Rückblick zum Anfang des Jahres

Anfang des Jahres entdeckte ich an einem für mich neuen Gewässer einen kleinen Flachwasserbereich, in dem sich die Fische zum Sonnen sammelten. Nach einem ersten Kurzansitz im Frühjahr, bei dem ich mit meiner Standardmontage, bestehend aus einem i-Rock am Safetyclip und einem Kombi-Rig fischte, konnte ich bereits zwei Karpfen überlisten.

Klingt erstmal gut, doch da ich den ganzen Tag über immer wieder Fische beobachten konnte, die mein Beifutter rund um meine Montage aufnahmen war ich doch etwas verwundert, dass gerade die auffälligen IB Carptrack V-Pops in pink nur zwei Fische brachten.

Am nächsten Morgen wachte ich durchgefroren auf

Es hatte heftig gefroren, der Uferbereich war teilweise mit Eis bedeckt und im flachen Wasser zeigten sich keine Fische mehr. Gefangen hatte ich in dieser Nacht leider auch nichts. „Ja klasse, da hättest du auch zu Hause schlafen können“, dachte ich mir und packte etwas frustriert zusammen.

Die Erkenntnis

Beim Demontieren meiner Banksticks fiel mir dann der Swinger eines Bissanzeigers ins Wasser und mir wurde plötzlich klar warum die Karpfen am Tag zuvor an meinem Hakenköder vorbei fraßen. Bereits im Uferbereich war die Schlammschicht so dick, dass der Swinger verschollen blieb. Ich schnappte mir die bereits auseinander gebaute Rute, steckte sie noch einmal zusammen und lies den i-Rock, inklusive Vorfach, unter der Rutenspitze ab. Gewicht und Hakenköder versanken vollständig im Morast. Nun war mir klar, dass der Untergrund das Problem war und die Fische gar nicht die Möglichkeit hatten die visuellen Reize meiner V-Pops war zu nehmen.

Ein neuer Plan musste her…

…und ich hatte auch schon eine Idee. Die einzige Möglichkeit, die ich sah um den Köder sauber auf dem Schlamm zu präsentieren schien mir das Chod-Rig zu sein. Bislang hatte ich von diesem Rig überhaupt nichts gehalten und ich war auch nicht gerade begeistert davon die kurzen Vorfächer mit der steifen Mono binden zu müssen. Also organisierte ich mir die passenden Komponenten, knotete mir die Montagen zurecht und machte mich mit einem Freund auf ans Wasser.

Endlich Sommer

Mittlerweile war es Juni geworden und wir hofften darauf die Fische, wie bereits im Frühjahr bei Sonne und klarem Wasser, gezielt anwerfen zu können. Wie so oft kam alles anders. Es hatte die Tage zuvor heftig geregnet, sodass das Wasser braun war und auch die Sonne zeigte sich vorerst nicht. Schnell bauten wir unser Bivvy auf, packten das Tackle ins Trockene und machten die Multirangeruten startklar.

Geschmacksbombe: IB Carptrack Mega.Krill

Aufgrund des trüben Wassers entschied ich mich dieses Mal nicht auf den visuellen Reiz der V-pop`s zu setzen, sondern auf die Geschmacksstoffe der IB Carptrack Half`n Half-Mega.Krill in Kombination mit dem IB Carptrack Flavour Mega.Krill. Wir bestückten alle Ruten mit den Ködern und verteilten sie breit gefächert auf dem Schlammigen Untergrund. Zusätzlich verteilte ich ein Kilogramm Tigernüsse und Weizen, sowie wenige IB Carptrack Mega.Krill Boilies in 20mm Durchmesser weit gestreut über die Ruten.

Wenig Zeit zum Ausruhen

„So, jetzt erstmal chillen“ dachten wir uns und machten es uns zwischen Massen von Mücken bequem. Es dauerte genau eine Stunde bis die erste Rute ablief. Ein halbstarker Grasfisch landete im Netz. Sehr gut, der Anfang ist gemacht!

Partikel – gut oder schlecht?

Bis zum Anbruch der Dunkelheit konnten wir noch zwei weitere Graser im gleichen Format und zwei kleine Spiegler landen. Ob es wohl ein Fehler war, Partikel zu füttern?

Mehr Boilies – weniger Partikel

Wir beschlossen nur noch 20mm IB Carptrack Mega.Krill Boilies nach zu füttern und uns dann ins Bivvy zu legen. Während wir einen Film am Handy schauten lief eine der äußeren Ruten ab. Vollrun!!! Der Fisch war kaum zu stoppen. Mein Kumpel Franco drillte den Fisch gekonnt aus und eine richtige Kanone landete im Kescher.

Es sollte nicht der Letzte sein

Kaum war der Fisch versorgt lief bereits die nächste Rute und ich konnte einen kleinen Beauty verhaften.

Totales Chaos!

Gerade zurück am Bivvy, rannte gleich die nächste Rute. Der Fisch zog quer durch die letzte scharfe Montage und mit einem ordentlichen Knoten und zwei Ruten gleichzeitig pumpte ich den Fisch professionell in eine Wurzel am Ufer – Sauber!!! In Teamarbeit und mit den Knöcheln im Schlamm schafften wir es dann doch, den Fisch in den Kescher zu bekommen. Beim Herausheben des Fisches blieb das Netz in der Wurzel hängen und es entstand ein großes Loch im Kescher. Na ja, ein bisschen Verschleiß ist ja normal. Wir entschlossen uns dazu, gleich im Dunkeln Bilder zu machen und die Ruten erst im Morgengrauen neu zu legen.

Was sollte auch noch kommen? Viel besser kann es ja kaum werden – oder doch?

Reparieren, schlafen, Fische fangen!

Um 5 Uhr klingelte der Wecker und ich flickte erst einmal das Netz mit Angelschnur. Bei den Ruten machte ich kurzen Prozess, hier half nur noch die Schere. Wir legten uns nochmal hin und es blieb bis ca. 10:30 Uhr ruhig. Es war wieder der Bissanzeiger der äußeren Rute, der uns aus dem Schlaf riss. Erneut war der Fisch nicht zu stoppen und uns war gleich klar, hier hängt ein Besserer am Haken. Um den Wurzeln im Wasser zu entgehen zog ich gleich die Socken aus und ging zum Keschern in den Schlamm. Wir freuten uns riesig als ein massiver uriger Spiegler in den Kescher glitt. Der Abschlussfisch wurde versorgt und wir beendeten die Session mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Petri Heil!
Lars Krüger
Team Imperial-Fishing Germany

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