diesem Abend an der Weser war ich komplett mit dem Karpfenvirus infiziert. Es vergingen noch ungefähr weitere fünf Jahre, in denen ich Versuche mit der Stipprute unternahm und auf Aal angelte. Schließlich bin ich eigenständig mit dem einfachsten Tackle auf die Jagd nach Karpfen, in unseren heimischen Baggerseen, gegangen. Den anfänglichen Schwierigkeiten zum Trotz bin ich bis heute den Karpfen treu geblieben und habe dabei die verschiedensten Gewässer beangelt, dazu zählen die heimischen Baggerseen und die Weser, bis hin zu Flüssen und Stauseen in Frankreich. Gerade diese „Roadtrips“ durch Frankreich, insbesondere mit meiner Freundin Lisa, prägen mich und meine Angelei momentan besonders stark.

Bei einer kürzeren Tour Ende April war ein gemütliches Angeln mit Freunden an einem Paylake im Norden geplant. Diese Art der Angelei ist sicher umstritten und im Normalfall zieht es mich auch eher an die „freien“ Gewässer Frankreichs, dennoch wollte ich einfach eine schöne ruhige Zeit mit Freunden verbringen. Dazu blieben uns lediglich vier Nächte, für die es aus dem hohen Norden erstmal nach Frankreich zu fahren galt. Stunden vor Abfahrt traf, wie jeden Monat, die CHM (Carphuntersmagazine) bei mir ein. Die Zeitung sollte natürlich mit und flog schnell in irgendeine Tasche. Erst vor Ort stellte ich fest, dass dieser Ausgabe drei Probehaken von der Firma Carp’R‘Us beilagen. Nach drei Tagen am besagten See und bis dato mäßigen Fängen wollte ich es mit Tigernüssen versuchen. Also schnell ein Rig gebunden und eben den 6er Predator aufgefädelt. Unglaublich, aber wahr, bereits nach einigen Stunden schlugen die Tigernüsse total ein…

…ich fing unter anderem meinen neuen Personal Best mit 28,5 kg auf diese Haken. Der Eindruck war also erst einmal sehr überzeugend! Sicher kann man über den Stellenwert eines solchen „Paylakefisches“ diskutieren und es bedeutet für mich auch immer sehr viel einen Karpfen an den wilden Gewässern Frankreichs zu fangen, dennoch springen einem auch an kommerziellen Gewässern in Frankreich die Fische nicht in den Kescher.
Als mich dann wenig später Stefan Istas anrief und sich erkundigte ob ich eventuell Lust hätte für Max Nollert und das Team Imperial Baits zu angeln, fiel mir diese Entscheidung nicht schwer. Die Haken von Carp’R‘Us hatten mich überzeugt und ich kannte bereits die Boilies von Max. Ich wusste, dass diese genau die richtigen sind, um meine Angelei noch weiter voranzubringen. So freue ich mich auf die Zusammenarbeit.

Beste Grüße und Petri Heil
Christian Clasen