Kurz vor der Laichzeit

Am vergangenen Wochenende zog es mich mal wieder ans Wasser. Das Wetter war super und im Hinterkopf dachte ich, dass die Karpfen sich kurz vor dem Laichen befinden und sicher noch ein wenig fressen würden. Perfekt vorbereitet war dann das Auto am Donnerstag schon beladen. Somit konnte ich Freitags ohne Zeitverlust direkt ans Gewässer fahren.

Erkundung vor Ort

Am See angekommen, verschaffte ich mir mit Hilfe meines iBoat 260 erst einmal einen kurzen Überblick. Gleichzeitig hielt ich Ausschau nach Fischen und vielversprechenden Spots für meine Ruten. Schon nach wenigen Minuten konnte ich die ersten Fische unweit einiger Seerosenfelder ausmachen. Meine Entscheidung der Platzwahl war also schnell getroffen.

Weniger ist mehr

Auf direktem Wege steuerte ich mein Boot zurück ans Ufer, um direkt meine Ruten startklar zu machen. Als Köder setzte ich auf einen einzelnen Pop Up aus unserer neuen IB Carptrack Mega.Krill Range mit nur sehr wenig Beifutter. Auf der anderen Rute kam ein einzelner 16er IB Carptrack Uncle Bait „The Pop Up“ zum Einsatz, welchen ich ca. 5 cm auftreiben ließ. Mein Gedanke bei dieser Art von Angelei war, dass die Fische so kurz vor der Laich sicher nur noch sehr wenig fressen und ich so den ein oder anderen vielleicht doch noch ans Band locken kann.

Gesagt – getan

Meine Ruten waren schnell einsatzbereit um ausgebracht zu werden. Die erste legte ich ziemlich nah und die zweite etwas weiter entfernt des Seerosenfeldes ab, um alle Tiefen abzudecken und auch vorsichtigere Fische ansprechen zu können. Der erste Abend brach an und ich bereitete alles vor um diesen auch genießen zu können, als plötzlich aus dem nichts die erste Rute ablief – Fullrun!

Ich sprang zu meinem Pod, nahm die Rute auf und steuerte mein iBoat 260 geradewegs dem Fisch entgegen. Nach einem eher unspektakulären Drill zeigte sich der erste schöne Fisch in den Maschen meines Keschers. Mit einem leichten Grinsen im Gesicht fuhr ich zurück ans Ufer um ein Bild von dem Fisch zu machen und ihn anschließend wieder in die Freiheit zu entlassen!

Die Fische waren da

Als der Fisch wieder im Wasser war und die Rute wieder auf dem Spot, legte ich mich auf meine Liege um die Nacht einzuläuten. Diese verlief für´s erste sehr ruhig. Lediglich ein paar Piepser verrieten eventuell fressende Fisch an meinen Spots. Den Piepsern folgte dann in den frühen Morgenstunden endlich der nächste Biss. Gleiche Rute – gleiches Spiel. Ab auf´s iBoat 260 und dem Fisch entgegen. Da auch dieser Fisch direkt nach dem Biss ins offene Wasser zog, war auch der Drill schnell gewonnen. Der zweite Fisch konnte sicher gelandet werden. Nach einer kurzen Fotosession konnte er dann auch direkt wieder zurück ins Wasser.

No Risk – No Fun

Da beide Fische auf die selbe Rute kamen, wollte ich meine Vorgehensweise etwas anpassen. Ich hatte leider nur noch bis in die Abendstunden Zeit um dies zu testen, aber dieses Risiko wollte ich eingehen. Nachdem ich einige Fische im Freiwasser springen sah, legte ich meine zweite Rute genau in diesem Bereich ab. Auch bei dieser Rute verstreute ich nur sehr wenige Boilies rund herum, in der Hoffnung, einen schnellen Biss zu bekommen.

Unverhofft kommt oft

Der Abend kam immer näher und ich rechnete eigentlich schon gar nicht mehr mit einem weiteren Fisch, als wieder aus dem Nichts mein Bissanzeiger ertönte! Mein Plan ging also auf, denn es war die Rute im Freiwasser – YES!!! Da weit und breit kein mir bekanntes Hindernis im Wasser lag und die Rute nicht allzu weit draußen lag, entschied ich mich dazu diesen Fisch von Land aus zu drillen. Bereits im Drill merkte ich, dass dieser Fisch kein kleiner sein konnte. Nach unzähligen Fluchten kurz vor dem Kescher gab er dann endlich auf und zeigte sich das erste Mal an der Oberfläche! Mein Gefühl täuschte mich nicht, es war ein massiver Schuppenkarpfen, der sich meinen IB Carptrack Mega.Krill Pop Up schmecken ließ! Überglücklich, dass der Fisch endlich auf meiner Matte lag, wog ich diesen schnell und schoss ein paar Bilder zur Erinnerung. Diese Tour hat mir absolut gezeigt, dass man mit ein wenig Glück auch Fische gezielt in ihren Aufenthaltsbereichen beangeln kann, man muss nur die Augen offen halten.

Viele Grüße
Philipp Ollmann
Team Imperial-Fishing Germany

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