Update 24.01.2008

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Marokko, Lac Bin el Quidane
von Andreas Scherf

Nachdem unser Frühjahrstrip, der uns im März 2007 an diesen See bringen sollte, abgesagt wurde, konnten wir es kaum erwarten, das Wasser des Sees zu sehen und unsere Ruten dort aus zu legen. Nach einer, doch recht amüsanten und anstrengenden Reise, sollten wir endlich diesen einzigartigen See erblicken….

Check in und los konnte es gehen….

Noch schnell den private Service organisiert…

Kleines Handgepäck mit viel Übergewicht.

Die Äxte und jegliche Art von Waffen mussten wir Zuhause lassen

In Casablanca trafen wir den Rest der deutsche Truppe, die von Gerd Schellhorst begleitet wurde.

4 Stunden Fahrt ins Niemandsland.

Hotel du Lac- Bin el Quidane

…doch wir trauten unseren Augen kaum, denn an Stelle der Sonne und des tollen Wetters, empfing uns ein fast drei Tage anhaltender Dauerregen, stürmischer und wirklich kalter Wind, steigendes Wasser und eine nicht zu unterschätzende Schlammwüste, bei 8m Niedrigwasser. Somit wurden wir fürs Erste einmal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.

Gegen Morgen wurden wir mit zwei verschiedenen Geländewagen an den See gebracht, denn der Weg wäre mit dem kleinen Transporter nicht mehr zu befahren gewesen.

Wir entschlossen das Camp direkt neben dem Basiscamp zu beziehen. Nach drei Tagen sollte das Wetter wechseln, doch die um 4 Grad gefallenen Wassertemperaturen und das um 30 cm gestiegene Wasser machten das Angeln nicht wirklich leichter. Zum Fischen und Fische fangen waren wir nun mal hier her gekommen und so sollte es auch sein. Es waren insgesamt rund 26 Angler am See und nicht einer hatte Fänge zu verbuchen.

Angeln in einer atemberaubender Atmosphäre.

…ob der Glücksbringer mal wieder hilft?

Das Wetter wechselte…

Die Steine wirkten wie dort abgelegt…ca 3 auf 3 Meter waren diese Brocken!

Der Motor half nach dem gestiegenen Wasser oft nicht mehr.

Bei der Locationtour fanden wir unseren neuen Angelplatz.

Leider waren es nur Gasblasen aus dem alten Flussbett…

Als Schlammballen brachten wir den Mais in die richtigen Tiefen.

Der einheimische Fischer war wirklich ein klasse Kerl und packte sofort mit an, als ob er immer so fischen würde!

…der Fang wurde an Grashalmen zusammen gebunden.

Trotz des ständigen Arbeitens und der Bemühungen blieben die Bissanzeiger still….

Es kam der vorletzte Tag, doch keiner am See hatte einen Fisch gefangen und langsam schwand die Hoffnung auf die gigantischen Massenfänge unter dem Dach der Erde, wo die Wolken nicht weit über unseren Ruten zogen.
An diesem Abend beschlossen wir, Sascha Kral und ich, die letzte Nacht mit unseren Freunden Michael Deimling und Jörg Vetter zusammen zu angeln und dem bis dahin erholsamen Urlaub ausklingen zu lassen. Jörg und Michel riefen uns am Morgen an und berichteten uns von etlichen Karpfen, die Sie beim Springen beobachten konnten. Der Entschluss war schnell gefasst und wir wechselten zusammen auf die Stelle…

Die Schnecken sollten uns den gewünschten Erfolg bringen. Die neue Stelle war in den Uferbereichen übersäht von der Hauptnahrungsquelle in diesem See und die Karpfen waren auch nicht weit.

Wir sammelten die Schnecken ein, nahmen den Mais und den Schlamm und fertigten daraus einen wahren Karpfen- Leckerbissen

Das war ein wenig Arbeit, aber es hatte sich gelohnt…und Spass hatte es auch noch gemacht…

Gefischt haben wir ein relativ einfaches Rig, bestückt mit Pop up Schaum, einer Schnecke und einem Maiskorn. Auf diese Montage kamen 95 % aller Aktionen. Allerdings sind wir uns sicher, das bei der Anzahl an Fischen, die in dieser Bucht unterwegs waren, auch Mais alleine gereicht hätte……manchmal ist es aber einfach nur ein Gefühl, das einem ein Stück mehr Mut gibt, also warum die Montage und
Den Köder wechseln?!

Der erste Biss kam nach 15 min. und dabei musste ich mich noch auslachen lassen! Ich legte die Ruten und nach dieser Rute sagte ich …die läuft gleich, das Echo war voll mit Fisch…dieser Spruch sorgte nach einer Woche ohne Fisch doch gleich für die richtige Stimmung und Gelächter Doch nur bis zum Biss

Unser erster Marokkaner.

Sascha mit dem Größten und Michi mit dem Schönsten

Und wieder waren die Ruten abgelaufen…. Zu diesem Zeitpunkt saßen wir schon auf gepackten Koffern. Rechts am Bildrand erkennt man die zwei kleinen Schlauchboote am Drillen.

Tja, ein bisschen Spaß musste sein

Heimreise nach getaner Arbeit.

Wir hatten wirklich eine Woche extrem gearbeitet um Fische zu fangen und dann am letzten Tag fingen wir bis mittags um 14:00 Uhr noch mal 14 Fische. Der 15 Fisch ging leider verloren, da dieser kurz nach dem Ablegen der Rute Biss und beim zurück Rudern war plötzlich die Rolle leer….
Die kürzeste Rute die Fisch brachte lag auf 350 Metern und die weiteste Rute, die am meisten Fisch brachte, lag auf etwa 600 Meter Entfernung von unserem Angelplatz. Die Bisse kamen auf 3 verschiedene Ruten und wir fischten abwechselnd.
Im Mai 2008 werden wir wieder an diesen wunderbaren See zurück kehren.

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