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 Produktinformation 
Hersteller:  Carp-GPS Produkt:  Infos zu Carp-GPS (Detailliert)
Carp-GPS
4, 3, 2, 1 Meter - ich lege das Carp-GPS bei Seite und schon im nächsten Augenblick liegt die
Montage genau am richtigen Platz - meinem Hot Spot. Es ist dunkel, ich befinde mich exakt 260
Meter vom Ufer entfernt. Mit wenigen Tastendrücken gebe ich als neues Ziel den zuvor
abgespeicherten Standort meines Zeltes ein und fahre los. Schon nach den ersten Paddelschlägen
zeigt der große Pfeil auf dem Display die genaue Richtung an, in die ich fahren muss. Zudem hält
mich das GPS permanent auf dem Laufenden über die verbleibende Distanz sowie die Geschwindigkeit,
mit der ich paddele. Die zielgenaue Ankunft bestätigt das Gerät und verblüfft mich jedes Mal aufs Neue...

Was genau ist Carp-GPS, was kann es und wie setzt man es sinnvoll ein?
Ist es nur eine alternative Lösung für bestehende Hilfen, wie Marker oder Positionslichter oder
eröffnet es zudem völlig neue Möglichkeiten und trägt damit zur effektiveren Angelei bei?
Die große Frage wird sein: Ist es wirklich genau?!
Im Folgenden werde ich versuchen, bezogen auf ein besonderes Modell wie dem Carp-GPS von Lowrance,
all diese Fragen im Detail zu beantworten - sie dürfen gespannt sein!

GPS steht für "Global-Positioning-System". Es arbeitet mit bis zu 12 Satelliten gleichzeitig
(und in weiterentwickelten Versionen mit zusätzlichen Satelliten der US- Luftwaffe "WAAS"),
die permanent mit dem Gerät in Verbindung stehen. Das Gerät ist etwas größer als ein Handy und
damit handlich. Ein großes Display und relativ wenig Tasten (Multifunktionstasten) machen das
Gerät übersichtlich. Im Inneren befindet sich eine ausgefeilte Technik sowie eine
selbsterklärende Benutzeroberfläche, die von der Menüführung her an ein Handy erinnert. Die
grundsätzlichen Funktionen sind wie folgt: Neue Wegpunkte (Angelplätze - Hot Spots)
abspeichern (bis zu 1000) durch zweimaliges Drücken einer Taste (Schnellspeicherung) und
diese als Ziel ansteuern und jederzeit leicht wiederfinden. Der Wegpunkt wird durch exakte
Angabe von Grad, Minuten und Sekunden eindeutig fixiert. Somit ergeben sich alleine durch diese
beiden Möglichkeiten (Abspeichern und Wiederfinden) eine ganze Menge Nutzen für
Karpfenangler.
Das Carp-GPS mit Straßenkarten- und Gewässerkartenoption (MMC Steckplatz) zeigt immer und von jeder
Position den direkten Weg zum auserwählten und zuvor abgespeicherten Wegpunkt und ist deshalb
für die Benutzung auf dem Wasser prädestiniert, lässt aber zudem auch die detaillierte Navigation im Straßenverkehr zu, inkl. Informationsservice über Hotels, Tankstellen etc.

Marker ade?
Schon viele Male zog es mich nach Spanien an den Lake Caspe oder den Ebro bei Mequinenza. Im
Dezember 2002 das erste Mal mit GPS in der Tasche! Wir waren ausschließlich zum
Karpfenangeln angereist. Jetzt sollte die Praxis zeigen, wie sinnvoll GPS für Karpfenangler ist.
Mein erster Ausflug mit dem Schlauchboot wurde von Claude Valette, einem Freund der vor Ort lebt begleitet, der genau dann
Bescheid sagte, als ich mit dem Boot auf dem Platz war, an dem er in den letzten beiden Wochen
unsere Boilies gefüttert hatte. Einfach zweimal die "Savetaste" gedrückt und der
Platz war für alle Zeiten markiert. Mit dem Echolot schaute ich mir den Untergrund dann
genauer an und sah die von Claude beschriebenen Merkmale - es ist u. a. 10 Meter tief. Als ich
den Punkt abspeicherte, meldete das GPS "gespeichert als Nr.1" (mein erster Wegpunkt also). Man hat die
Möglichkeit, diesen mit bis zu 20 Buchstaben genauer zu benennen (z. B. Ebro Mequ 01 10 M).
Irgendwann werde ich Hunderte von Wegpunkten in Dutzenden von Gewässern abgespeichert haben und
dafür brauche ich ein geeignetes persönliches System, um die Übersicht zu bewahren. Die
betreffenden Merkmale, die ich mit dem Echolot am entsprechenden WP vorfinde, notiere ich mir wie
z.B. "Kante von 1 auf 3 Meter" oder "größere Fläche mit hartem Boden". Zudem schreibe ich die
Fangergebnisse dazu - vielleicht entwickelt er sich zu einem Hot-Spot...!
Die "Nearest"-Funktion bietet die Möglichkeit, den zum momentanen Standort nähesten
abgespeicherten Wegpunkte aufzurufen. Somit ergibt sich eine automatische Gruppierung, die
selbst viele Hundert WP übersichtlich machen. Das Carp-GPS bietet eine hervorragende Annäherung bis zu einem halben Meter
an jeden zuvor abgespeicherten Platz. Bei der Navigation zu einem Zielpunkt ist es wichtig,
eine gewisse Grundgeschwindigkeit zu haben (leichtes paddeln ist absolut ausreichend), um
zuverlässige Infos vom GPS zu bekommen.

Kompassrose im GPS
Für mich erscheint die Kompassrose als die beste der Möglichkeiten, einen Spot genau
anzufahren. Hierzu folgt man einfach dem großen Pfeil im Display, der bei genauer Zielfahrt immer
nach oben zeigt. Beginnt der Pfeil in eine andere Richtung zu drehen, korrigiert man entsprechend
die Fahrtrichtung, bis er wieder genau nach oben zeigt. Zudem teilt das Gerät zu jeder Zeit die
exakte Geschwindigkeit und verbleibende Distanz in Metern zum Ziel mit. Was will man mehr?

Ist GPS genau?
Heute schon! Nach Aussagen einiger Händler noch vor vielen Jahren,
als ich mich das erste Mal für GPS interessierte, sei eine Genauigkeit von +- 20-30 Metern
(im schlechtesten Fall sogar bis 50 Meter!) gewährleistet. Dies hänge damit zusammen,
dass die US Amerikaner aus Sicherheitsgründen absichtlich Störsignale (SA Code) senden!
Ich kann sie beruhigen, mit Beginn des neuen Jahrtausends sind diese abgestellt und folgende
Praxis zeigt sich bei der Benutzung heutzutage:
Meine Wegpunktnummer "46" befindet sich an einem großen See, an dem ich zuvor eine Kante von 3 auf
5 Metern mit dem Echolot lokalisiert hatte und mit Carp-GPS abspeicherte. Ich fahre nun mit dem
Schlauboot, Echolot und GPS auf diesen Punkt zu. 5, 4, 3, 2 Meter noch. Ich vermindere meine
Geschwindigkeit. Mein Blick wandert auf das Display des Echolotes - ich treibe noch ca. 1-2
Meter und die Wassertiefe fällt von 3 auf 5 Meter! Das ist mein Spot, die Montage geht in die
Tiefe, ich füttere noch zwei Hände Boilies und fahre zurück. Bei Tag bedarf es für die
Rückfahrt keine Hilfe des GPS, aber bei Nacht und vor allem bei Nebel hat man auch hier einen
gewaltigen Vorteil. Mit einem leichten Schmunzeln erinnere ich mich in diesen Momenten an die
Nebelirrfahrten der vergangenen Zeiten, als wir uns durch Zurufen orientieren mussten und nur mit
größter Mühe unser Zelt wiederfanden. Dieser Sicherheitsfaktor von GPS ist nicht zu unterschätzen.

Großflächige Spots
Bei großflächigen Spots, bei denen es nicht auf den allerletzten Zentimeter Genauigkeit ankommt, kann
man sich getrost nur auf das GPS verlassen, ohne überhaupt ein Echolot mitzunehmen. Im Hinblick auf
das Verbot von Echoloten in Verbindung mit dem Angeln an vielen Gewässern dürfte diese Tatsache
bei sehr vielen unter Ihnen Neugier hervorrufen.

Schnell und sicher
Zielgenaue Fahrten bei dichtestem Nebel war bereits die erste Hilfe, die bisher nicht
alternativ zufriedenstellend zu ersetzen war. Wie aber sieht es mit den vielen Kurztrips an nicht
zu weit entfernte Gewässer aus, an denen man gelegentlich nur eine Nacht verbringt und erst
mit der Dunkelheit am Platz eintrifft? Rute aufstecken, Boilie aufs Haar, bekannten WP als
Ziel eingeben und schon kurze Zeit später liegt die Montage goldrichtig. Rute 2 - 4 (wenn
erlaubt) das gleiche Schema und vorbei sind die Zeiten, dass man evtl. Stunden damit verbringen
muss, um bekannte Spots weit draußen im Gewässer im Dunkeln wieder zu finden. Also selbst wenn die
Sonne schon untergeht und die Dämmerung beginnt, kann man beruhigt mit dem Auto zu seinem Platz fahren... .

Überblick bewahren
Sie werden sich eventuell fragen, wie es um die Übersicht bestellt ist, wenn man mehrere Ruten an
neue Plätze auslegen möchte aber keine Bojen zur Orientierung hat? Genau das ist eine weitere
Möglichkeit, die das Carp-GPS bietet. Den letzten neuen Wegpunkt (Angelplatz) lasse ich bei neuer
Spotsuche als Ziel eingegeben, um immer informiert zu sein, wie weit ich von ihm entfernt
bin und in welcher Richtung er sich befindet. Bin ich der Meinung, dass mindestens 50 Meter Abstand
zum nächsten Platz sein sollte, so ist nichts leichter als diesen Mindestabstand einzuhalten!
Zudem bietet die Plotterfunktion (Übersichtskarte mit Zoomleistung und Bewegungsanzeige) zu jeder
Zeit einen Überblick über die abgespeicherten Punkte eines Gewässers und die gefahrene Strecke.
Zwei Spots in unterschiedlicher Entfernung, aber gleicher Flucht, wären fatal und können damit
verhindert werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, die zuvor gefahrene Strecke exakt und mit allen
evtl. Kurven wieder zurückzufahren. So lange man diesen Plottrail nicht löscht - auch Jahre später!

Bei neuen Gewässerabschnitten ist es sinnvoll, sich von den Positionen eventueller Erhebungen
(Mauer, Plateau, Rinnen etc.) ein genaueres Bild zu machen und sie auch erst einmal zu lokalisieren!
Mit sehr vielen H-Bojen (die aber leider alle gleich aussehen und keinen Rückschluss auf die
Tiefe zulassen und zudem mit viel "Arbeit" verbunden sind, währe das zwar machbar, aber mit
Carp-GPS geht das viel leichter. Eine Zickzackfahrt über das Gewässer und bei jeder
markanten Erhebung zweimal die "Savetaste" drücken, um den Platz abzuspeichern. Kurz die
Tiefe bezüglich des neuen Wegpunktes notieren und weiter fahren. Am Ufer (Zelt) angekommen, erkennt
man dann mit der Plotterfunktion eine evtl. Linie von Erhebungen, die auf eine Mauer oder
langgezogene, schmale Sandbank hindeutet...!

Koordinaten zusammen nutzen:
Sie haben einen neuen Platz gefüttert und wollen sich die Arbeit und den Ansitz mit einem Freund teilen? Geben sie die Koordinaten doch einfach Ihrem Angelpartner per Tel. oder e-mail weiter. Im Handumdrehen hat er sie auf seinem GPS gespeichert und wird auf dem selben Fleck weiter füttern....!

Distanzinformationen
Von jedem Ort und zu jedem Zeitpunkt bietet das Carp-GPS die Möglichkeit, Distanzen zwischen zwei
x-beliebigen Wegpunkten abzufragen. Dies kann in den unterschiedlichsten und zum Teil schon
beschriebenen Situationen nützlich sein. Ein weiterer Pluspunkt ist das exakte Ausreizen der
vorhandenen Schnurkapazität. Einmal die Rolle auf dem Gewässer leergezogen, weiß man auf
Tastendruck, wie viel Meter Schnur man auf der jeweiligen Rolle zur Verfügung hat. Wenn man nun
an einem großen Gewässer die Spotsuche in extremen Distanzen durchführen möchte, gibt es in
keinem Fall die böse Überraschung, dass man für den auserwählten Spot evtl. gar nicht genügend
Schnur auf der Rolle hat.

Besonderheiten von einfachen oder älteren GPS-Geräten bezogen auf das Karpfenangeln:
Bei einfachen oder älteren Geräten sollte man den Bildschirm nicht mehr beachten sobald man am
imaginären Spot angekommen ist und die aktive zielgerichtete Fortbewegung einstellt. Entweder
man legt die Montage sofort ab oder checkt noch mal, falls vorhanden, den markanten Platz mit dem
Echolot (Kante etc.). Eine Ungenauigkeit je nach Navigationskunst von einigen Metern (5 bis 10 m)
kann damit immer der Fall sein. Das Gerät ist nahezu unbrauchbar, wenn man sich langsam
treibend (unter 1 bis 2 km/h) z. B. durch Wind oder Strömung fortbewegt, was bei uns
Karpfenanglern sehr oft vorkommt. Die eingebaute, einfache Positionsglättung in diesen älteren GPS
Geräten ist dafür verantwortlich.
Erklärung: Da zu jeder Zeit ein Durchschnittswert von bis zu 12 Satelliten
errechnet wird, ist die Positionsglättung bei langsamer Bewegung notwendig, da sonst selbst bei
absolutem Stillstand irrtümlicherweise permanent Bewegungen angezeigt werden würden. Die zur
Verfügung stehenden Satelliten und Software geben nicht mehr her!
In diesen Fällen zeigt das Gerät teilweise für einige Meter keine neuen Daten und springt dann
von z. B. 2 auf evtl. über 10 Meter um. Auch der Navigationspfeil wird damit erst
aktualisiert. Das GPS hatte also erst in dieser Situation seine neue Position sicher mitgeteilt.
Zu beachten ist diese Besonderheit bei einfachen oder älteren GPS Geräten auch beim
Abspeichern von Wegpunkten. Hatte man sich bei den letzten Metern der neuen Spotsuche nur sehr
langsam bewegt, so kann es sein, dass man die Koordinaten des zuletzt aktualisierten Wertes
abspeichert und somit von der vertretbaren Toleranz des GPS weit entfernt ist! Bei der
ersten durch GPS unterstützten Spotsuche wäre man dann sicherlich enttäuscht, wenn man vergebens in
wenigen Sekunden auf das Abfallen oder Ansteigen der Kante wartet.

"WAAS"- Satellitenunterstützung bei Carp-GPS
Das neue Carp-GPS von Lowrance ist diesem Problem begegnet und arbeitet zusätzlich mit Satelliten
der amerikanischen Luftwaffe und einer weiterentwickelten Software. Man nennt
das "WAAS" - dies wird auf dem Display angezeigt sobald sich das Carp-GPS bei den entsprechenden
Satelliten eingeloggt hat. Die Folge sind wesentlich genauere Informationen auch bei
langsamen Bewegungen.

Carp-GPS hat bei mir bisher in allen Situationen Bojen ersetzt und bringt fast täglich neue Vorteile für das Karpfenanglen und den Alltag zum Vorschein. Es ist ein absolut effizienter Nutzen mit Carp-GPS – und das ohne jegliche weitere Nutzungsgebühr, so oft sie wollen.
Eine Sache, auf die ich mich jetzt schon freue ist der nächste Herbst, in dem sehr viele
französische Stauseen abgelassen werden. Zu Fuß und mit Carp-GPS "bewaffnet" werde ich die
markanten und sonst nicht direkt sichtbaren Plätze (Plateaus, Muschelbänke, Rinnen etc.)
ablaufen und als WP abspeichern. Es wird ein Leichtes sein, alle Plätze auch im nächsten Jahr
sicher wiederzufinden, wenn der See wieder voll ist und genau dort die Karpfen ihr Futter suchen
und u.a. meine Boilies finden werden.

Einsatz vorgezogen
An einem französischen Stausee, der wegen Hafenarbeiten 14 m abgelassen wurde, konnte ich
dies sogar schon Ostern 2003 durchführen und freue mich jetzt schon darauf, wenn der
Wasserstand wieder normal ist...

Notieren sie sich unbedingt die Koordinaten Ihrer wichtigsten Wegpunkte, um bei Verlust Ihres
Gerätes nicht eventuell jahrelange Arbeit zu verlieren, die Ihnen niemand ersetzen kann!

Carp-GPS bietet individuell betrachtet noch eine Vielzahl weiterer Anwendungen und Vorteile. Zudem
werden die integrierten Max-Carp-Spots (Frankreich und Deutschland) vielen eine große
Hilfe sein um dem Traumfisch zielgenau entgegen zu fahren. Diesen fangen müssen Sie selber, aber Sie können gewiss sein, dass er nicht all zu weit entfernt ist...!
Aber genug für heute - viel Spaß und viel Erfolg mit Carp-GPS!

...and now get the big one out!
max nollert

max nollert (C) 2003 - Alle Rechte vorbehalten

 Carp-GPS
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