Frage & Antwort #06

von Max Nollert

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Frage & Antwort von Max Nollert erscheint alle zwei Wochen.
Stelle Max Deine Frage, sende sie an: info@imperial-fishing.de

In der heutigen Ausgabe:
1. Weich oder steif? Was ist das richtige Vorfach für das Karpfenangeln?
2. Was ist die ideale Wassertemperatur beim Karpfenangeln?
3. Sind die Karpfen, jetzt wo die Tage wieder wärmer sind, wieder im Flachwasser anzutreffen?

Frage 1: Weich oder steif? Was ist das richtige Vorfach für das Karpfenangeln?

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Du musst Dich von Situation zu Situation richtig entscheiden. Willst Du weit werfen, brauchst Du eine Montage die auch zu 100% verwicklungsfrei am Gewässergrund ankommt. Hierfür eignen sich steife Fluorocarbon Materialien, „Clearwater“ am besten. Mit steifen Materialien gehst Du außerdem der Gefahr aus dem Weg, dass kleine Weißfische, Krebse und andere Plagegeister Dein Rig verwickeln und damit unfangbar machen. Da wo es möglich ist, würde ich allerdings immer ein weiches Material bevorzugen, da dieses, was den Dreheffekt des Hakens angeht, die besseren Hakeigenschaften hat. Eine Kombination aus beidem bekommst Du wenn Du ein ummanteltes Material, wie das Carp’R’Us Strip-X verwendest. Hier kannst Du die eher steife Ummantelung etwa 2-3 cm vor dem Hakenöhr abziehen und damit den Haken extrem beweglich machen, denn unter der Ummantelung kommt weiches, höchst abriebfestes Geflecht zum Vorschein. Das Wichtigste an diesem Ende ist, dass Deine Montage immer fangbereit am Grund liegt und dafür triffst Du die richtige Wahl – ein Kompromiss aus Hakeffekt und Verwicklungsfreiheit.

Mit einem Combi-Rig vereinst Du die Vorteile beider Materialtypen

Frage 2: Was ist die ideale Wassertemperatur beim Karpfenangeln?

Eine schwer zu beantwortende Frage, da die Wassertemperatur alleine nicht ausschlaggebend für aktives Fressverhalten ist. Grundsätzlich sind Karpfen wechselwarme Tiere und Ihr Stoffwechselmotor läuft bei warmen Wasser wesentlich schneller als bei kaltem. Man könnte also sagen im Sommer fängt man am besten. Das wäre allerdings falsch, da im Sommer der Sauerstoffgehalt in vielen Gewässern sinkt, der Luftdruck gerne hoch ist, das Vorkommen an natürlicher Nahrung am höchsten ist und die Karpfen dadurch fressfaul und selektiv werden und auf unsere Köder nicht so sehr angewiesen sind, wie beispielsweise im Frühjahr oder Herbst. Ich bevorzuge also am liebsten diese Zeiten, wenn das Wasser zwischen 10 und 20°C hat. Hier sind die Fangaussichten deutlich besser. Und es bleibt: Jeder Tag ist Angeltag aber nicht jeder Tag ist Fangtag!

Im Frühjahr läuft es im flachen Teil der Gewässer am besten

Frage 3: Sind die Karpfen, jetzt wo die Tage wieder wärmer sind, wieder im Flachwasser anzutreffen?

Die ersten Sonnenstrahlen kitzeln die Fische wach. Jetzt solltest Du Dich mit einer Polarisationsbrille bewaffnen und das Ufer ablaufen und genauestens im Auge behalten. Bewege Dich vorsichtig und leise. Die Karpfen zeigen sich nun gerne im Flachen, zwischen dem alten und neu sprießendem Kraut und Holz und gerne in Ufernähe. Hier zieht nun die natürliche Nahrung hin und Du findest auch häufig frische Fraßspuren. Ein kleiner gedippter Pop Up reicht oft völlig aus, um einen zum Anbiss zu verleiten. Mache nicht den Fehler und bringe zu viel Futter ein. Der Erde-Mix Trick kann Wunder wirken. Mische z.b. 500 g Boiliemix mit 2 kg Erde vom Rande des Gewässers. Eine hoch explosive Mischung, die stark lockt und kaum sättigt.

Mit der Polbrille auf Karpfensuche, im Frühjahr stehen sie flach


Kennst Du schon die Carp’R’Us Vorfachmaterialien?
Wenn nicht probiere sie doch einmal aus! Von ummatelten Material, Fluorocarbon bis hin zu geflochtenem Material ist alles am Start!

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