Hallo an alle Karpfenangler, hello carpfisher, bonjour les carpistes, ciao carpisti, hola pescadores de carpas, Witaj karpiarzy, こんにちは鯉釣り!

Endlich! Es geht wieder los! Die ersten warmen Tage des Jahres und gleich häufen sich die Fangmeldungen. Nicht nur wir, sondern auch die gesamte Tierwelt erfreut sich an den warmen Sonnenstrahlen. Die Vögel aus dem Süden fliegen zu diesen Tagen ebenfalls über unseren Köpfen hinweg und ziehen ins nun wärmer werdende Europa ein. Zeit für die letzten Vorbereitungen – höchste Zeit! Jetzt wäre auch der richtige Zeitpunkt, die ein oder andere Rolle noch Mal mit etwas Fett zu versorgen, bevor man vor lauter Angelwahn während der Beißzeiten nicht dazu kommt. Die neue Saison steht also voll in den Startlöchern und wer jetzt schnell handelt, wird eventuell reich belohnt – das erste große Fressen wird kommen!

Zu den Themen in diesem „Carp-GPS NEWS“ alias „iBlog“ Update
– Zu aller erst wollen wir unsere 2 neuen Anzeigen-Motive auf Euch wirken lassen. Na?
– Dann an alle Fans aus Frankreich die tolle Info, dass sich Bernard Hesse dem Vertrieb angenommen hat, um mit mit IB noch näher an unseren französischen Kunden und Fans zu sein.
www.imperial-baits.fr iberny@imperial-baits.fr
– Und schon gleich im Anschluss startet unsere 5. Expertenrunde, geführt von Jan Federmann. Diese behandelt das Thema „Gewässererkundung„. Hier werdet ihr genaustens auf verschiedene Art und Weisen von unseren Teammitgliedern eingewiesen.
– Mit dem Bericht „Die Top-Ten-Tipps für den perfekten Start in das Frühjahr“ gibt Euch Jan Federmann einen Einblick in seine Saisonvorbereitung und hat hierfür den ein oder anderen Tipp parat, der Euch sicher zu Gute kommen wird. Der 11. Tipp schließt die Runde mit einem Augenzwinkern, denn Ihr wißt, diese Tage sind gezählt, denn jetzt geht`s los…;-)!

wir wünschen Euch dicke Frühjahrskarpfen in allen Teilen Europas,
max nollert & Julian Jurkewitz

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Imperial Fishing France! by Bernard Hesse

Bonjour a tous,
Max Nollert et Berny ont le plaisir de vous annoncer l’ouverture officielle du tout nouveau site www.imperial-baits.fr spécialement dédié pour la France! Berny en sera le responsable, et ne manquera pas de mettre a votre service a la fois sa très grande connaissance de notre gamme, et a la fois sa très grande expérience de carpiste reconnue de tous et cela depuis presque 25 ans! Pour toutes infos, questions ou conseils, envoyez un simple mail a: iberny@imperial-baits.fr ou par téléphone au 09.81.44.63.30, et il fera la maximum pour vous satisfaire !

Imperial-Fishing un service de passionnés au service des passionnés!
Max Nollert

www.imperial-fishing.fr

Hallo liebe iBlog Leser,
passend zum Saisonbeginn bearbeiten wir das Thema „Gewässererkundung“ in unserer nun fünften Imperial Expertenrunde. Es erspart sehr viel Zeit, wenn man vor dem Angeln das Gewässer erkundet hat und gleich auf neu gefundenen Hot Spots angeln kann. Mit welchen Mitteln wir bei der Gewässererkundung vorgehen und welche Tipps&Tricks wir dabei haben, können Sie in der folgenden Expertenrunde lesen. Bei Fragen, Ideen oder Meinungen sind wir natürlich gerne offen und freuen uns über jedes Feedback.
Nun wünsche ich Euch viel spaß beim lesen und überlasse nun die ersten Expertenrundenzeilen Daniel Hermann.

Grüße und eine schöne und erfolgreiche Saison 2012,
Jan Federmann the Expertenrunden Maker 😉

Daniel Hermann
Guten Tag zusammen,

ein kompliziertes aber auch eines der wichtigsten Themen für uns Karpfenangler um von Anfang an effektiv und auch erfolgreich zu angeln. Es hilft der beste Köder sowie das beste Rig nichts, wenn wir uns nicht schon frühzeitig mit dem Gewässer beschäftigen welches wir befischen möchten. Natürlich, die diversen überbesetzten kleinen Tümpel in denen es schwieriger ist an den Fischen vorbei zu angeln mal ausgenommen.

Ich bin absolut kein Zielfischangler, deshalb muss ich mich nicht allzu oft mit neuen Gewässern auseinandersetzen. Habe ich mir drei, vier Gewässer ausgesucht, befische ich diese auch einige Zeit. Mir macht es Spaß ein Gewässer in und auswendig kennen zu lernen. Das gelingt einem aber nur, wenn man die Gewässer auch intensiv befischt! Dabei hat jede Jahreszeit seine eigenen Tücken und auch Regeln. Aber genau das ist es, was mir Spaß macht. Unter den jeweiligen Umständen trotzdem zum Erfolg zu kommen. Jan stellte uns in seinem Eingangstext die Frage, nach welchen Kriterien wir unsere Gewässer aussuchen. Hmm, dies ist schwierig aber ich bin mittlerweile soweit, dass für mich das „In Ruhe angeln“ an erster Stelle steht! Es sind nicht immer nur die dicken Fische, die mich ans Wasser ziehen. Vor allem in meiner Gegend ist es Gold wert, ein Gewässer zu finden bei welchem ich in Ruhe und ohne schlechtes Gewissen nachts angeln kann! Baden-Württemberg eben. Deshalb zieht es mich meist ins angrenzende Bayern um dort meinem Hobby nach zu gehen. Nicht weit von mir fließt der Neckar, ein wunderschöner Fluss mit riesigen Fischen aber die ständigen nächtlichen Kontrollen haben für mich nichts mehr mit entspanntem Angeln zu tun. Wenn ich angeln bin möchte ich mich nicht ständig beobachtet fühlen und andauernd ein mulmiges Gefühl haben bald erwischt zu werden.

Ich kann mich noch gut an die Anfangszeit in meinem jetzigen Verein erinnern. Schon vier, fünf Mal, bevor ich überhaupt das erste Mal dort angelte, besuchte ich die Gewässer für ein paar Stunden. Nur um mit den Anglern kurz zu reden oder einfach nur, die Gewässer zu erkunden. Wo liegen Bäume im Wasser, wo sind geeignete Stellen um zu angeln, wo kann ich mein Fahrzeug parken, wo kann ich das Boot beladen usw. Wie ich finde eine wichtige Sache um nicht unnötige Zeit zu verplempern. In Gesprächen mit den Anglern Vorort erfährt man oft die aktuellsten Infos zu den momentanen Fängen.
Komme ich dann zu ersten Mal an ein Gewässer um zu angeln, fahre ich zuerst einmal die Uferregionen mit dem Boot ab, suche nach Bäumen die im Wasser liegen, sandige Uferregionen und schaue mir die Angelplätze an. Zeigt sich dabei ein springender Fisch im Gewässer habe ich auch schon meine Stelle für die erste Session gefunden. Sehe ich keine Anzeichen von Fischen lasse ich mich von meinem Gefühl leiten. Je größer ein Gewässer ist desto mehr schenke ich dem Wind eine Bedeutung. Handelt es sich um einen kleinen See mit vielleicht zwei, drei Hektar spielen eher andere Faktoren eine Rolle. Jedoch an wahren Karpfenmeeren mit mehreren hundert Hektar Größe sollte man dem Wind folgen. Die Plätze, welche im Wind liegen sind dann meine erste Wahl. Hier wird die Uferregion aufgewühlt und Kleinstlebewesen freigespült. Vor allem im Sommer, wenn die Wassertemperatur hoch ist bringt Wind lebensnotwendigen Sauerstoff ins Wasser. Nun halten sich die Fische dort auf. Sauerstoff animiert die Karpfen zur Nahrungsaufnahme. Schon oft habe ich auch an Badestellen bzw. Badezonen im Sommer wahre Sternstunden erlebt! Kaum ist der letzte Badegast aus dem Wasser gegangen, landen dort meine Montagen. Der noch aufgewühlte Seeboden sowie auch der erhöhte Sauerstoffgehalt tun ihr übriges. Müsste ich also im Sommer an ein neues Gewässer, würde ich immer zuerst nach diesen besagten Badestellen suchen.

Das Echolot. Für mich eines der wichtigsten Hilfen um am Wasser erfolgreich zu sein.

Badebuchten sind im Sommer immer ein Fischmagnet. Meine erste Wahl, wenn ich im Sommer an ein neues Gewässer komme.

Habe ich das Gewässer nun einmal mit dem Boot umrundet, nehme ich mir reichlich Zeit um mit dem Echolot ein paar Runden zu drehen. Mittlerweile ist dieses kleine Ding aus meiner Angelei nicht mehr weg zu denken. Dabei suche ich gezielt nach Kanten, Krautfeldern und Hindernissen im Wasser die ein späteres Drillen des Fisches zum Problem werden lassen können. Übergänge von hartem zu weichem Boden sind ebenso oft ein guter Platz um Fische an den Haken zu bekommen. Mittels Tastblei erkenne ich bald, um es sich bei dem jeweiligen Gewässer eher um ein schlammiges oder kiesiges Gewässer handelt! Ist der Boden zum größten Teil mit Schlamm bedeckt, suche ich harten Boden um die Montagen ab zu legen. Ist der Boden jedoch meist fest, suche ich gezielt nach schlammigen Untergründen. Verfängt sich dann dabei noch eine kleine Zuckmücke oder Muschel am Tastblei, ist das schon die halbe Miete!

Die Augen sollten wir auch während des Angelns offen halten. Besonders zu den frühen Morgen bzw. späten Abendstunden zeigen sich die Karpfen an der Oberfläche

Entdeckt man Fische an der Oberfläche, hat man den ersten Anhaltspunkt

Habe ich nun meine Stellen gefunden, versuche ich mobil zu bleiben. Je nachdem wie lange ich Zeit habe und in den ersten Nächten beißt nichts, wechsle ich den Platz, oft zieht es mich dann in einen ganz anderen Seeteil. Wichtig dabei finde ich, anfangs unterschiedliche Tiefen zu angeln. So angle ich beispielsweise eine Rute immer recht flach, vielleicht zwei Meter tief, die andere lege ich dann aber unterhalb einer Kante auf sechs Meter ab. So entwickle ich recht schnell ein Gefühl in welchen Tiefen sich die Fische momentan aufhalten. Bekomme ich dann einen Biss auf die flach abgelegte Rute, lege ich die andere auch gleich um.

Gerne teile ich meine Ruten auf. Angle so in verschiedenen Seeteilen und unterschiedlichen Tiefen.

Ein Schneemann bescherte mir schon viele, viele Fische. Dieser gehört mittlerweile zu meiner Standartpräsentation.

Futtertechnisch versuche ich anfangs unterschiedlich vor zu gehen. Je nachdem, wie viele Ruten ich zur Verfügung habe stelle ich meine Köder zusammen. Eine angle ich gerne mit einem V-POP weiss, die andere wiederrum mit einem fischigen Köder wie im letzten Jahr dem Monster´s Paradise sowie ab und an eine Partikelrute weder mit Mais oder mit Tigernüssen. Schnell kristallisiert sich dann der jeweilige Köder heraus, welchen in diesem Gewässer gut läuft. Hierzu kann ich einige Beispiele nennen. In einem meiner Vereinsgewässer laufen meinen Erfahrungen nach süße Boilies wesentlich besser. So fing ich im vergangenen Jahr fast alle Fische auf meine geliebten Birdfood Banana Boilies, welche ich noch zusätzlich mit NHDC, behandelte. In einem anderen See funktionieren wiederrum meine Stinker namens Monster’s Paradise wesentlich besser! Hier bekam ich auf süße Boilies so gut wie keinen Biss.

Der Lohn. Diesen Fisch fing ich während des Junggesellenabschiedes meines Kumpels Mario. Aber auch nur, weil ich die letzte Nacht nochmals den Platz wechselte!

Ab und an kommt auch noch die Partikelrute zum Einsatz

Birdfood-Banana oder Monsters-Paradies Boilies. Einer davon funktioniert immer!!!

Vorgefüttert habe ich noch nie. Das liegt wohl daran, dass die von mir beangelte Gewässer relativ weit weg liegen und ich somit fast nie eine Platzgarantie habe. Somit muss ich mich voll und ganz auf mein Futter verlassen können, dies muss schnell Wirkung zeigen. Deshalb behandle ich meine Futterboilies oft zusätzlich mit Carptrack Liquid, sowie Carptrack Powder. So kann ich mir sicher sein, dass meine Köder sofort nach dem „ins Wasser fliegen“ ihre Lockwirkung unmissverständlich freigeben.

Hat man die richtigen Plätze gefunden, klappt es dann auch mit den Unfangbaren.

Viel Erfolg beim Erkunden neuer Gewässer wünscht euch
Daniel Hermann

Heinz Windeck
Hallo Jan, Hallo i-Blog Leser und ein freundliches Hallo an alle Mitschreiber der 5. Expertenrunde!

Mensch Jan, mit diesem Thema triffst du bei mir voll ins Schwarze. Ein neues Gewässer ist für mich immer etwas ganz Besonderes und ist vergleichbar mit einem Flirt mit einer unbekannten Schönheit. Ich liebe es unbekannte Gewässer zu erkunden und diesem dann, langsam seine Geheimnisse zu entlocken. Wobei man auch hier nochmal unterscheiden muss:
1. Neues Gewässer für mich, welches allerdings schon stark befischt wird und der Fischbestand eigentlich allgemein bekannt ist.
2. Mehr oder weniger jungfräuliches Gewässer, welches in der Vergangenheit nicht, oder nur sehr eingeschränkt befischt wurde.

Letzteres sind die von mir favorisierten Gewässer und ich möchte euch anhand eines Beispiels meine Vorgehensweise näherbringen, da ich gerade so einen Baggersee in der zurückliegenden Saison sehr erfolgreich befischen durfte. Das Erste, was ich mir eingeholt habe waren: INFOS, INFOS und noch mal INFOS von Leuten, die an diesem See schon längere Zeit (teilweise Jahre) angeln. So erfährt man doch schon mal einige interessante Details über maximale Tiefe, Kanten, Flachwasserbereiche, Sandbänke, Plateaus usw. Dann fing ich an den See selbst zu erkunden. Hierbei habe ich extrem viel Zeit investiert, bin einige Mal, bei den verschiedensten Wetterlagen um den See gelaufen, einfach um Fischaktivität oder sogar Fische zu lokalisieren.

Ich kletterte auf die umliegenden Sandhügel und habe von hier aus teilweise stundenlang mit einem Fernglas die Wasseroberfläche beobachtet. So bekam ich schon mal einen ersten Eindruck und konnte so einen sehr interessanten Flachwasserbereich ausmachen, der gerade im Frühjahr sehr vielversprechend aussah.

Nun war das „Grobe “ erledigt und es ging an das „Feintuning“ d.h. das Erkunden des Sees mit Boot, Echolot, GPS, Klopfblei und Spotfinder.

Durch meine Beobachtungen im Vorfeld, konnte ich bestimmte Seeabschnitte ausschließen andere wiederum favorisieren und meine weitere Vorgehensweise darauf konzentrieren. Für ein genaues erkunden, sind o.g. Hilfsmittel meiner Meinung nach absolut erforderlich.
Boot: Meiner Meinung nach ein absolutes „must have“. Man ist unabhängig und kann so, auch die schwer zugängliche Seeabschnitte erreichen (DORT sind halt auch die interessantesten Plätze…). Ich benutze dazu mein heißgeliebtes iBoat 160

Dies ist dann immer der krönende Abschluss einer solchen Kampagne. Die Unterwasserwelt ist so interessant und es ist so GEIL die Fische in ihrem „Wohnzimmer“ zu beobachten, dass ich schon oft unterkühlt aus dem Wasser musste, da ich die Zeit völlig vergessen hatte. Bei dieser Gelegenheit wird natürlich überprüft, ob das Futter angenommen wurde, Frasslöcher vorhanden sind und wie der Krautbewuchs aussieht. Noch einen Tipp: Wenn sich sehr viel Kraut auf einer interessanten Stelle befindet, koche ich im Zeitigen Frühjahr mehrmals 5-10 Kilo Hanf auf und füttere diesen großflächig auf den Platz, auf dem ich später meine Montagen ablegen möchte. Die vorhandenen Weißfische verrichten dann ganze Arbeit. Durch das durchwühlen des Boden nach Hanf, wird der Grund durchwühlt und die Karpfen „grasen“ den Platz regelrecht ab. Dies wiederhole ich noch 2 bis 3 mal und man hat danach einen absolut „sauberen“ Hot Spot. Ich glaube, mehr kann man nicht tun. Die Hausaufgaben sind erledigt und in aller Regel stellt sich der Erfolg dann auch ein.


So Jungs, jetzt bin ich gespannt, wie ihr an die Sache ran geht. Es gibt noch einige Gewässer zu erkunden. Lasst es uns angehen!!!
uff die Digge,
Heinz

Werner Mörs
Hallo Jan und alle iBlog Leser,

Freue mich bei dieser Expertenrunde dabei zu sein und mit meiner Meinung beitragen zu können. Bei mir ist es so, dass ich erst mal die Gewässertypen unterscheide und meine Vorgehensweise darauf abstimme. Was ich damit sagen will ist folgendes: Befische ich das Gewässer einmal, vielleicht im Urlaub oder befische ich Gewässer das ganze Jahr.
Ein Beispiel aus meinem letzten Auslandstripp. Geplant waren eigentlich 14 Tage Posiano in Italien. Wir besorgten uns so viele Informationen von Bekannten, Freunden und natürlich vom Internet, wie wir nur konnten. Eigentlich gut gerüstet, was Informationen und Baits angeht, rief mich eine Woche vor Abfahrt ein Freund an. Er angelt gerade am Cassien an der Barrage und würde gut fangen.

Den Platz könnte ich wenn ich wollte eine Woche später übernehmen. Wieder gegoogelt: „Barrage sei einer der besten Plätze am Cassien, quasi mit Fanggarantie (wenn die Fische da sind) und fast nie zu bekommen“ hieß es dort. Also ging es eine Woche später ab zum Cassien.
Um es kurz zu machen: Wir fingen 41 Fische in 11 Tagen.

Fahre ich für kurze Zeit an ein Gewässer, muss so viele Information wie nur irgendwie möglich her, das erleichtert in der Kürze der Zeit einiges vor Ort. Echolot ist für neue Gewässer ein Muss, ein GPS macht das wiederfinden von einem gefundenen Hotspot um ein vielfaches einfacher, besonders bei Nacht. Die Lotrute kommt bei mir zum Einsatz, wenn an den beangelten Gewässer ein Boot verboten ist und somit das Echolot nicht benutzt werden kann. Wenn es geht, werfe ich meine Ruten – nur im Notfall kommt mein Futterboot mit an den See. Von rausschwimmen oder Montagen raustauchen halte ich nichts. Wer hat schon Lust im November um 4 Uhr Nachts seine Ruten nach einem Biss raus zu tauchen? Meins ist das nicht, aber jedem das Seine. Ich bin auch nicht derjenige, der bekannten Großfischen hinterher fährt. Klar würde ich gerne mal ne Mary in den Armen halten, aber es muss alles im Rahmen bleiben. Das heißt, mehr als 100 km zu meinem „Hausgewässer“ möchte ich nicht fahren. Fische über 20 kg sollten schon drin sein und es sollte nicht übermäßig von Karpfenangler belagert sein. Habe ich das entsprechende Gewässer gefunden werden Infos gesammelt, mit Stammanglern gesprochen und mit der Lotrute die Bodenbeschaffenheit abgeklappert. Vorfüttern gehe ich nur selten, da verlasse ich mich auf Carptrack Boilies, die auch ohne anfüttern sehr gut arbeiten.

Anfang 2011 befischte ich ein für mich neues Gewässer. Ich machte alles wie oben beschrieben und entschied mich für den Flachwasserbereich, da der April schon sehr warm war. Über Ostern war es mir so gelungen, mit Carptrack Liver Boilies gepimpt mit Carptrack Liquid und Carptrack Powder 8 Fische bis 18 kg zu fangen. Eine Woche später packte ich sogar noch einen drauf und legte 5 Fische bis gut über 20 kg auf die Matte.

Die Stammangler waren erstaunt. Trotz vorfüttern fingen sie nicht annähernd so viel! Wie ihr lesen könnt, habe ich das Angeln auch nicht neu erfunden. Gewässerinfos, qualitativ hochwertige Boilies und das gewisse Glück im bestimmten Moment das Richtige zu tun, machen den Unterschied!

Viele Grüße
Werner Mörs

Jan Federmann
Lotrute / Loten

Die meisten von uns haben es sicher schon mal betrieben und getestet, das traditionelle „Loten“.
Das Lot (im Karpfenanglerische Umgangsprache: „Loten“) kommt aus der Schifffahrt und diente zur Tiefenmessung. Außerdem diente das Lot als Sicherheit um untiefen vorher zu erkennen oder zur Standortbestimmung. Es gibt verschiedene Ausführungen in der Schifffahrt des Lotes. Vom einfachen Kordellot oder Handlot bis hin zum modernen Echolot

Equipment zum Loten
Zum einfachen Loten benötigt man nicht mehr als eine kraftvolle Rute, geflochtene Schnur auf der Rolle oder einige Meter Schlagschnur, eine Lotpose und ein Birnenblei mit Wirbel und eine gute Wurftechnik. Natürlich gibt es noch weitere Features um das Loten zu vereinfachen, perfektionieren oder mehr Informationen zu erschließen, aber auf diese extra Features komme ich im Folgenden noch zu sprechen.

Aufbau der Lotmontage
Mehr als diese drei Sachen benötigt man für eine Lotmontage eigentlich nicht. Lotpose, Gummiperie/Gummistopper, Birnenblei 80-100gr.

Die Gummiperle zwischen Lotpose und dem Wirbel von dem Birnenblei soll verhindern, dass sich diese zwei Wirbel verhaken und somit die Lotpose nicht mehr aufsteigen kann.

Wie lotet man richtig?
An diesem Gewässer musste ich mit der Lotrute ran.

Einfacher kann es eigentlich nicht sein um die Tiefen bestimmter Spots zu erkunden. Hat man seine Montage nach dem Model aufgebaut, kann es auch schon losgehen. Man wirft den gewünschte Bereich mit seiner Lotmontage an, hält die Schnur unter Spannung und sobald die Montage auf dem Grund aufgekommen ist, hält man die Rutenspitze Richtung den angeworfenen Spot. Die Spannung auf der Schnur hält die Lotpose dicht am Blei und verhindert ein aufsteigen der Pose und somit eine ungenau Messung der Wassertiefe. Danach zieht man Schnur von der Rolle. Am besten setzt man am Schnurlaufröllchen an und zieht bis zum ersten Ring an der Rute. Vorher sollte man messen, wie groß der Abstand zwischen dem Schnurlaufröllchen und dem ersten Leitring ist. Beträgt der Abstand 1m, so steigt die Pose Unterwasser 1 Meter Richtung Wasseroberfläche auf. Diesen Vorgang macht man nun so lange, bis die Lotpose an der Wasseroberfläche auftaucht. Hat man z.B. dreimal Schnur gegeben, so ist bei diesem Beispiel die Wassertiefe 3m. Ganz simpel, oder nicht?

Hier meine Rolle, Rute und Montage. Die geflochtene Schnur auf meiner Rolle (Visible Touch ist ebenfalls optimal geeignet für diesen Einsatz)

Das Echolot

Wo es erlaubt ist mit dem Boot (Schlauchboot, Kahn, Luxus-Yacht) das Gewässer zu befahren, wird der Angler bei der Erkundung des Gewässers sicherlich nicht auf ein Echolot und auch auf ein GPS verzichten. Da in diesem Bereich die Entwicklung nicht schläft verbessert sich von Jahr zu Jahr die Echolottechnik.

Mein erstes Echolot war ein Eagel Cuda 168 und für mich ein Quantensprung der Gewässererkundung. Es brachte mir unzählige neue Eindrücke in die Unterwasserstruktur und half mir schneller und besser interessante Spots zu finden. So lieb wie ich es gewonnen hatte, las ich öfters beim durchblättern der neusten Fachmagazinen von Echoloten mit Farbdisplay und neuen Feinheiten. Als sich dann die Elektronik von meinem alten Echolot verabschiedete kam mir das neue Lowrance Eagle Fisheasy 350C ins Haus. Natürlich musste ich das neue Gerät gleich am Wasser testen und ich war erstaunt, welch doch beeindruckender Unterschied so ein Farbecholot gegenüber den normalen S/W Echoloten besitzt. Dank den Farben kann man die Bodenstruktur viel besser unterscheiden und die Unterwasserstruktur studieren. Übergänge wie von Schlamm zu Sand bzw. harten zu weichen Untergrund muss nicht erst lästig abgeklopft werden, sondern man erkennt es gleich auf dem Farbdisplay. Auch Baumstümpfe, Kraut oder Äste erkennt man je nach Einstellung super.

Über die genauen Funktionen und die Qualität des Eagel 350C berichtete ich schon in diesem Update: Update 01.10.2009
Natürlich ist die Entwicklung nicht stehen geblieben und es gibt nun schon weitaus bessere Echolote mit besseren Funktionen und neuen „high end“ 3D Auflösungen. Jedoch bin ich der Meinung, diese sind zwar bestimmt sehr interessant und natürlich würde ich auch gerne mit solch einem Echolot arbeiten, aber für den Karpfenangler ist ein einfaches Echolot mit Farbdisplay völlig ausreichend.

Das Carp-GPS
Moderner Schnickschnack oder doch ein Segen für uns Angler? Ganz ehrlich, ich möchte ohne mein GPS nicht mehr an den See. Ich kann mich noch als einer der Glücklichen schätzen ein Lowrance H2O ergattert zu haben. Leider werden diese nicht mehr produziert und meines Wissensstands kam bis jetzt noch nichts Vergleichbares auf den Markt. Sobald etwas Interessantes in diesem Sektor auf den Markt kommt, wird Max sicherlich darüber berichten. Aber nun zurück zu meinem geliebten GPS. Es dient für mich in zwei ganz einfachen Punkten. Spots abspeichern und wiederfinden. Mit Hilfe des GPS kann man sich Punkte/Orte auf dem Wasser/Land abspeichern und später fast auf den Zentimeter genau wiederfinden. Einmal abgespeichert findet man immer wieder den gewünschten Spot. Dies hat den großen Vorteil, dass man sehr viel Zeit spart und schneller zum Angeln kommt und nicht erst ewig mit der Spotsuche beschäftigt ist. Außerdem erspart man sich zum größten Teil das Bojen setzten auf einem Spot. Sehr von Vorteil, wenn an diesem Gewässer das markieren mit sämtlichen Bojen arten verboten ist. Zur Koordination hilft das GPS sehr, wenn man gerade auf größeren Gewässern unterwegs ist und bei Nacht oder starken Nebel zurück zu seinem Angelplatz finden muss. Hier kann man sich natürlich auch den Angelplatz im GPS abspeichern und findet dann ohne große Probleme zurück zum Platz. Man verhindert, dass man durch falsches Rudern oder mit dem E-Motor in seinen anderen Schnüren verwickelt oder gar mit dem E-Motor reinfährt. Ansonsten denke ich muss man nicht viel zu dem GPS sagen, da es den meisten sicherlich bekannt sein wird. Aber bei Rückfragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.

Das iBoat 160

Wenn ich Gewässer mit dem Boot erkunden möchte, dann schnappe ich mir mein heiß geliebtes 160er iBoat, werfe es aufgepumpt und Einsatzbereit in den Kofferraum von meinem Auto und düse Richtung See. Gerade wenn ich mehrere Gewässer ein einem Tag erkunden möchte, muss ich nicht jedes Mal mein Boot wieder aufpumpen und dann wieder zusammenpacken. Nein, da es in fast jeden Kofferraum passt, spare ich mir diese Zeit und fahre mit dem Echolot/GPS und einem Klopfblei das Gewässer ab. Dank dem Knubbel am Heck des iBoats lässt sich auch eine Geberstange befestigen. Das Echolot postiere ich genau vor mir und direkt hinter mir habe ich eine iBox mit Futter (falls ich schon mal vorfüttern möchte) und darin befindet sich auch noch mein Klopfblei um ggf. Untergründe genauer zu erforschen. Da man sehr viel Zeit mit diesem kleinen Kofferraum-Boot sparen kann, ist es in meinen Augen eine super und „große“ Hilfe bei der schnellen und einfachen Erkundung von Gewässern.

Auf Erkundungstour

Das Abklopfen des Gewässeruntergrund mit der Stabboje ist kein Problem.

Alles was man braucht.

Welche Gewässer & welche Köder
Richtige Lieblingsgewässer habe ich nicht, ich fische sowohl gerne an kleine Baggerseen, aber auch an größeren Gewässern, wenn auch leider noch nicht oft. Jedoch wenn ich an ein für mich neues Gewässer komme brauche ich mir keine große Frage der Köderwahl mehr stellen, denn da habe ich für mich eine einfache Formel. Eine Rute mit stinker Boilie und eine Rute mit yummy Boilie. Partikel als Hakenköder kommen ehr dann zum Einsatz, wenn nicht die gewünschten bzw. erhofften Aktionen kommen.
Schön und gut, aber mit welchen stinkern und yummys greife ich an? Da gehe ich eigentlich immer gleich vor, als stinker vertraue ich auf die guten alten Carptrack Fishboilies. Mit diesem hatte ich die Besten Erfahrungen gemacht und noch kein Gewässer erlebt, wo dieser Köder nicht läuft. Bei den yummys bin ich doch etwas flexibler. Lange waren die Elite Strawberry meine Favoriten, doch diese haben nun die Carptrack Explosiv Stickmix Boilies abgelöst. Die ersten Tests mit der neuen Boilierange sind schon sehr gut gelaufen und sie wurden erstaunlich schnell von den Fischen angenommen, ohne großes Vorfüttern. Dieses Jahr steht wieder ein neues Gewässer auf meiner Zielliste, wie ich dort vorgehen werde und mit welcher Taktik und mit welchen Boilies ich dort erfolgreich sein werde, seht ihr im Laufe des Jahres auf dem iBlog in regelmäßigen Abständen.

Google Earth

Ich Hoffe Euch hat die Expertenrunde gefallen. Über Feedback, Ideen oder Meinungen freue ich mich natürlich immer.
Jan Federmann

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Jan Federmann
Die Imperial „Total-Top-Ten-Tipps“ zum Wochenende, ähhhh nee Sorry, für den perfekten Start in das Frühjahr, muss es heißen – Sorry;-))!

Nach einer langen und erfolgreichen Saison und der letzten Session im Jahr landet das geliebte Angelzeug meist im Keller und wird dann erst mal in den dunklen Ecken der Kellerräumen und Garagen ruhen können. Dann vergehen Tage, Wochen, sogar oft Monate bis man mal wieder sein Angelzeug in die Hand nimmt und aktiv loslegen möchte. Das Angelzeug wird voller Euphorie in das Auto geladen und dann geht es ab an den See. Dann passiert das, was mir aus eigener Erfahrung oder Erfahrungen von Freunden und Bekannten schon oft passiert ist. Das Angelzeug oder das Futter ist nicht mehr in dem Zustand, in dem man es erwartet hat. Es kann sogar dazu führen, dass man den geplanten Trip ins Wasser fallen lassen muss und zurück nach Hause fährt.
Damit solch ein Unglück erst gar nicht passiert, hier meine Top 10 Tipps für den perfekten Start in die Frühjahressaison.

Tipp 1: Kontrolliere deine Akkus und Batterien.
Es gibt’s nix ärgerliches, als wenn man mit seinem Boot auf dem See paddelt und beim anschalten seines Echolots feststellen muss, dass der Akku keine Energie mehr hat. An Gewässer, an denen man ohne Echolot die Hot Spots nicht findet, kann dies schnell eine Session in Wasser fallen lassen. Ein anderes Beispiel sind leere Batterien. So passierte mir leider schon ein paar, dass die Blockbatterien meiner Bissanzeiger und dem Funkempfänger leer waren. Deshalb sollte man vor Saison beginn noch mal alle Akkus checken und laden, neue Batterien in die Bissanzeiger tun oder ggf. auch Ersatz Batterien mit sich führen und auch die Kopflampe mal checken, sonst steht man schneller im Dunkeln als einem lieb ist.

Zur Empfehlung:
Eine Batterie die lange und zuverlässig jedem Echolot Energie spendet oder auch führ das Laden diverser Elektrogeräte wie z.B. Handys bestens geeignet ist.
Session Pack Blei-Gel Battery – 12V / 7.0 AH

Ein Ladegerät das nicht nur sämtliche Batteriearten wieder auflädt, sondern auch das Maximum raus holt und müde Batterien wieder munter macht.
Ladegerät Extreme Charge

Die Akkus sollten geladen sein.

Ärgerlich, wenn das Echolot nicht funktioniert

Batterien sollten nach jedem Gebrauch direkt geladen werden. Steht ein leerer Akku länger rum und im schlimmsten Fall kommt Kälte hinzu bedeutet das meist den Tot für jede Batterie.

Die Batterien von Funke und Bissanzeiger sollten kontrolliert werden.

Tipp 2: Hauptschnur und Schlagschnur sollten gut sein
Die erste Session, der erste Biss und somit der erste Karpfen nach langer Zeit endlich mal wieder am Haken. Doch dann passiert etwas, was man hätte verhindern können, die Schnur reißt und der Fisch ist weg. Bei diesem Szenario muss nicht immer ein Produktionsfehler oder eine Hinderniss daran schuld sein. Es kann einfach die Nachsicht vom Angler gewesen sein, seine Haupt- und/oder Schlagschnur nicht vorher kontrolliert zu haben. Bevor meine Saison startet, kommt auf alle Rollen neue Schlagschnur drauf. Bei meinen Rollen mit Monofiler Hauptschnur schaue ich noch mal genauestens nach in welchem Zustand sich diese befindet und wechsele dann ggf. die Schnur aus. Bei meinen Rollen mit geflochtener Schnur (In-/Visible Touch) muss ich zum Glück gar nicht so genau darauf achten, weil die Abnutzung nur ein Bruchteil so hoch ist wie bei einer Monofilen Schnur. Da reicht es oft, nur die ersten paar Meter abzuschneiden. Natürlich je nachdem wie stark man diese geflochtene Schnur belastet hat.

Meine Empfehlung zu einer guten, geflochtenen Hauptschnur:
Invisible Touch (Geflochtene) – 0,17 mm
Visible Touch (Geflochtene) – 0,17 mm

Zu einer guten Geflochtenen, gehört die passende Schlagschnur:
SHOCK’IT – Super Shockleader Mono

Top Angebot:
Super Set für den Start in das Angelfrühjahr: Braid’n Mono Set

Diese Schlagschnur ist abgenutzt und sollte nicht mehr gefischt werden.

Neue Schlagschnur drauf, dann steht dem ersten Fisch schnurtechnisch nix im Weg.

Tipp 3: Sortiere dein Kleinzeug wie Haken, Vorfächer usw.
Die erste Session im Jahr, voller Euphorie öffne ich meine RigWallet und was erblicke ich da? Alte, gebrauchte Vorfächer. Stumpfe und gerostete Haken. Viel verwendetes Kleinzeug fliegt hier und da herum. Ob dies nun noch zu gebrauchen ist oder nicht ist auf dem ersten Blick nicht gleich erkennbar. Ich versuche zwar immer so gut es geht Ordnung zu halten, aber es funktioniert auch nicht immer. Um bei den ersten Sessions solch ein Ärgerniss zu vermeiden, sollte man vorher mal alles durchgeschaut haben und im Falle eines kleinen Chaos im RigWallet wieder Ordnung schaffen und dann kann man schauen was man noch verwenden kann oder was einfach in den Müll gehört. Deshalb ist das Sortieren des Kleinzeugs eine Aufgabe die man mal gemütlich
Abends Zuhause machen kann und man dann mehr Zeit zum effektiven Angeln am See hat.

Tipp 4: Sind alle Additive noch frisch und aufgefüllt?
Nachdem man nach einem langen Winter sein Baitzubehör im Keller oder der Garage verstaut hat, entwickeln manche Substanzen ein Eigenleben. Sei es durch Verschmutzung, abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum oder schlechter Lagerung. So kann es vorkommen, dass sich bei manchen Additiven Schimmel bildet. Oder es kommt vor, dass die lieblings Boosterflasche fast leer ist. Damit man dies nicht erst am Wasser bemerkt, sollte man auch hier vorher ein Auge drauf werfen.

Der Blick in die Dose verrät, dass Nachschub bestellt werden muss.

Da muss ich wohl von meinem geliebten Carptrack inL etwas bestellen.

Das Fish GEL duftet noch gut und keinerlei Anzeichen von Schimmel oder anderer Verschmutzung.

Tipp 5: Frische Boilies und gute Readymades
Nicht nur die Additive sollte man vor Saisonbeginn überprüfen, sondern auch die gelagerten Boilies und Mixe. Denn mit geschimmelten Boilies wollte ich nicht meine Saison am Wasser einleiten. Gelagerte Boiliemixe sollte man auf Verklumpung, Frische und Schimmelbefall kontrollieren. Damit auch erst gar nicht so weit kommt, dass Boilies und Mixe schlecht werden, empfiehlt es sich erst im Frühjahr diese Sachen frisch zu kaufen und frisch abzurollen. Jedoch kann man auch mit guter Lagerung und zuverlässiger Konservierung über den Winter seine Boilies, Mixe und Pellets sicher lagern.

Zur sicheren Konservierung und guter Lagerung empfehle ich:
Gute Lagerung in I-Box 12,5 Liter oder in der Big One Version iBox 30 L “The Big One“

Sichere Konservierung mit normalen Salz (Boilies einsalzen) oder Carptrack Stabil’it (Konservierer)

Guter und frischer Carptrack Fish Mix

Eingesalzene Boilies sind auch eine sichere Konservierungsmethode.

Auch Pellets sollten auf ihre Frische getestet werden.

Tipp 6: Ist das Boot einsatzfähig?
Hierzu eine kleine Geschichte aus dem Frühjahr 2008. Drei Freunde und ich machten uns voller Motivation auf dem Weg Richtung Cassien. Für uns Vier war es auch gleichzeitig die erste Session im Jahr. Ein schön geplanter 10 Tages Trip an den Cassien. Als wir endlich ankamen und unsere Boote startklar machen wollten, musste einer von uns Vier (zum Glück nicht ich) feststellen, dass sich über den Winter Mäuse und Ratten in der Bootstasche eingenistet hatten und mit ihren kleinen Beißzähnen unschöne große Löcher in das Boot gefressen hatten. Somit waren wir nun vier Angler mit drei Booten und das am Cassien, wo man zwingend ein Boot benötigt. Zwar konnten wir es trotzdem irgendwie klären, dass jeder fischen konnte wie er wollte. Aber hätte man hier vor Saisonbeginn sein Boot auf Löcher oder fehlende Teile kontrolliert, hätten man sich sehr viel Ärger und Frust ersparen können. Deshalb schaut vorher noch mal nach Eurem Boot, kontrolliert ob alle Paddel, Ventile und sonstige Zubehörteile vorhanden sind. Damit ihr ohne Probleme in die Saison starten könnt.
Kommentar max nollert:
ACHTUNG, ACHTUNG!!!

Schlauchboote der 1,60 m Klasse, dürfen in der aufgeblasenen Kofferraumbreite von 95cm,
wie das iBoat 160, KEINEN HECKSPIEGEL haben!!!
Wer etwas anderes behauptet, wie „Vertreter“ kopierter kleiner iBoats auf diversen Plattformen bringt unnötig Gefahr in`s Spiel!!!
Ein vorhandener Heckspiegel sorgt für WENIGER AUFTRIEB in diesem wichtigen Bereich und bringt keinerlei Vorteile. Oder möchte jemand ernsthaft einen 5 oder 10 PS Außenboarder montieren? Mit Sicherheit nicht! Diese kleinen schnellen „Helfer-Schlauchboote“, wie wir sie mit dem original iBaot 160 in`s Leben gerufen haben, verfügen insgesamt sowieso schon über bedeutend weniger Auftrieb, als ihre großen Brüder!
Wer als schlechter „Kopierhersteller“ jetzt die Schläuche einfach viel dicker macht, hat den gesamten Sinn dieser Boote nicht verstanden und sollte sich doch gleich der 2,0M Marke nähern, da im aufgeblasenen Zustand maximal die Boote eh nur noch in VW Bus und Co passen!
Alles was wir nutzen wollen, können wir am iBoat 160 auch ohne festen Heckspiegel anbringen.
Siehe: iBoat 160

In diesem Sinne – Sinnvoll ist toll!

Tipp 7: Ist das Tackel startklar?
Ruten&Rolle, nein nicht die Angelzeitschrift sondern unsere „Waffen“ am Wasser dürfen bei dem Frühjahrscheck natürlich nicht fehlen. Bei den Ruten reicht oft eine kurze Reinigung der Ringe und die Steckverbindung sollte auf Sand usw. kontrolliert werden. Bei meinen Rollen Öle ich immer etwas nach (lasse ich aber auch ab und zu im Angelladen machen) und achte auch noch mal auf Verunreinigungen. Sei es Sand, Matsch oder sogar Spinnenweben. Das restliche verwendete Material wie Liege, Zelt, Schlafsack und Tasche brauche ich im Frühjahr nicht zu überprüfen, aber auch nur weil ich dies schon am Saisonende mache und das Zeug sicher im Kellerregal verstaue.

Spinnenweben unter dem Spulenkopf

Tipp 8: Gewässerplanung (Frühjahrsgewässer)
Wenn der Saisonstart nicht gerade an einem bekannten Gewässer stattfindet, sondern an einem neuen und unbekannten Gewässer, dann sollte man vorher mal Zeit in die Location stecken. Nicht irgendeine Location, sondern die Erkundung des Gewässers unter dem Aspekt „Frühjahrsgewässer“. Denn ist der neue See nicht unbedingt für die Frühjahrsangelei geeignet, sei es durch die Gewässerstruktur (Tiefe, Fischbestand, Größe) so sollte man dort nicht seine ganze Motivation verbrennen. Aber damit dies nicht passiert, haben wir in unserer fünften Imperial Baits Expertenrunde das Thema „Gewässer Erkundung“ behandelt, siehe oben…

Tipp 9: To Do Liste / Shopping Liste
Wer sagt das shoppen nur etwas für Frauen ist? Nein, auch wir Männer, um genauer zu sein wir Karpfenangler shoppen doch genauso gerne auf einer Angelmesse oder im Onlineshop. Nachdem man ja weitestgehend überprüft hat was einem noch fehlt oder ersetzt werden muss, kann man sich auf „shoppingtour“ begeben. Damit man nichts vergisst und nach einer Angelmesse wieder Zuhause ist und sich ärgert das ein oder andere vergessen zu haben, empfiehlt es sich eine kleine „Shoppingliste“ zu erstellen. Ich zumindest erstell mir immer eine kleine Tabelle in Excel und notiere mir dort die Sachen, welche ich mir noch zulegen muss. Dies hat zum einen den Vorteil, dass man nichts vergisst und zum anderen, dass man mit offenen Augen nach Schnäppchen Ausschau halten kann. Oftmals findet man ja das ein oder andere Kaufschnäppchen auf einer Messe oder kann den Preis noch verhandeln. Andernfalls sucht man im Internet nach Onlineangeboten. Oftmals gibt es von manchen Händlern Onlinemessen, welche Max vor ein paar Jahren erfolgreich einführte, oder Angebote welche über einen gewissen Zeitraum gültig sind. Ist man hier mit offenen Augen unterwegs, kann man oft einige Euros sparen.

Schnäppchentipp: Aktuelle Angebote

Tipp 10: Die Sessioncheckliste
Da man nach einem langen Winter etwas aus der Routine kommt, kann es schon mal passieren, dass man etwas vergisst einzupacken. Nach genauer Kontrolle aller wichtigen Dinge und einem Vorrat an neu gekauften Material, wäre es ja nur allzu ärgerlich, wenn man diese Dinge vergessen würde. Damit dies erst gar nicht passiert, hat Max Nollert, Julian Jurkewitz und das Imperial Fishing Team eine Session Checkliste kreiert, welche kostenlos zum Download bereit steht. Hier kann man sich detailliert eine Session Checkliste in verschiedenen variationen erstellen und man bekommt gleichzeitig noch das ungefähre Gewicht des mitgenommenen Materials berechnet. Sicherer kann man nicht in eine neue Saison starten!

Session Checklist

Mein letzter Tipp: Kurzer Check: Ist Dein auserwähltes Gewässer auch schon eisfrei? 😉

Das Gewässer ist mit Eis bedeckt, für den Angler der größte Schreck!

Ich wünsche Euch einen schönen und erfolgreichen Saisonstart 2012. Dies natürlich bestens Vorbereitet.

Grüße,
Jan Federmann

Abschließend zu diesem Update: Karpfenangeln Carp.Fin Part2

08.05.2018 fb post

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