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Experiment Stormsure – DAS FINALE Part 2
in zwei geteilte Boote werden mit Stormsure wieder einsatzbereit!

Kurzer Rückblick: Wir zerschneiden Boote!
Wir brauchen Boote und zwar in möglichst schlechtem Zustand! Über unsere Abwrackaktion für Schlauchboote hat sich allerhand angesammelt, nicht immer waren diese Boote jedoch mit Löchern übersät. So kamen wir auf die Idee zwei ganz besondere Challenges zu entwerfen…

Sehe im folgenden Video die zwei absoluten Härtefälle für STORMSURE in unserer Rubrik – Das Experiment! Ebenfalls erhältst Du einen kurzen Einblick in das Innere eines Hochdruckluftbodens und das Innere eines Schlauchboottubes inklusive Erklärung zur Trennwandmembran zwischen den einzelnen Kammern.

WIR ZERSCHNEIDEN BOOTE – JETZT AUF YOUTUBE ANSCHAUEN!

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Stormsure „Das Experiment“
von Patrick Huber

Meine Herausforderung war das komplett in der Mitte zerschnittene Allroundmarin Joker 320 Schlauchboot wieder zusammen zu kleben – YEAH!

Material das ich zur Verfügung hatte:
– Die zwei Bootshälften, der angeschnittene Hochdruckluftboden sowie sämtliches Zubehör
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– 250ml Dose Klebstoff „Stormsure
– 2 Fläschchen Beschleuniger, wenn’s schnell gehen muss
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Der erste Eindruck war erschreckend, herausfordernd und interessant zu gleich!
Im Vorfeld hatte man sich schon so seine Gedanken gemacht, wie man das Boot instand setzen könnte. Was aber beim näheren betrachten der Angelegenheit und besonders dem störrischen Material in letztendlicher Ernüchterung endete.
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Ort der Reparatur sollte die Garage meiner Eltern werden. Platz, Wetterbeständigkeit und gleichbleibende Lichtverhältnisse ermöglichten es nach ein wenig Fahrzeit, auch die Stunden nachdem die Kinder im Bett waren zu nutzen. Größter Schwerpunkt war die Zeit, da ich durch fehlende Informationen zum Beschleuniger, lieber auf den Einsatz von diesem abgesehen habe. Ich nutzte den Klebstoff vorerst in seiner puren Form aus der Dose!
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Den Kleber gibt es heute in der praktischen 15g Tube! Diesen würde ich für gewöhnliche Reparaturen immer bevorzugen, da das Aufbewahren des Klebers in einem angebrochenen Behältniss schwierig ist. Wie bei allen Kleber ist die Austrocknungsgefahre relativ groß. In einer Tube kann man den Lufteinschluss besser ausschließen.
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Reparatur des Hochdruckluftbodens
Nach einiger bzw. viel Zeit des „Brainstormings“ ging es nun zur Tat. Es wurde Platz geschaffen und letztlich mit dem so einfach erscheinenden Luftboden begonnen.
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Ich schnitt die Fasern, welche den Boden in seiner Form halten durch, um Platz zu bekommen für den 70mm breiten Flicken, den ich innen anbringen wollte.

Hier sieht man den großen Einschnitt und die Fasern, welche oberes und unteres Bodenmaterial zusammenhalten. Das sorgt dafür, dass sich der Boden wie ein Brett verhält und sich nicht wie ein Balon auseinander wölbt.
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Als erstes klebte ich mit purem Stormsure einen Flickmaterialstreifen von innen an.
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Danach ein weiterer Flicken von außen
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Das Ganze wurde mit Holzlatten und Steinen beschwert
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Nach einer Nacht aushärten, befüllte ich den Boden – Luft hält!
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Was würde ich im Nachhinein anders machen?
Da gibt es so einiges: ich hätte die Fasern versucht zu erhalten und den Inneren Flicken lieber kleiner gewählt. Den Klebstoff mit Beschleuniger (Ethylacetat aus der Apotheke) verdünnt und die Flächen auch mit diesem aktiviert! Dies aktiviert die Oberfläche und sorgt für mehr Klebekraft.

Warum hätte ich dies getan?
Die Auswölbung durch den fehlenden Halt der Fasern wäre geringer bis fast gar nicht gewesen und der Faktor Zeit sowie Klebstoffverbrauch hätte sich minimiert.

Hier sieht man die Auswölbung des oberen Flickens
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Auch auf der anderen Seite des Hochdruckluftbodens gibt es durch die fehlenden Fasern, welche normalerweise für den Zusammenhalt sorgen, die Wölbungen.
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Als Endprüfung erfolgte das aufpumpen auf den Betriebsdruck von 0,6 Bar, sowie das ab pinseln der Flicken mit Seifenwasser. Der Boden wurde dann aufgepumpt gelagert und der nächste Morgen abgewartet, um zu sehen ob sich die Luft auch wirklich hält. Zur bösen Überraschung war am nächsten Tag der Luftdruck im Inneren des Bodens sehr weit abgesunken.

Woran lag es?
Der Flicken war ja dicht… Also auf an die Arbeit, aufpumpen und den kompletten Boden mit Seifenwasser abpinseln und siehe da, ca. 10-15 kleine Nadel große Löcher zierten die Seiten und Nähte des Luftbodens.
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Patchless repair – flicken ohne Flicken!
Diese Löcher wurden mit dem Kugelschreiber markiert, die Luft des Bodens abgelassen und Stormsure unverdünnt direkt aus der Dose aufgetupft.
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Schön zu sehen, wie transparent Stormsure nach dem trocknen wird…
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Ein Tag später…
Alles trocken, super Optik, also ran an die Pumpe. Wieder alles mit Seifenwasser ab gepinselt… dicht! Boden bei Seite 24 Stunden gewartet und siehe da Druck ist geblieben. Somit Reparatur Teil 1 beendet – Stormsure sei Dank!
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Wie man sich sicherlich denken kann, habe ich nicht nur eine Sache gemacht sondern immer versucht, so gut es geht, parallel zu arbeiten.
Die schwierigste Sache musste als nächstes angegangen werden – die Luftschläuche, Luftkammern, Tubes wie auch immer man es nennen möchte. Wenn man so will das Herzstück eines Schlauchbootes!

Die Entscheidung fiel in der Überlegung auf einen inneren sowie äußeren Flicken. Hört sich leichter an als es in der Umsetzung ist…
Das „A“ und „O“ dieser Sache ist das genaue zusammenfügen beider Seiten, um nicht nachher aus einem super Schlauchboot ein Bananenboot zu machen 🙂
Ich entschloss mich dafür den Boden vorerst mit Klebeband zu fixieren und die beiden Tubehälften so gut es geht möglichst mit null Luftspalt zusammenzufügen. Dafür wurden die Tubes mit ihren markanten Verbindungsstellen flach aufgelegt und mit einem extra langen und 70mm breiten Flicken Stück für Stück zusammengefügt. Bis der Umfang komplett verklebt war vergingen mindestens 3 Arbeitsschritte verteilt auf 3 Tage. Trockenzeit inklusive!

Als erstes die passenden Flickenstreifen für Innen und Außen zurecht schneiden
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Alles wurde gerade anlegen und mit Klebeband und Steinen fixieren
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Dann den ersten Flicken Innen aufkleben:
Ich raute die zu verklebende Fläche sowie den Flicken von der Klebeseite mit 120er Sandpapier an. Ich reinigte und aktivierte im Anschluss die Klebeflächen mit dem Beschleuniger. Nach kurzer Ablüftzeit wurden der Flicken sowie die Klebefläche des Tubes mit Stormsure eingepinselt. Vor dem Zusammenfügen beider Klebeteile, sprühte ich noch die Fläche mit etwas Wasser ein und fügte die beiden Klebeteile zusammen. Zur Beschwerung dienten wieder die Rasenkantensteine 🙂
Da Stormsure mit Wasser aushärtet, dient es Stormsure ebenfalls als Beschleuniger!
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Der Innere Flicken sitzt!
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Die weiteren Schritte des Tubes:
Der Wunschgedanke nachdem verkleben des Inneren Flickens sei der Tube schon dicht, wurde binnen von Sekunden beim aufpumpen zu Nichte gemacht. Da der Klebstoff meiner Meinung nach seine größte Stärke im puren Zustand und beim austrocknen an der Luft hat, entschied ich mich vorab die eine Schicht Stormsure von außen über die Naht aufzutragen und trocknen zu lassen.
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mit Hilfe des Beschleuniger aktivierte ich erneut die „Dichtnaht“, obwohl sie bereits eine Nacht getrocknet war. Dieser Schritt gewährleistet, dass der äußere Flicken sich mit der darunter liegenden Schicht optimal verbindet. Es folgte ein weiterer Flicken von außen. Nach einer Nacht trocknen… Lufttest: Siehe da, alles perfekt und dicht!
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Was würde ich nächstes Mal anders machen?
Auch hier wieder mit Beschleuniger arbeiten! Sowohl als Aktivator, Reiniger, Verdünner und Klebfestigkeits-Beschleuniger. Etwas Wasser mit eine Sprühflasche vernebelt, auf und neben der Klebestelle verteilt, bringt ebenfalls bessere und schnellere Aushärtung des Klebers.

Die Verklebung des schwarzen Bootsboden im Inneren, gestaltete sich recht simpel. Alles passte unverkennbar wie ein Puzzleteil zusammen. Ich richtete es aus, trug den Klebstoff auf und fixierte den Flicken.
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Die nächsten und auch letzten Schritte „zum Glück“ :-), waren das aufpumpen und die abschließende Druckkontrolle, nach über 24 Stunden. Ein paar kleine Luftlöcher galt es noch abzudichten, mit purem Stormsure kein Prolbem!

Dann die umlaufende Leine, welche ebenfalls durchtrennt war, wieder reparieren…
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Die Leine wurde ganz unspektakulär an beiden Enden in Beschleuniger gesteckt und danach mit Stormsure versehen. Unter dem Druck von 2 Steinen ließ ich sie aushärten. Sie saßen danach „bomebenfest“ zusammen, waren optisch allerdings kein Hingucker mehr. Ich entschloss mich die Stellen mit schwarzem Isolierband zu verschönern.
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Der eigentliche Schnitt im Luft Kiel wurde parallel zum flicken der Tubes instandgesetzt. Ein exakt passendes Verbindungsstück aus PVC wurde von Innen verklebt.
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Nach ausreichender Trockenzeit wurde ein Flicken rund um den Umfang des Kiels verklebt. Der äußere Flicken wurde noch zur Sicherheit rund um den gesamten Umfang mit purem Stormsure versiegelt.
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Die Luftdruckkontrolle
Vor der 24-Stunden-Luftdruckkontrolle wurde das gesamte Boot mit Seifenwasser im aufgepumpten Zustand ab gepinselt. So konnte ich noch eventuell vorhandene Löcher lokalisieren und danach mit Stormsure eliminieren. Es wurden keine Löcher gefunden!
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Ich entschied mich noch dazu im aufgepumpten Zustand eine Dicht- und Verbindungsnaht zwischen Flicken und Tube-Außenhaut aufzutragen. Dies führte zum totalen abdichten gegen Wasserunterwanderung des Flickens. Für diese Klebenaht aktivierte ich mit dem Beschleuniger die Klebefäche und strich den Klebstoff mit einen 10mm breiten Pinsel entlang der Ränder dünn auf.
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Nach erfolgreicher 24-Stunden-Druckkontrolle ohne nennenswerten Luftverlust, wurde alles zum Probeaufbau im Garten vorbereitet. Das Boot wurde montiert und erneut aufgepumpt. Danach folgte eine kleine Fotosession…
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Die „Jungfernfahrt“ auf dem Sollnitzer See war nun das letzte Ziel 🙂
Am Sollnitzer See angekommen, ging es auch recht flink zur Sache. Das Wetter war traumhaft, ein goldener Herbsttag wie er im Buche steht…

Wie nicht anderst zu erwarten, hielt das Boot der Jungfernfahrt stand!
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Stärken von Stormsure:
– dauerelastisch
– Patchless repair
– farblos
– extrem vielseitig einsetzbar (verklebt unterschiedliche Materialien)
– gut und einfach zu verarbeiten
– ausgehärtet exzellente Festigkeit
– Feuchtigkeitsaushärtend
– UV Beständigkeit

Schwächen von Stormsure:
– flüssig daher nicht ideal modellierbar
– Lösungsmittelhaltig (Geruchsbelästigung)
– relativ lange Trockenzeit, was aber der Elastizität zu gute kommt!
– Feuchtigkeitsaushärtend ist Vor- aber auch Nachteil (anschließende Aufbewahrung von Restkleber)
– Gast sehr stark aus in Verbindung mit Beschleuniger, der transparent Effekt ist dadurch hinfällig
– Nach Anbruch einer Tube am besten im Kühlschrank lagern um ein Aushärten zu verhindern

Zeitaufwand gesamt: mit Dokumentation ca. 4-5 Stunden täglich
Learning by doing, der Umgang mit dem Klebstoff als auch seine Eigenschaften und deren Veränderbarkeit, ließen sich nur durch ein erproben bzw. durch Versuche am Objekt optimal ermitteln.

Meiner Auffassung nach hat Strosmure seine besten Eigenschaften, wenn die Klebefläche angeraut, mit dem Beschleuniger (Ethylacetat aus der Apotheke) vorbehandelt bzw. aktiviert wird und der Klebstoff pur aufgetragen wird. Bei Patches oder Flicken sind beide Klebeflächen zu reinigen/aktivieren, anschließend mit Klebstoff einzustreichen, mit etwas Wasser die beiden Klebeflächen bestäuben, den Flicken aufsetzen und unter Anpressdruck etwa 12 Stunden aushärten lassen.

Bei Stellen an denen Wert auf Optik gelegt wird und ohne Patch (Flicken) gearbeitet wird, kein Wasser direkt auf den Klebstoff sprühen oder Beschleuniger benutzen, da die hohe Anreicherung von Feuchtigkeit bzw. das künstliche Beschleunigen zu einem sehr starken ausgasen von Kohlendioxid im Klebstoff führt und so der optische Effekt des Transparenten, durch die vielen hundert Bläschen zu Nichte gemacht wird.

Ich bedanke mich bei Max Nollert und seinem Team für das entgegengebrachte Vertrauen und für das stets offene Ohr oder Auge bei aufgekommenden Fragen/Problemen.

Mit freundlichen Grüßen aus Dessau
Patrick Huber

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VIDEO:
Das Experiment Stormsure – Reparatur eines zerteilten Schlauchbootes


Florian Halle

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