Expertenrunde Nr. 6

Hallo und herzlich Willkommen liebe Carp-Girls und Carp-Boys bei der neuen Imperial Baits Expertenrunde.

Um mal über den Tellerrand beim Karpfenangeln zu schauen und ein Thema zu behandeln, welches nichts mit Futter, Zutaten, Additiven, Rigs oder Taktiken zu tun hat, entschied ich mich für diese Expertenrunde das Thema Fotografie und Filmen.
Viele von uns haben das Angeln als Haupthobby, doch es verbindet uns mit einer weiteren Leidenschaft: Das Festhalten von wunderschönen Momenten in der Natur auf Bild, Film und Ton. Ein sehr interessantes Thema für uns alle also!
Ich habe daher vier Mitschreiber ausgewählt, welche ein gutes Auge und ein gewisses Feeling für gute, stimmungsvolle und außergewöhnliche Bild- und Filmaufnahmen besitzen. Das Talent und die Zeit in der Bild und Videobearbeitung darf da natürlich auch nicht fehlen.

Mitschreiber
Jan Federmann, Julian Jurkewitz, Philipp Resch, Tobias Seeber und unser erster Gastschreiber in einer Expertenrunde Dominic Geuther begrüßen Euch und wünschen viel Spaß bei der Imperial Fishing Expertenrunde Nr. 6! Wir hoffen Ihr könnt viele Informationen sowie Tipps & Tricks aus dieser Runde ziehen um Eure Fertigkeiten noch weiter zu verbessern.

Viele Grüße und Nur Digge,
Jan Federmann – The Expertenrunden Maker 😉

Kommentar max nollert:
„Wer früher noch mit Dias geknipst hat, weiß wie komfortable das heute mit den Digicams ist!
Einfach mal ein paar Bilder schießen und gleich sehen was man da fabriziert hat…prima! Die Anzahl guter und sehr guter Bilder ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Früher mussten wir uns oft mit viel weniger zufrieden geben! Da gab es nach der Entwicklung der Negative auch schon mal die ein oder andere Enttäuschung.“

Mein derzeitiges Gerät:
Canon EOS 50D DSLR
Videokamera Sony Super Steady Shot Network Handycam inkl. Sony Weitwinkel Objektiv x0,6
Objektive:
Canon EFS 18-55mm 1:3,5-5,6, Canon Lens EF 50mm 1:1,4, Tamron AF 28-200mm 1:3,8-5,6
…beide nicht mehr die jüngsten, aber wir sind ein eingespieltes Team!

Pneumatischer Selbstauslöser Check!
Der Auslöser wird mit einem Klett von Velcro an der Kamera fixiert.

Leider gibt es dieses nützliche System kaum noch zu kaufen.

Das Kabel welches den Luftdruck auf den Auslöser überträgt ist zirka 15m lang und kann problemlos durch Wasser oder Schlamm gelegt werden.

Magic Picture – ohne digitale Nachbearbeitung!
Blende 36, Belichtungszeit 30 sek., ISO 100, Brennweite 55mm

Bei einer Langzeitbelichtung zufällig die Explosion von Markus Paparozzi’s Gaskocher eingefangen 🙂

Mein nächstes Cameramodel wird über die aktuell moderne Technik verfügen, die Unterschiede zu meiner 50D sind bereits deutlich zu spüren. Vorrangig im Automatik Modus spürbar durch die Anzahl und Steuerung der Messfelder!
Folgende Bilder sind im Automatikmodus mit der Canon EOS 600D von Thorsten Feil aufgenommen…


max nollert

Jan Federmann
Fotografieren – Ein Teil meiner Leidenschaft

Der Anfang
Angel ist ein wunderschönes Hobby mit tollen Erlebnissen und unglaublichen Eindrücken. Genauso schön ist es jedoch, diese Momente mit der Kamera festzuhalten und für die Ewigkeit ein zu frieren. Als ich meine ersten Schritte als Karpfenangeler machte, lernte ich früh Chris Ackermann und Marco Beck kennen. Sie vielen nicht nur durch ihre konstanten Fänge von großen Karpfen auf, sondern auch durch ihre tollen Fotoaufnahmen. Fasziniert bestaunte ich immer wieder einige Bilder in ihren Fotoalben. An Digital war damals noch nicht wirklich zu denken. So gönnte ich mir nach langem sparen meine erste analoge Spiegelreflexkamera von Minolta und so begann, noch völlig ungeahnt, ein neues Hobby für mich! Der Grundstein für die Fotografie war gelegt.
Im weiteren Verlauf gehen wir einige Fragen dazu durch…

Alte Aufnahme mit meiner analogen Spiegelreflexkamera

Die ersten Versuche…

– Welche Fotokamera verwendest Du?
Von 2006 bis einschließlich 2011 verwendete ich die digitale Spiegelreflexkamera Nikon D40. Als Anfänger und absoluter Neuling in der digitalen Fotografie ein spitzen Einsteigermodel. Unkompliziert, einfach in der Bedienung und mit einem Standard Objektiv 18-55 mm kann man nichts falsch machen. Die Qualität der Bilder war auch immer gut und es war immer eine sehr zuverlässige Kamera. Wirklich negatives habe ich nach über 5 Jahren Verwendung nicht zu berichten. Preis/Leistung stimmt hier absolut! Doch seit 2012 hat meine Nikon einen Gegner bekommen, welcher sich nun Canon EOS D1100 mit einem EF-S 18-55mm und EF 75-300mm Objektiv nennen darf. Eine Spiegelreflexkamera höherer Bild Qualität und wesentlich mehr Einstellungsmöglichkeiten. Zusätzlich bietet diese Kamera das Aufnehmen von Videos, in anschaubarer Qualität, an. Als kleinen Bruder habe ich die mittlerweile sehr bekannte GoPro Hero2 (Foto & Video), über die ich im Kapitel „Spezialkameras“ mehr berichten werden.

– Welche Videokamera verwendest Du?
Nachdem ich mir viele verschiedene Testergebnisse durchgelesen hatte und Infos von Freunden sammelte, war für mich klar, dass es ein Camcorder von Sony werden sollte. So gönnte ich mir vor einiger Zeit die Sony HDR-CX115E. Full HD Aufnahmen im AVCHD Format – einfach klasse für Freunde der Videobearbeitung. Das Model ist für unser Hobby und die „Semi Professionelle“ Anwendung eigentlich völlig ausreichend. Zusätzlich als Videokamera habe ich wie oben schon erwähnt die GoPro Hero2 (Foto & Video)…

– Welches Bildbearbeitungsprogramm ist Dein Favorit?
Momentan bearbeite ich meine Fotos und Videos mit MAGIX, ACDSee oder CorelVideoStudio Pro X3. Die meiste Erfahrung habe ich mit MAGIX, da ich dies schon früh von Chris gezeigt bekommen habe und mich schon lange mit der Handhabung dieses Programms beschäftige. Somit ist es natürlich auch mein Favorit für Bild & Videoaufnahmen geworden. Einfach zu bedienen und mit ein bisschen Übung kommen auch gleich erstklassige Ergebnisse dabei raus. Meine Messeshow, welche ich zusammen mit Patrick Scupin nächstes Jahr zeigen werde, erstelle ich über das Programm MAGIX Video deluxe 17 Premium HD.

Hier schon mal ein kleiner Trailer als Vorgeschmack auf die Show:
http://www.youtube.com/watch?v=DKoyMIEzp2U&list=UUsGaFI69O_KVyWqnPgB75fQ&index=0&feature=plcp

– Welche Objektive verwendest Du? Für welchen Zweck?
Als Standardobjektiv verwende ich seit eh und je schon immer 18 – 55mm Objektive. Was anderes habe ich bis jetzt noch nicht benötigt und mich auch eigentlich mit der Vielfalt verschiedener Objektive nicht intensiv genug beschäftigt. Ich denke dies werde ich mal gezielt im Winter angehen. Ansonsten habe ich seit diesem Jahr ein 75-300mm Objektiv in Verwendung, welches momentan hauptsächlich zum Einsatz kommt, wenn ich Naturaufnahmen machen will und Dinge fotografieren möchte, welche etwas weiter entfernt sind wie z.B. ein Vogel auf einem Ast hoch am Baum oder die Blesshühner, welche genüsslich meine Boilies hoch tauchen und fressen. Dieses Objektiv besitzt allerdings keinen digitalen Bildstabilisator, dass bedeutet das man entweder ein sehr ruhiges Händchen benötigt oder doch mit Hilfe eines Stativs fotografieren sollte.

Befreundete Angler am anderen Ufer mit dem 300mm Objektiv geknipst.

Das 75 – 300mm Objektiv – normal

Das 75 – 300mm Objektiv – ausgefahren

– Tipps&Tricks: Nachtaufnahmen?
Ich glaub in noch keinem anderen Jahr wie in diesem, habe ich so viele Fische nachts fotografiert. Da meine Angelei oft unter der Woche stattfindet und somit sicherlich kein Fisch gesackt wird, blieb meinen nächtlichen Besuchern nichts anderes übrig, als gleich nach dem Fang vor die Linse gehalten zu werden. Was ich hierbei als wirklich wertvollen Tipp mitgeben kann ist, schafft Euch eine Led Lenser Kopflampe an. Warum? Der Fotograf setzt die Led Lenser H7 auf den Kopf, stellt den Lichtkegel auf gestreut und leuchten den Fänger aus. Bei voller Batterie reicht eine mittlere Lichtstärke (regulierbar). Die Kamera ist nun exakt auf das Motiv einzustellen, denn ohne zusätzliche Beleuchtung sieht man auf dem Kameradisplay nur Schwarz! Das spart Kartenspeicher und Zeit, denn es gehen keine Fotos mehr daneben, abgeschnittene Köpfe, Schwanzflossen usw. Außerdem werden die Fotos, bei Verwendung des integrierten Standard Blitzes, durch zusätzliche Beleuchtung einen ticken besser.

Die LedLenser H7 – macht die Nacht zum Tag

– Spezialkameras
Wenn man nach einer Unterwasserkamera fragt, welche qualitativ gute Aufnahmen macht und absolut zuverlässig ist, bekommt man oft nur noch eine Antwort: GoPro!!! So erging es auch mir und so dauerte es auch nicht lange, da flatterte die GoPro Hero 2 ins Haus. Da ich mit dieser Kamera momentan sehr viel am Experimentieren bin und sie noch nicht allzu lange mein Eigen nennen darf, möchte ich an dieser Stelle noch keine wirkliche Beurteilung bringen. Aber ich kann in diesem Fall zwei sehr informative Internetseiten weiterempfehlen.
www.pennula.de und www.camforpro.com
Mitschreiber Philipp Resch hat diese Kamera schon länger in Verwendung und kann mehr darüber berichten…

Viel Spaß noch beim Weiterlesen der 6ten Expertenrunde,
Jan Federmann – Team Imperial Fishing

PS: Über Feedback, Kritik, Vorschläge, Erfahrungen zum Thema und Ideen freue ich mich natürlich immer sehr.

Julian Jurkewitz schrieb am 29.04.2012
Hi Fetherman & Hai an alle anderen Leser,

klasse Thema, da lass ich mich doch auch mal dazu hinreißen ein paar Zeilen für die 6. Expertenrunde zu tippen. In wenigen Stunden geht’s in das lange Maiwochenende und ich werde mit einigen Karpfen hineintanzen! Gestern traf ich alle Vorbereitungen und dazu gehört natürlich auch das Laden sämtlicher Kameraakkus. Also hier meine Antworten…

Besondere Momente – ich bin froh sie mit der heutigen Technik festhalten zu können!

– Welches Fotokamera verwendest Du?
Canon Spiegelreflex Cameras sind ganz klar meine Favoriten. Viele professionelle Fotografen schwören auf Nikon, doch genauer betrachtet hat Canon was die technische Entwicklung angeht, die Nase immer ein kleines Stück vorn, besonders was das Filmen mit einer DSLR angeht. Also momentan ist es die 550D und damit bin ich vollkommen zufrieden. Dazu kommt noch die GoPro FullHD Action Cam. Ein winzig kleines Teil, absolut wasserdicht und sehr robust. Also ideal für Actionaufnahmen auch unter Wasser bis 60m Tiefe!

Hier die Minuten des Wartens an einem harten Lowstock Pool in einer verrückten Art und Weise festgehalten! Ja manchmal drehen wir halt durch! Die Led Lenser H7 brachte die „Gruselstimmung“.

– Welche Videokamera verwendest Du?
Vor einigen Jahren habe ich kurzfristig angefangen mit einer miniDV Kassetten Kamera von Sony zu starten. Leider haben mich die Ergebnisse nicht sonderlich befriedigt, da meine Qualitätsansprüche an Bild und Ton einfach zu hoch sind. Also musste kurze Zeit später ein FullHD Camcorder her. Leider stand damals die Entwicklung und Technik noch ziemlich in den Startlöchern, kurz gesagt ich war immer noch unzufrieden, hatte aber auch keine tausende Euros um mir ein besseres Model zu kaufen. Also entschied ich mich für einen ganz neuen Weg. Meine damalige Canon 350D DSLR und die FullHD Cam mussten weg, ich wollte aus zwei eins machen. Mittlerweile gab es die brand neue 550D mit integrierter FullHD Videofunktion und damit bin ich bis heute sehr glücklich.
Allerdings gibt es einen wichtigen Punkt zu beachten, das Filmen mit einer DSLR ist nicht gerade leicht. Besonders in Actionsituationen braucht man ein geschicktes Händchen, nur dann ist mit dieser Methode ein verdammt geiles Video möglich! Autofocus Fehlanzeige – hier muss mit dem feinen Händchen reguliert werden.

Wer sich mal ein Bild von meinen Videos machen möchte kann auf meiner Internet Seite www.carpscent.de unter der Kategorie „Videos“ mehr erfahren!
Hier das neustes Werk „Springtime 2012″…

– Welches Bildbearbeitungsprogramm ist Dein Favorit?
Es gibt nur ein einziges professionelles Programm und das ist Adobe Photoshop, sowie für Videoschnitt Adobe Premiere und After Effects. Zugegeben braucht es mehr als nur ein paar Stunden um mit den Programmen klar zu kommen. Aber damit lässt sich so ziemlich alles in die Realität umsetzen!

Hier ein kurzer Teaser der Bild sowie Videobearbeitung beinhaltet!

– Welche Objektive verwendest Du? Für welchen Zweck?
Die meiste Zeit verwende ich das 18-55mm Standard Objektiv, welches bei den meisten Cams im Starterset enthalten ist. Mit Tele- und Weitwinkelobjektiven kann man tolle Sachen machen, allerdings je besser das Ergebnis sein soll, desto mehr Geld muss man dafür auf den Tisch legen. Da sind wir schnell im Bereich von 1000 € und mehr, soviel Geld wollte ich bislang noch nicht investieren, auch im Hinblick auf meine Grobmotorik und die Verwendung in der Natur bei Staub, Dreck, Regen usw. ist mir das Risiko einfach zu groß, das Teil in den Sand zu setzen. Hin und wieder leihe ich mir dann mal von Freunden und Bekannten etwas aus…

Stefan Fiedel fotografiert mit einem Teleobjektiv. Teleobjektiven sorgen für extreme Tiefenschärfe, es ist möglich Objekte im Vordergrund sehr scharf und den Hintergrund stark verschwommen wirken zu lassen. Damit sticht das Objekt im Vordergrund wesentlich deutlicher heraus!

– Tipps & Tricks: Nachtaufnahmen?
Was ich jedem, der eine DSLR sein Eigen nennen kann, ans Herz legen möchte ist das Fotografieren auf Modus „M“. D.h. alle Optionen müssen manuell eingestellt werden. Ich habe mich selbst von Anfang an dazu gezwungen nur auf „Manuell“ zu fotografieren. Zugegeben es dauert schon seine Zeit und da sprechen wir von Jahren, bis alle Einstellungsmöglichkeiten Situationsabhängig zügig und schnell sitzen, aber nur so kann man das perfekte Fotoergebnis erzielen. Und auch nur im „M“ Modus sind spezielle Fotos wie bspw. Nachtaufnahmen, Lightwriting, Ghostpictures usw. in voller Perfektion möglich. Auch die Belichtung normaler Fotos im Modus „M“ ist viel, viel besser einzustellen und das Ergebnis um längen besser als mit den ganzen Automatik und Halbautomatik Programmen.

Nur im Modus „M“ kann man spezielle Fotos einfangen und das Resultat nach eigenem Ermessen bestimmen. Hier ISO 100, Brennweite 18mm, Blendenöffnung 3,5 und eine Belichtungszeit von 30 Sekunden. Dies lässt die Wolken sehr weich/unscharf erscheinen, die Umrisse der Bäume jedoch gestochen scharf, da die Wolken in den 30 Sekunden natürlich in Bewegung waren.

– Tipps & Tricks: Selbstauslöserfotos?
Selbstauslöserfotos? Ich hasse es, vor allem mit Fisch! Die Vorgehensweise ist jedoch klar:
Zu aller erst suche ich ein geeignetes Motiv, legen das „Karpfenbett“ und eine iBox voll Wasser bereit. Dann stelle ich einen Gegenstand oder auch blos meine Hand an die Stelle wo ich nachher den Fisch halten werde. Nun kommt die Kamera mit Stativ in Position und wird auf den Gegenstand oder die Hand Fokussiert. Danach stelle ich am Objektiv den Schalter auf „MF“ – Manueller Fokus. Jetzt verstellt sich nichts mehr wenn ich den Auslöser betätige. Die Kamera stelle ich nun auf 10 sek. Selbstauslöser und wähle 10 Bilder in Reihenaufnahme aus. D.h. wenn ich den Auslöser nun per Kameraknopf oder Fernbedienung betätige habe ich noch gute 10 Sekunden den Fisch zu heben, gut auszusehen und dann schießt das Teil im Sperrfeuer 10 Bilder. Das wiederhole ich 2-3 Mal und wechsle dabei natürlich auch die Positionen. So habe ich am Ende 20-40 Bilder und davon wähle ich eins oder zwei aus für die Öffentlichkeit.

Als erstes alles bereit stellen, bevor der Fisch aus dem Wasser gehoben wird! Danach die Kamera richtig einstellen und den Fokus z.B. auf die Hand richten…

Wenn Fische fotografiert werden gibt es ein paar wichtige Einstellungen zu beachten. Blendenöffnung nie unter 10, ansonsten wird der Fängerkopf unscharf. Belichtungszeit nie unter 125 besser etwas mehr, da durch Körperbewegung das Bild unscharf werden könnte. Das Objektiv stelle ich auf 18mm Brennweite, so wirken die Fische am besten! ISO Wert oder Blitz je nach vorhandener Lichtmenge angleichen. Aber auch hierbei sollte man beachten den ISO nicht ganz so hoch zu stellen, da das Bild sonst anfängt zu rauschen. Ab welchem ISO Wert das bei Eurer Kamera passiert, muss man einfach mal testen. Bei der Canon 550D empfehle ich nicht höher als ISO 800 bei Fischfotos!

– Spezialkameras (GoPro, 3D)
Die GoPro ist immer mit Dabei und bietet eine Vielzahl an Einsatzgebieten. Diese werdet ihr in meinen kommenden Videoclips sehen können. Ein weiteres Thema womit ich mich auch schon befasst habe ist das Filmen in 3D. Ich denke wer damit jetzt frühzeitig im Bereich Karpfen einsteigt, denn noch ist das Thema erst in den Startlöchern, wird die Nase ganz weit vorne haben. Mehr will ich dazu aber nicht verraten 😉

Zum Abschluss etwas Fotobearbeitung mit Adobe Photoshop CS 5

DICKE DINGER!
Julian Jurkewitz – Team Imperial Fishing

Philipp Resch
Hallo liebe iBlog Leserinnen und Leser,

Ein sehr interessantes Thema hast du dir ausgesucht Jan! Ich möchte gleich mit der erste Frage, welche Kamera benutzt du?, durchstarten. Dazu muss ich sagen, dass ich bis vor einigen Jahren noch eine billige Digitalkamera verwendet habe. Als sich mein Vater eine digitale Spiegelreflexkamera kaufte und ich sie mir öfter mal fürs angeln leite, dann am See mit dem Teil herumspielte und einige Fotos schoss, merkte ich schnell, dass ich irgendwann unbedingt auch so ein Teil brauchte. Mittlerweile verwende ich die Canon EOS 60D. Die Vorteile dieser Kamera liegen einem klar auf der Hand. Zum einen hat man hier die Möglichkeit das Display zu verdrehen. Genau das richtige für uns Karpfenangler, denn so können wir nachts ohne fremde Hilfe schnell und einfach Selbstauslöser Fotos mit dem gefangen Fisch machen, dazu später im Detail mehr. Zum Anderen bietet dieses Modell auch die Möglichkeit Filme aufzunehmen.

Hier sieht man schön das schwenkbare Display, auf dem ich gerade den Bluetooth Selbstauslöser teste! Solche Kameras sind für uns Angler ideal! Technik die begeistert 😉

Als nächstes wollte Jan wissen, welche Videokamera wir im Einsatz haben.
Dazu muss ich sagen, dass ich noch einen HD Camcorder von Sony besitze. Situationsbedingt wähle ich den Camcorder oder die Spiegelreflex um Videos zu machen. Denn beide Modelle haben ihre Stärken in verschiedenen Bereichen.

Sony HD Kamera mit Rode Video Mic Pro Mikrofon. Mit diesem Mikrofon erzielt man viel bessere Ergebnisse was den Ton anbelangt. Die internen Mikros sind ehr ungeeignet.

Damit kommen wir schon zum nächsten Thema, nämlich den Videoschnitt Programmen. Dazu verwende ich nichts Besonderes. Hier muss das „iMovie“ an meinem Mac herhalten. Mit dem Programm „Final Cut“ komme ich leider nicht zurecht. Falls jemand von Euch, meine treuen iBlog Leser, ein gutes Videobearbeitungsprogramm für den MAC kennt, könnt Ihr mir gerne Eure Vorschläge mitteilen. Vielen Dank im Voraus!

Mein damaliges Videoprojekt – „Vorbereitung für 2011“ – bearbeitet und geschnitten am Mac iMovie.

An der Spiegelreflexkamera verwende ich hauptsächlich zwei verschiedene Objektive. Zum einen ein Weitwinkelobjektiv. Mit diesem kann man den Fisch & Fänger viel schöner ablichten, da man sehr genau einstellen kann, was alles mit ins Bild rein soll. Es besteht das Gerücht, dass Weitwinkelobjektive die Fische viel größer und schwerer aussehen lassen, doch das ist meiner Meinung nach absolut nicht der Fall oder wirken meine Fischfotos etwa so?! Und dann wäre da noch mein normales Objektiv, mit dem ich alles Mögliche fotografiere wie Natur, Tackle, Nachtaufnahmen usw.

Meine beiden Objektive für die Spiegelreflex Kamera.

Bei solch einer Ausrüstung ist es natürlich auch wichtig, alles sicher zu verpacken. Das heißt es muss wasserdicht, staubdicht und schlagfest geschützt sein. Meine ganze Fotoausrüstung befindet sich in einem Pelicase. Selbst wenn die Kiste ins Wasser fällt, schwimmt diese an der Oberfläche und die Fotoausrüstung bleibt trocken. Zusätzlich ist das Pelicase sehr robust und schlagfest. Solche Kisten kosten zwar einiges mehr als eine normale Tasche, aber eine teure Fotoausrüstung sollte meiner Meinung nach absolut sicher gelagert und transportiert werden.

Das Pelicase: Sichere „Verpackung“ meiner Ausrüstung.

Alles hat seinen Platz in der Peli-Kiste.

Auf diesem Bild seht ihr sämtliches Zubehör, welches sich in meiner Kiste befindet. Dies wäre
zum einen Ersatz Akkus für längere Trips oder falls der Akku mal leer werden sollte. Auch habe ich mein Rode Mikrofon immer dabei, denn dies sorgt für besser Tonaufnahmen. Als weiteres Zubehör habe ich immer einige SD Karten, Fernbedienung für Camcorder, Stativadapter, ext. Blitz und meine Bluetooth Selbstauslöser Fernbedienung dabei.

Doch mit der Spiegelreflexkamera kann man nicht nur schöne Naturaufnahmen und Fischfotos machen, sondern auch richtig schöne Nachtaufnahmen. Dies macht man mit dem Langzeitbelichtungsmodus der Kamera. Man glaubt gar nicht, was man alles mit solch einer Kamera anstellen kann! Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt!
Dieses Foto wurde mit dem Langzeitbelichtungsmodus aufgenommen. Je nachdem ob man die Leuchtdiode der Bissanzeiger, Vollmond oder einfach nur mit einer Taschenlampe etwas ins Bild schreiben will, stellt man ein, wie lange das Bild aufgenommen werden soll. Bei diesem Bild hatte ich die Zeit auf etwa dreißig Sekunden eingestellt. Auf den Auslöser Knopf drücken, vorgehen wo die Schrift stehen soll und mit einer Taschenlampe ins Bild schreiben. Wichtig dabei ist, dass man Spiegelverkehrt schreibt! Noch schnell an beiden Bissanzeigern herumziehen, damit etwas Farbe ins Spiel kommt und fertig ist das Bild.

Zum Abschluss interessierte Jan, ob und welche Spezialkameras wir verwenden.
Seit letztem Jahr bin ich stolzer Besitzer einer GoPro Hero2 Kamera. Eine solche Kamera ist wirklich praktisch, denn zum einen kann man sich diese Kamera auf den Kopf setzen und sich damit beispielsweise beim Drill eines Fisches, beim Ruten auswerfen usw., selbst filmen. Zudem kann man mit dieser Kamera bis zu 60m Tiefe unter Wasser filmen! Für dieses Vorhaben habe ich mir noch ein zweites Gehäuse angeschafft, da man mit der Standardlinse am Objektiv leider nur verschwommene Bilder bekommt, an der ich die als optionales Zubehör erhältliche abgeflachte Linse montiert habe. Nun ist alles gestochen scharf! Ideal also um zu sehen wie der Spot unter Wasser wirklich ausschaut!

Die GoPro Kamera auf dem Kopf. Jetzt filme ich mich mal beim Ruten rausfahren…

Eine Aufnahme aus meinem Gartenteich. Gestochen scharfes Bild – geil, oder? Ich freue mich schon auf den Einsatz an den Baggerseen und Flüssen in meiner Umgebung!

Das war´s von meiner Seite aus. Ich hoffe Euch hat die 6.Expertenrunde genauso gefallen wie mir.
In diesem Sinne viel Spaß beim Fotografieren „and only Big Ones!“

Philipp Resch
Team Imperial Fishing

Tobias Seeber
Hallo zusammen,

im heutigen Zeitalter gehören digitale Medien zum Grundrepertoire vieler Angler. Jeder Moment wird augenblicklich festgehalten und dokumentiert, sodass auch zukünftig keine Erinnerungslücken auftreten werden. Zudem schaue ich mir des Öfteren ältere Bilder auf dem Rechner an und erinnere mich an die verschiedensten Erlebnisse. Während meiner Angelei, ist die Fotografie ein großer Bestandteil dessen, womit ich meine Zeit am Wasser verbringe. Ich pirsche mich an scheue Tiere heran, halte besondere Momente, wie Sonnenauf- und Untergänge, in verschiedenen Einstellungen sofort fest. Doch gerade beim Fotografieren ist die Technik besonders wichtig. Der Automatikmodus einer jeden Kamera kann das aktuelle Geschehen selten so widerspiegeln, wie man es sich wünscht. Ich fotografiere selbst gerne mit einer Kompaktkamera, statt einer Spiegelreflex. Hierzu nutze ich die Canon S5IS, inkl. Externem Blitz (Brennweite 6.0-72.0mm). Mit dieser bin ich am Wasser oft flexibler als mit einer digitalen Spiegelreflex. Ich habe die gleichen Einstellmöglichkeiten im manuellen Modus („M“), doch brauche für die verschiedenen Distanzen kein neues Objektiv aufsetzen. Die Leute, die sich intensiver mit ihrer Kamera auseinander setzen wollen, kommen an dem manuellen Modus nicht vorbei. Hier ist es möglich, durch das Einstellen der Blende im Verhältnis zur Belichtungszeit, die Belichtung des Fotos „manuell“ zu steuern. Eine weit geöffnete Blende, lässt viel mehr Licht eindringen, sodass Lichtquellen im Dunkeln besonders hervorgehoben werden können. Eine weit geschlossene Blende ist im Gegensatz dazu, besonders bei Aufnahmen gegen das Sonnenlicht extrem wichtig. Das Einstellen der Belichtung ist spielerisch leicht zu lernen. Man bekommt sehr schnell ein Gefühl für die richtigen Werte, und kann nach eigenem Ermessen viel mehr aus seiner Fotos rausholen. Für den letzten Schliff braucht man jedoch noch ein Bearbeitungsprogramm am heimischen Rechner. Durch das Ändern des Kontrastes, der Helligkeit oder beispielsweise der Sättigung der Farben, ist oft noch etwas aus dem Bild rauszuholen. Ich benutze zum Bearbeiten der Fotos das Programm Adobe Photoshop CS5. Mit dem Programm Paint.NET, habe ich jedoch auch sehr gute Erfahrungen gemacht. Es ist für die normale Fotografie mehr als ausreichend. Wer keine „Standard“ Bilder haben möchte, der kann mit den genannten Programmen sicher eine Menge experimentieren. Oft sieht man heute Schwarz-Weiß-Bilder, auf denen einige Bestimmte Farben oder Gegenstände farbig hervorgehoben werden. Möglich ist dies, durch die Einbettung von unterschiedlichen Ebenen, die in den jeweiligen Programmen erstellt werden können.

Eine geöffnete Blende (je kleiner der Wert, desto größer die Blendenöffnung) lässt den Hintergrund unscharf wirken!

Hier ist die Blendenöffnung ziemlich klein (hoher Wert) damit der Hintergrund ebenfalls scharf dargestellt wird.

Ein weiteres Beispiel für eine Schärfentiefe, die das Camp im Hintergrund scharf darstellt.

Diese Vorgehensweise geschieht so:
Zuerst wird das jeweilige Bild geöffnet und in schwarz-weiß geändert, dann fügt man eine Ebene, mit dem gleichen Bild in Farbe hinzu (man muss sich vorstellen, dass das farbige Bild über dem Schwarz-Weißem liegt und es überdeckt) nun wird das farbige Bild, bis auf den hervorzuhebenden Gegenstand, „ausradiert“. Darunter kommt jetzt das schwarz-weiße Foto ans Tageslicht. Beim Radieren sollte man an den Details vorsichtig sein und nur unter Zoom und minimalem Durchmesser des Radiergummis arbeiten. Wem das nicht reicht, der kann sich mit den verschiedenen Filtern des Programmes auseinander setzen. Hier können Fotos zusätzlich auf alt getrimmt werden, indem man sie etwas vergilbt und ein Rauschen hinzufügt. Beim Bearbeiten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Ein Bild auf „alt“ getrimmt! Adobe Photoshop macht’s möglich…

Nun möchte ich noch ganz kurz auf Bilder mit einem Selbstauslöser eingehen:
Ich fische des Öfteren mal alleine am See, um erstens meine Ruhe zu haben und da sich mir weitaus mehr Möglichkeiten bieten, meine Ruten zu verteilen. Doch das Problem ist meistens: Wie mach ich die Fotos, falls einer beißt?! Die Frage habe ich mir schon oft gestellt und gute Vorbereitung ist dabei das A und O! Das praktische wäre natürlich die Kamera gleich vor der Abhakmatte, auf einem Stativ in optimalem Winkel zum bevorstehenden Fang stehen zu haben. Doch wie ich das von mir so kenne, ist man am Wasser oft mit der Kamera unterwegs und hat sie stets gern in seiner Nähe, um bloß nichts zu verpassen. Zudem nehme ich bei Kurzsessions so wenig Tackel mit, wie nur irgendwie möglich. Somit bleibt das Stativ oft daheim. Meiner Meinung nach, ist das Allerwichtigste eine gute und sichere Abhakmatte, von der der Fisch, zum Zeitpunkt des „Kramens“ nicht runter rutschen kann. Die Sicherheit des Fisches sollte auch bei Kurzsessions nicht vernachlässigt werden! Liegt der Fisch einmal sicher in der „Wanne“, wird schnell die Kamera startklar gemacht. Diese stelle ich meist auf 2 iBoxen, da diese ohnehin mit dabei sind und dadurch keinen zusätzlichen Platz wegnehmen. Den Timer der Selbstlöserfunktion stelle ich auf 10 Sekunden, sodass ich Zeit habe, den Fisch in Ruhe von der Matte zu heben. Nach diesen 10 Sekunden, werden 10 Bilder im Sekunden Rhythmus gemacht. So habe ich auf Fisch schonende und vor allem schnelle Weise einige Bilder im Kasten, wovon immer welche zu gebrauchen sind. Man sollte also auch in Kurzsessions vorbereitet sein, und alles rasch zur Hand haben.


Tobias Seeber
Team Imperial Fishing

Dominic Geuther
Hallo liebe Expertenrunden Leser,

bevor ich anfange über das neue Thema “Filmen, Fotografieren, Bild + Video Bearbeitung” zu schreiben, bedanke ich mich kurz bei Jan Federmann, der mich zur Expertenrunde als ersten Gastschreiber eingeladen hat, damit auch ich meinen Senf dazu geben kann.

– Welche Fotokamera/Videokamera verwendest du?
Als erstes möchte ich erwähnen, dass ich für beide Zwecke nur eine Kamera benutze um Geld zu sparen. Ich habe für Fotos sowie für meine Videos die “Canon EOS 550D” Spiegelreflexkamera. Ich wollte nicht gleich zwei Mal Geld ausgeben, also brauchte ich eine Kamera die super Fotos schießt und zugleich aber auch HD Videos aufnimmt. Ich entschied mich für eine digitale Spiegelreflex Kamera, da diese Kameras dafür ausgelegt sind super scharfe Fotos zu schießen. Da bei der EOS 550D von Canon aber auch die Videoqualität nicht zu kurz kommt und in 720p sowie in 1080p HD aufnimmt und ich damit super Erfolge erziele, entschied ich mich zum Kauf. Spiegelreflexkameras sind meiner Meinung nach ein MUSS für jeden ambitionierten Karpfenangler der seine Fische und unvergesslichen Momente für immer festhalten möchte und sie sich später noch einmal ansehen will und der Nachwelt präsentieren möchte. Warum? Ganz einfach, mit den neuen DSLR-Kameras (aus dem engl. digital single lens reflex Kameras) ist es ein Kinderspiel super Fotos hin zu zaubern, wenn man sich erst mal eingearbeitet hat. Man kann ganz simpel im Automatisch-Modus fotografieren. In diesem Modus stellt sich die Kamera von selbst auf das Motiv ein. Sie stellt die Belichtung (ISO), die Tiefenschärfe, Belichtungszeit, evtl. den Blitz etc. von selbst ein. Um aber noch bessere Ergebnisse zu bekommen, gibt es noch mehrere verschiedene Modi wie zum Beispiel den Landschaftsmodus oder den Sportmodus für schnellere bewegte Motive, allesamt nennt man diese Programme „Halbautomatik“. Am liebsten aber fotografiere ich im Manuell-Modus [M], da dieser Modus es mir ermöglicht, meine Kamera genau darauf an zu passen, an das was ich vor habe zu fotografieren. In diesem Modus kann ich oben genannte Belichtung (ISO), Tiefenschärfe usw. alles selbst einstellen und verstellen um ein perfektes Foto zu knipsen. Wenn es zum Beispiel bei einer Naturaufnahme mal schnell gehen muss, bevor das Rotkehlchen wieder von den Ruten wegfliegt, fotografiere ich natürlich auch in einem vorgegebenen Modus, das ist ja klar. Abschließend möchte ich euch noch ans Herz legen, tagsüber ohne Blitzlicht zu fotografieren. Ohne Blitzlicht entstehen natürlichere Fotos und die Farben kommen natürlicher raus. Der Blitz verändert die Farben immer etwas und lässt Eure Gesichter oder die Haut vom Fisch immer etwas glänzen.

Bei diesem Bild hier fotografierte ich im Landschaftsmodus. Dieser Modus hebt Braun- und Grüntöne stärker hervor. Optimal für das präsentieren eines Fisches vor einem Busch

Kommen wir nun zu dem Videomodus meiner Kamera. Wie schon gesagt filmt sie in 720p HD und in 1080p HD. Man kann im PAL-Format und im NTSC-Format filmen. Ich filme lieber in NTSC, da dieses Format mir ermöglicht mit mehr Bildern pro Sekunde zu filmen. Bei 1080p HD filme ich mit wahlweise 30 oder 24 Bildern pro Sekunde. Ich filme aber lieber in 720p HD, denn dann bekomme ich ermöglicht mit 60 Bildern pro Sekunde zu filmen. Mit je mehr Bildern pro Sekunde man filmt, desto flüssiger läuft das Video. Ich finde das ist sehr wichtig, denn man möchte doch keine ruckelnden Aufnahmen, wenn man mal über den See schwenkt, oder? Jetzt denkt ihr bestimmt: „Aber in Full-HD bzw. 1080p HD erziele ich doch eine bessere Videoqualität.” Das ist schon richtig, aber es ist wirklich nur ein minimaler Unterschied zwischen 720p HD und 1080p HD. Dieser kleine Unterschied in 1080p HD zu filmen, ist es mir nicht wert auf die Hälfte der Bilder pro Sekunde bei meinem Video zu verzichten, denn 30 Bilder oder 60 Bilder pro Sekunde merkt man im Endeffekt schon sehr stark.
Außerdem werden die einzelnen Videoclips in 1080p HD natürlich auch größer (mehr Megabyte), was das schneiden und editieren der Videoclips mit einem langsameren schwächeren Computer vielleicht etwas erschwert. Auch im Videomodus gibt es den Automatisch-Modus und den manuellen Modus. Ich filme oft im automatischen Modus, da ich im manuellen Modus nur die Belichtung verändern kann. Leider fokussiert die Spiegelreflex nicht automatisch wie ein Camcorder. Aber auch da hat die Spiegelreflexkamera einen Vorteil, da sie meistens mehr Tiefenschärfe ins Bild bzw. ins Video bringen kann als ein Camcorder. Wie viel Tiefenschärfe man erhält, kommt aber auch auf das Objektiv und den Zoom an. Leider wird es oft etwas schwierig, sich selbst richtig und genau beim filmen und fotografieren zu fokussieren, wenn man keinen Kameramann mit am Wasser sitzen hat, der diese Aufgabe übernehmen kann. Dazu werde ich später aber noch etwas sagen und euch auch da Tipps und Tricks verraten.

– Welches Bildbearbeitungsprogramm/Videobearbeitungsprogramm ist dein Favorit?
Bevor ich meine Bilder bearbeite, schau ich mir sie auf dem PC an ob ich sie noch etwas zu schneiden muss. Wenn dies der Fall ist, mach ich das ganz einfach mit Rechtsklick, bearbeite in der Windows Fotogalerie. Danach importiere ich das Bild in “Adobe Photoshop Lightroom” um Kontraste zu verstärken, Vignetten zu ziehen oder einzelne Farben stärker aus dem Bild heraus stechen zu lassen. Mir gefallen nachbearbeitete Bilder einfach besser, als die “langweiligen” Fotos von der Kamera.
Natürlich sollte man seine Bilder nicht zu stark manuell nachbearbeiten. Das ganze sollte ja noch echt Aussehen und nicht zu künstlich. Mit dem Programm kann man was Farben und Kontraste angeht sehr viel an seinen Bildern arbeiten. Optimal für Fischfotos und Naturfotos. Allerdings kostet der Spaß auch ein wenig Geld. Die Vollversion bekommt man bei www.adobe.com für rund 129€. Wer sich das Programm zuerst mal ansehen möchte, kann sich auch die 30-Tage Testversion downloaden und sich später noch entscheiden ob er sich dieses Programm kaufen möchte oder nicht. Falls dies nicht der Fall sein sollte, gibt es auch kostenlose Programme wie z.B. “Gimp 2”.
“Gimp 2” benutze ich parallel zu Photoshop Lightroom auch noch, da man mit diesem Programm wieder andere Möglichkeiten hat seine Fotos zu bearbeiten. Dieses Programm ermöglicht es zum Beispiel Schriftzüge in seine Fotos zu schreiben, lässt einzelne Ausschnitte im Foto verblassen, verwischen oder ganz verschwinden. Des Weiteren kann man seine Fotos verzerren, vergrößern oder verkleinern und vieles mehr.

Hier könnt ihr mal den Unterschied zwischen einem bearbeitetem Foto und einem unbearbeitetem Foto sehen.

Als Videobearbeitungsprogramm benutze ich “Sony Vegas Pro 11.0”. Ich sage gleich, dass dieses Programm als Vollversion 542€ kostet, also nichts für den kleinen Geldbeutel. Wer sich dieses Programm trotzdem gönnt, macht auf keinen Fall was falsch. Mit diesem Programm gibt es fast keine Grenzen was Videobearbeitung und Schnitt angeht. Definitiv was für Profis! Natürlich werdet ihr auch billigere Programme finden, ich möchte jetzt aber keine nennen weil ich nur mit Sony Vegas Pro 11.0 Erfahrungen gesammelt habe und dieses Programm bisher auch mein einziges war und ich bis jetzt noch voll überzeugt davon bin. Was kann man mit diesem Programm machen? So ziemlich alles, um ein gutes Video auf die Beine zu stellen. Natürlich kann man seine Videoclips schneiden, es bietet zahlreiche Effekte um seine Videos zu bearbeiten wie Farbeffekte, Filmlooks, TV-Looks, Verzerrungen Spiegelungen, Vignetten, Kontraste, Sounds und vieles mehr. Wem das noch nicht reicht, der kann sich noch weitere Plugins dazu downloaden. Ich benutze noch “New Blue FX” und “Magic Bullet Arts” und “Magic Bullet Looks”. Mehr möchte ich jetzt nicht zu diesem Programm schreiben, da es einfach viel zu viel wäre. Wer sich mehr darüber informieren möchte, kann die Videoplattform www.youtube.com besuchen und sich dort Tutorials über dieses Programm ansehen und sich schlau machen.

– Welche Objektive verwendest du für welchen Zweck?
Zum einen und für fast alle Fälle benutze ich das Standart-Canon Objektiv “EF-S 18-55mm“. Mit diesem Objektiv fotografiere und filme ich alle meine Fische. Das Gute daran ist, dass es nicht sehr weit raus zoomt. Komplett zurück gezoomt, zoomt es 18mm raus. Optimal für Videos, bei denen man sich selbst aufnimmt. Somit muss man die Kamera nicht weit weg von sich stellen und der Ton wird nicht zu leise. Bei gezoomten Nahaufnahmen erhält man auch eine recht gute Tiefenschärfe. Ein optimales Allroundobjektiv. Dieses Bild vom Imperial Baits Carptrack inL + inP schoss ich mit dem Standartobjektiv von Canon.

Ich finde, dieses Objektiv bringt auch schon eine akzeptable Tiefenschärfe ins Bild.

Für weiter entfernte Aufnahmen wie z.B. fürs Filmen meines Spods, Vögel oder auch sehr extreme Nahaufnahmen benutz ich ein schon etwas älteres Objektiv von Sigma. Das “70-300mm”. Für normale Videoaufnahmen, wie das Halten von Fischen, kommt dieses Objektiv nicht in Frage, da es schon 70mm raus zoomt und man die Kamera somit recht weit von sich weg stellen müsste um zu filmen, wodurch der Ton leiden wird. Für Fotoaufnahmen von Fischen kann man dieses Objektiv aber verwenden, so erzielt man auch eine starke Tiefenschärfe und der Fänger + Fisch werden mehr in den Vordergrund gehoben und der Hintergrund verschwimmt.

– Tipps und Tricks bei Nachtaufnahmen
Jeder kennt es: Man fängt nachts einen guten Fisch und möchte Fotos und die Filmer unter euch ein Video vom Fisch. Aber es ist dunkel… Beim Foto dürfte niemand mit einer Spiegelreflexkamera Probleme bekommen. Einfach mit Blitz fotografieren. Filmen bei Dunkelheit gestaltet sich schon etwas schwieriger, da hat man keinen Blitz zu Verfügung. Ich habe immer 3 Taschenlampen am Wasser mit, um mein Motiv nachts zu belichten. Eine Lampe davon klebe ich mit etwas Panzertape auf meine Kamera, die direkt nach vorne aufs Motiv leuchtet (Not macht erfinderisch). Die 2 weiteren Taschenlampen stelle ich links und rechts neben der Kamera auf, die ebenfalls mein Motiv belichten. Wem das alles immer noch zu dunkel und zu wenig Licht ist, der kann sich richtige Videoleuchten kaufen. Die werden in jedem Fall genug Licht machen um euer Motiv genug zu belichten. Ab 100€ etwa bekommt man schon recht gute Leuchten.

– Tipps und Tricks bei Selbstauslöserfotos
Oft bin ich alleine am Wasser, fange einen schönen Fisch und möchte mich mit ihm ablichten. Dann brauch ich ein Stativ. Stative bekommt man schon recht günstig ab etwa 20-30 €. Man sollte darauf achten, dass sie schwer genug sind, oder man Gewichte dran hängen kann, dass die Kamera nicht umkippt. Dann muss noch der Selbstauslöser her halten. Alles kein Problem, ich stelle den Selbstauslöser auf 30 Sekunden ein, und dass er gleich 10 Fotos schießen soll. Somit war bis jetzt eigentlich immer ein gutes Foto dabei. Das Problem ist nur: Wie bekomme ich mein Bild scharf bzw. wie fokussiere ich mich ohne Kameramann? Da gibt es einen Trick. Dort wo ihr euch mit dem Fisch hinsetzt, stellt ihr kurz einen Eimer oder ähnliches hin, fokussiert diesen und holt ihn anschließend wieder weg und setzt euch genau dorthin, wo der Eimer stand. Schon habt ihr euch fokussiert. Wer kreativ ist, fotografiert seine Fische auch mal aus anderen Perspektiven, als von der Breitseite. Ich fotografiere meine Fische sehr gerne etwas seitlich, von hinten aus der Froschperspektive. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Diesen Fisch fotografierte ich mit dem Selbstauslöser und war kreativ und lichtete ihn gleichzeitig in der “Froschperspektive” ab. Mit ein bisschen Übung klappts!

– Spezialkameras
Wer seine Videos noch professioneller gestalten will, kann sich eine “Steadycam” kaufen. Das ist ein Schwebestativ. Der Kameramann hält dieses Schwebestativ an einem Greifarm und durch ein Kugelgelenk, welches sich in alle Richtungen drehen kann und Ausgleichgewichten am unteren Ende des Stativs ermöglicht es eine ruhige nicht verwackelte Kamerahaltung. Selbst wenn der Kameramann sich viel bewegt oder sogar läuft, wackelt das Bild nicht und das Video sieht aus, als würde der Kameramann mit der Kamera schweben. Solche Steadycams werden in Filmen verwendet. Taugliche Exemplare bekommt man ab etwa 300-400 €. So, das war es von mir und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Fotografieren und Filmen eurer Fänge und einzigartigen Momenten! Und natürlich „nur Digge!“

Dominic Geuther

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