Update 14.02.11
Update mit Daniel Hermann – Spring Action, Hervé Cellard – 27,7kg Fisch, Andraz Tursic – Winter time, Fekes Janos – Winter Fischen, Philipp Resch – neu im Team, Luka Blazic – cold water carping, Alexis Riem – big fish video, 3. Expertenrunde mit Jan Federmann, Daniel Hermann, Philipp Resch und Rene Rex

Welcome to a new Carp-GPS Update

Heute haben wir viele Winter bzw. frühe Frühjahrsberichte, in denen sicher der ein oder andere Tipp für euch zu finden ist. Die dritte Expertenrunde, geführt von Jan Federmann, befasst sich mit dem Thema rund ums Boilierollen. Gerade für unerfahrene und Neueinsteiger sehr interessant zu lesen. Außerdem möchten wir den sehr engagierten Philipp Resch als neues Teammitglied bei Imperial Fishing begrüßen. Er leistet seit langer Zeit gute Arbeit vor allem im Hintergrund von Imperial Fishing. So haben wir ihm z.b. viele Produktbilder zu verdanken, sowie die sorgfältige Bearbeitung von Kundenmails und natürlich immer wieder klasse Newsbeiträge.

Um auch noch die letzten kalten Tage zu überstehen habe ich für euch ein 20 min langes Video über meine letzten Süd-Frankreich Trips im Jahre 2009 und 2010.

This is a 20mins Video about my last holidays in south france. Its not a show with a lot of music, there are only funny „outtakes“ and no professional cut! Enjoy it and visit www.carpscent.de for news about my new projects in 2011

Cassien Outtakes 2009-2010 from Julian Jurkewitz on Vimeo.

break the spring!
Julian Jurkewitz

Daniel Hermann
Spring Action

Die ersten warmen Sonnenstrahlen erwärmen das Wasser, die Vegetation beginnt langsam im gewohnten grün zu erstrahlen. Die Zugvögel kommen zurück in das sich wärmende Deutschland. Der restliche Schnee, welcher noch den ein oder anderen schattigen Flecken ziert hat keine Chance, er verschwindet!
Der Frühling ist angebrochen nicht nur meteorologisch sondern auch gefühlt! Die Vorboten des Frühlings, die Schneeglöckchen sprießen in voller Pracht. Die Laune in einem selber steigt kontinuierlich und lässt den Drang ans Wasser zu gehen in einem aufleben. Den Winter hindurch tat es durchaus gut, soziale Verpflichtungen zu pflegen und neue Kraft für die kommende Saison zu tanken. Habe ich es doch im vergangenen Jahr all zu oft übertrieben.

Die ersten beiden kurzen Session liegen schon hinter und ich konnte die ersten zwei Fische im winterlichen Kleid über die Maschen des Keschers führen. Keine Riesen aber was zählt schon bei eisigen Temperaturen die Größe der Fische? Jeder winterlich gefangene Fisch ist ein Zeugnis der richtigen Vorbereitung. Hat man die Standplätze der Karpfen gefunden, das richtige Futter eingesetzt ist es nur eine Frage der Zeit, bis einer am Haken hängt. Oft sind die Standplätze der Fische, tiefere, schlammige bzw. die krautigen Bereiche des Gewässers. Da die Fressphasen sehr kurz sind und sich oft nur auf wenige Minuten beschränken kommt ebenso der Faktor Glück hinzu.

Die ersten Tage bzw. Wochen nach der Eisschmelze gepaart mit starkem Südwind sind meiner Erfahrung nach die Besten im Frühjahr. Da mag das Wasser auch noch so kalt sein, durch den neuen Sauerstoffeintrag ins Gewässer verfallen die Karpfen kurzfristig in einen wahren Fressrausch.
Jetzt sollten wir auf hoch wasserlösliches Futter setzen. Ebenso bin ich davon überzeugt, dass dem visuellen Reiz unserer Köder mehr Beachtung geschenkt werden muss. Es ist bekannt, dass die Sehkraft von Karpfen bei kaltem Wasser abnimmt! Carptrack Osmotic Spice Boilies 16mm stellen für mich einen optimalen Frühjahrsköder dar. Durch den zügigen Aromaaustausch durch das „Osmotische-Prinzip“ und die Verwendung wasserlöslicher Mehle ein absoluter Trumpf im Ärmel. Nach wenigen Stunden im Wasser werden die anfangs dunkelgelben Boilies hellgelb wie Mais, was sich wie oben beschrieben, dem Auffinden der Köder durch den Fisch nur fördernd darstellt!

Deutlich zu sehen, nach nur 30 Minuten färben sich die Carptrack Osmotic Spice Boilies hellgelb.

Die Fische bewegen Sich wenig, der Stoffwechsel ist auf ein Minimum heruntergefahren, die kalten Wassertemperaturen lassen die Fische dahinvegetieren deshalb sollten wir auf eine maximale Lockwirkung unter minimalem Futtereinsatz setzten. Oft genügen gecrushte Boilies im PVA-Säckchen welche am Haken eingehängt werden. Maximal noch eine handvoll Freebaits in kleinem Radius um den Hakenköder. Große Futterplätze würden die Fische zu schnell sättigen, vor allem wenn man wie ich nur wenige Stunden Zeit hat um erfolgreich zu sein.
Was mir im letzten Dezember noch gute Fische brachte ist die Erhöhung der Flavourmenge, nicht wie empfohlen mit 3-6 ml pro Kilo, sondern 10-15 ml. benutzt man Fertigboilies, können diese auch in einem Eimer Nachgeflavourt werden indem man einfach einige Milliliter über die Boilies gibt! Das am Besten schon einige Tage vorher, dass die Baits die Flüssigkeit aufnehmen können. Einen weiteren Tipp lest ihr hier:

Ein meiner Meinung nach absolut wichtigstes Additiv zur Erhöhung der Lockwirkung der Köder ist Betain. Wichtig ist nur die Verwendung des richtigen Betains. Das nachweislich wirksame Carptrack Betain, das N-Trimethylglycin gibt mir nochmals zusätzliches Vertrauen in meine Köder. Diese Aminosäure hat eine hohe Anziehungskraft auf Karpfen und wird in der Futtermittelindustie in diversen Futtersorten eingesetzt um eine schnellere Akzeptanz zu erreichen. Vor allem jetzt im Frühjahr ein deutlicher Signalgeber unserer Köder.
Das die Köder das Carptrack Betain aufnehmen können und sich nicht nach einigen Minuten gelöst hat, sollten wir die Köder kurz in kochendes Wasser geben, anschließend in eine verschließbare Tüte. Dann das Betain und ggf. den oben erwähnten Flavour darüber geben. Nach einem Tag ist das komplette Betain sowie die Flavourflüssigkeit vom Boilie aufgesogen und einsatzbereit! Hier nochmals vielen Dank an Ken Townley für den wertvollen Tipp in der Berichteserie: Questions Everyting im Carp Mirror.

In anbetracht der recht kleinen bzw. zentrierten Futterplätze kürze ich mein Vorfach auf 6-12 Zentimeter um den Fisch sofort nach Köderaufnahme zu haken. Die Fische werden sozusagen dazu getrimmt am Grund zu bleiben um zu fressen, da wir zentriert füttern und somit keine weiten Strecken zum nächsten Köder zurück gelegt werden muss. Kleine und somit scharfe Haken der Größe 8 bis 10 sind in Kombination mit 16 mm Boilies optimal.

So genug geschrieben, jetzt geht’s raus ans Wasser..

Kleine Haken sind scharf und Haken die Fisch recht zuverlässig. Vor allem in Tagen an welchen sich die Fische wenig bewegen ist ein absolut scharfer Haken von Vorteil.

Die Hakenköder noch im Carptrack Amino DIP Osmotic Spice einige Tage eingelegt.

Schnelle und effektive Lockwirkung durch Betain
Carptrack Osmotic Spice Boilies in unterschiedlichen Größen sowie Carptrack Betain

Etwas Wasser zum kochen bringen

Die Boilies für ca. 20 Sekunden in das kochende Wasser geben. Die Oberfläche kann nun das
später hinzugefügte Carptrack Betain besser aufnehmen.

Zügig Abschütten

Nun die noch heißen Boilies in eine verschließbare Tüte füllen und eine Löffel Carptrack Betain
hinzufügen und gut vermischen.

Den Beutel gleich wieder verschließen, sodass die Boilies das gelöste Betain aufnehmen können.
Am besten schon einen Tag vor dem Angeln vorbereiten, sodass die Boilies die komplette Flüssigkeit inkl. Betain aufgesogen haben.

Daniel Hermann
Team Imperial Fishing

Hervé Cellard
Haute – Rhone 27,7kg auf Carptrack Monster-Liver Boilies 16mm gepimpt mit Liquid + Powder Paste

Hervé Cellard

Andraz Tursic
Winter Time

Boring winter and sunny weather forecast made me decide to go to the lake Vogerscek. I’ve chosen a combination of Carptrack Monster’s Paradise Boilies and Carptrack Osmotic Spice Boilies. I’ve use the new Carptrack Explosiv Stickmix and Carptrack Amino Pellets 15mm in PVA System. Results were surprisingly good for this time of year and IB again shows it’s quality.

Here are some photos:

Andraz Tursic
Team Imperial Fishing Slowenien

Fekes Janos
Winter Fischen

Tamás Csörgõ sendet uns noch folgenden Videolink:
Imperial Baits Rollservice

Fekes Janos
Team Imperial Fishing Ungarn

Philipp Resch
unterstützt Team Imperial Fishing Germany!

Vorstellung
Mein Name ist Philipp Resch. Ich bin 17 Jahre alt und komme aus dem fränkischen Raum. Im Alter von 6 Jahren kam ich das erste Mal mit einer Angel in Kontakt. Damals angelten wir, mein Freund der mich zum Angeln brachte und ich, an einem kleinen Weiher in unserer Umgebung. Er zeigte mir alle gängigen Angelmethoden, die es so gibt. Im Alter von 10 Jahren erwarb ich dann endlich den Jugendfischereischein und ich zog wieder öfters los. So fischte ich dann einige Jahre lang auf alles, was man so in den Weihern fangen konnte.

Im Winter 2003 erfuhr ich von meinem Verwandten, dass er schon seit über 15 Jahren auf Karpfen mit Boilies angelt. Er fragte mich ob ich nicht mal Lust hätte im Frühjahr mit rauszugehen. Ich hatte schon viel über die Karpfenangelei in diversen Fachzeitschriften gelesen, doch so richtig beangelt habe ich die Karpfen noch nie. Über das 1. Mai Wochenende im Jahr 2004 war es dann soweit. Er montierte mir ein Boilievorfach und ein 120g schweres Grundblei und ich warf das ganze ziellos in den Fluss. Bereits einige Stunden später gab mein Bissanzeiger einige Töne von sich. Unwissend, was da gerade passierte, nahm ich die Angel in die Hand und kurbelte sie einfach ein. Nachdem ich bemerkt hatte, dass die Rute sich mächtig bog und irgendetwas am anderen Ende der Leine zappelt, war ich sprachlos. Das ganze Szenario habe ich heute noch vor Augen. Solche Momente vergisst man eben nie!
Nach einer halben Stunde war der Karpfen endlich an Land. Ich staunte nicht schlecht, was da im Kescher lag. Mein erster Boiliekarpfen brachte es auf 16,5kg. Wahnsinn! Mein Verwandter konnte es ebenfalls nicht glauben, da er über 10 Jahre gebraucht hat, bis er einen Karpfen jenseits der 15kg Marke fing. So entwickelte sich das im Laufe der Zeit mit der Boilieangelei bei mir und ich habe sehr vieles über die letzten Jahre erlebt und daraus gelernt.

Irgendwann kam ich dann auf die Seite von Max Nollert und verfolgte wöchentlich die NEWS. Im Winter 2004 las ich dann, dass Max die Firma „Imperial Baits“ gründet. Ganz ehrlich, zuerst war ich ein wenig skeptisch. Im Jahr 2005 auf einer Hausmesse konnte ich mir dann erstmals ein Bild von den Boilies und den dazugehörigen Additiven machen. Als ich damals die Produktpalette Live sah, merkte ich schnell, dass diese Baits anders sind als diese, die ich bis dato gefischt habe.

Im Laufe des Jahres bestellte ich dann einige Boilies und war sehr über deren Fängigkeit in den Gewässern, die es bei uns gibt, erstaunt. Im darauffolgenden Jahr besuchte ich mit meinem Vater die Firma Imperial Baits und so lernte ich Max näher kennen. So nahm alles seinen Lauf und ich freue mich, bei einer der wohl bekanntesten und größten Baitfirma Europas mitwirken zu dürfen!

Anbei noch ein kleines Video:

Vorbereitung für´s Karpfenangeln 2011 from Philipp Resch on Vimeo.

Philipp Resch
Team Imperial Fishing

Luka Blazic
cold water carping

I went fishing in the begining of february, only for one day, but I managed to catch first fish of 2011. It came in shape of one small common carp. I was using Carptrack Monster’s Paradise Boilies topped with plastic corn stoper. I also made stickmix from crushed Monster’s Paradise boilies and Carptrack Monster’s Paradise Amino Dip.

Luka Blazic
Team Imperial Fishing Slowenien

Alexis Riem
mit grandiosem Video über die Big Fish Session 2010

Die dritte Imperial Baits Expertenrunde mit Daniel Hermann, Philipp Resch, René Rex und Jan Federmann

Herzlich Willkommen bei der neuen Ausgabe der Imperial Baits Expertenrunde. Heute in der dritten Expertenrunde behandeln wir das Thema Boilierollen und alles was zu diesem ganzen Gebiet dazu gehört. Drei Auserwählte Mitschreiber und ich präsentieren Euch, worauf es bei uns beim Boilierollen ankommt und was wir mit den Jahren gelernt haben und experimentiert haben. Dabei gehen wir genauer auf das Thema Konservierer ein, behandeln das Gebiet der verschiedenen Flavour und Additive und wie wir unsere Boilies Lagern und welche kleine Tipps&Tricks wir sonst noch so auf Lager haben.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und hoffe der ein oder andere kann was aus dieser sehr interessanten und vielseitigen Expertenrunde lernen.

Grüße Jan

Jan Federmann
Nach meiner kleinen Einleitung, will ich nicht mehr großartig Worte verlieren und gleich mit dem Thema beginnen. Was für mich schon von Anfang an wichtig ist, ist die Lagerung meiner Mixe. Da ich das Glück habe und einen ganzen Kelleraum zu Verfügung habe, lagere ich dort meine Boiliezutaten, Boiliemixe und das ganze andere Fischfutter (Partikel, Pellets, Boilies). Dort herrscht im Winter wie im Sommer die gleiche Temperatur und Luftfeuchtigkeit, außerdem habe ich keine Sonneneinstrahlung, welche die Temperatur verändern könnte. Warum das so wichtig ist? Man muss beachten, dass viele Boiliezutaten und Boiliemixe Inhaltstoffe habe, die anfällig gegen Klimatische Änderungen sind. Wie bei normalen Lebensmitteln. Jedoch wenn alles kühl, trocken und ohne Sonneneinstrahlung sicher gelagert wird, sind sie meist ewig Haltbar. Zur Sicherheit habe ich mir ein kleines Klimamessgerät dazu gestellt und kann somit immer alles gut kontrollieren.

Und wenn wir schon bei der Lagerung sind, komm ich gleich zur Lagerung meiner frisch gerollten Boilies. Seit ich mit dem Karpfenangeln angefangen habe, rolle ich meine Boilies selbst. Meist mit dem Rollbrett oder mit der Rollmaschine meines Kumpels. Nach dem rollen und kochen lasse ich meine Boilies 2-3 Tage trocknen. Auch hierbei ist zu beachten, dass sie keiner hohen Feuchtigkeit oder Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden dürfen. Sonst werden sie wegen der Feuchtigkeit nie richtig trocken oder wegen der Sonne trocknen sie zu schnell aus und bekommen Risse. Ich lagere sie entweder in einem schattigen Eckschen im Garten oder falls es mal nicht ein extremer Stinkerboilie sein sollte, auch mal im Keller. Hierzu habe ich mir einmal selbst ein Gestell gebaut, worauf sich super die Boilies trocknen lassen. Man kann auch ganz normale Gemüsekisten nehmen, wie man sie beim Bauer oder so bekommt.

Oder was auch sehr praktisch ist, sind solche „Hängenetze“ wie man sie bei IKEA bekommt. Dort finden allerdings nur 2-3 Kilogramm Boilies Platz, aber man kann sie sehr gut an Decken oder Pfosten aufhängen.

Die Lagerung ist nun schön und gut, aber wie mache ich meine Boilies länger Haltbar? Dies ist zum Glück auch kein Hexenwerk mehr. Ich mach es ganz einfach und verwende flüssigen Konservierer Carptrack Stabil it Liquid. Da werden sich bei den meisten bestimmt schon die Nackenhaare stellen und sofort denkt man dabei an bitteren oder brennenden Beigeschmack der Boilies und die Fische merken den Konservierer und stoßen die Boilies ab. Dies mag ja gut sein, wenn man vor zig Jahren den ersten erhältlichen Konservierer verwendet hat. Aber auch in diesem Sektor ist die Forschung und Entwicklung nicht stehen geblieben, denn der heutige Konservierer ist unvergleichbar mit dem damaligen. Ich kann mit ruhigen Gewissen sagen, meine Boilies bekommen keinen bitteren oder brennenden Beigeschmack und werden von den Fischen genau so gefressen wie unkonservierte Boilies. Es ist einfach noch ein altes Gerücht was in den Köpfen der Boilieroller schwirrt, dass flüssiger Konservierer einfach schlecht ist. Ich verwende meist 50-70ml auf 10-11 Eier. Somit brauch ich mir dann keine Gedanken machen, dass mir meine Boilies bei einer längeren Session oder einer längeren Aufbewahrung schimmeln. Ein positiver Nebeneffekt beim der Verwendung von Carptrack Stabil it Liquid ist, das der Boilieteig sich einfacher abrollen lässt. Er wird geschmeidiger und der Teig lässt sich besser verarbeiten. Seit ich bei Imperial Baits angefangen habe, vertraue ich dem Stabil´it als Konservierungsmittel voll und ganz.

Jedoch gibt es da noch einen Konservierer, der natürlicher und unauffälliger nicht sein kann. Carptrack Liquid & Carptrack Powder haben ebenfalls eine Haltbarkeitswirkung auf die Boilies. Dies erkannte ich eigentlich aus reinem Zufall, als ich mir für einen Angeltrip meine selbstgerollten Boilies damit bearbeitete. Jedoch fiel dieser Angeltrip ins Wasser und ich vergaß meine unkonservierten, aber mit Liquid/Powder bearbeiteten Boilies im Eimer. Nach über 4 oder 5 Wochen entdeckte ich diesen vergessenen Eimer und ich erwartete schon eine neue Zucht von Schimmelpilzen. Doch als ich den Deckel abnahm staunte ich nicht schlecht, wie am ersten Tag sahen die Boilies noch aus und keine kleine Spur von Schimmel. Auch ein paar Freunde machten die gleiche Entdeckung. Ich erklärte mir das ganz einfach so. Die Boilies waren sehr gut getrocknet und nahmen beim Kochvorgang dank dem BPS nicht so viel Wasser auf. Die Liquid/Powder Schicht dient dann wie eine Schutzschicht vor Feuchtigkeit und die restliche Feuchtigkeit die aus dem Boilies heraustritt wird aufgenommen und trocknet in dieser Schicht einfach mit ein. Leider bin ich da kein so genauer Experte, aber für mich die logischste Erklärung.

Ohne Konservierer dank Liquid/Powder trotzdem haltbar.

Eine andere Variante ist das Haltbarmachen mit Salz. Dies verwendete ich früher, aber bin nun ganz davon abgekommen. Es ist zwar auch eine einfache und schnelle Methode Boilies wirklich sehr lange Haltbar zu machen, gerade für längere Angeltrips. Der positive Nebeneffekt ist auch, dass die Boilies noch etwas an härte dazu gewinnen. Aber ich bleibe lieber bei meinem normalen Stabil it.
Ich verwendete meist 500gr Salz auf 2kg Boilies.

Nun genug geschwätzt über Lagerung und Haltbarkeit selbstgerollter Boilies und zurück an den Anfang. Denn bevor man irgendwas Haltbar macht, müssen die Boilies erstmal gerollt werden. Es gibt viele verschiedene flüssige und pulverartige Zusätze, die man zu seinen Boiliemixen hinzufügen kann. Flavour, Essential Oils, GLM Full-Fat blend, Betain, Sweetner, Liquids, Booster und was es eben noch so alles gibt. Jedoch bin ich nicht der große Fan von allen Zusätzen. Für mich ist Mix als Basis überhaupt das wichtigste! Meist kommt nur etwas Flavour hinzu und das war es dann auch. Mein Lieblingsmix (Carptrack Fish Mix) enthält schon GLM und Robin Red, somit muss ich dies nicht extra hinzufügen. Jedoch noch als kleiner Tipp. Wer Betain oder Carptrack Aminoc Acid Complex beim Boilierollen verwenden möchte, dem rate ich das Pulver unter den Mix und NICHT in die Eimasse einzumischen. Im Mix verteilt es sich viel besser, als in der Eimassen. Denn wenn man den trocken Mix zur Eimasse hinzufügt, bündelt sich Betain auf eine Gewisse Menge. So haben am Ende nicht alle Boilies einen Betain Anteil, sondern nur eine Gewisse kleine Menge und das dann auch noch in einer zu hohen Dosis.

Ich bin der Meinung, dass ein guter Mix das wichtigste ist. Die ganze Spielerei mit Flavour usw. ist einfach nicht mein Ding. Ich diskutiere gerne darüber und habe auch schon einiges ausprobiert, aber im Endeffekt halte ich es doch gerne einfach und unkompliziert.

Oft werde ich auf Messen gefragt, worin der Unterschied zwischen einem Flavour und einem Essential Oil liegt. Die meisten Flavour bestehen aus einer Basis von Ethyl Alkohol und Propylen Glycol. Diese Basis gewährleistet, dass der Flavour bei jeder Wassertemperatur arbeitet und sich somit verbreitet. Propylen Glycol verbessert sogar bei manchen Stoffen die Löslichkeit. Um es einfach auszudrücken, Flavour kann man zu jeder Jahreszeit verwenden, da sie aus einer Alkoholbasis bestehen, die sich bei jeder Wassertemperatur verbreitet und nicht verklumpt. Wie der Name schon sagt, besteht die Basis der Essential Oils aus einer Öl Basis. Dies arbeitet und verbreitet sich wieder anders unter Wasser. Zwar sind bei kälteren Wassertemperaturen diese Öle nicht von Vorteil, sind aber keine Aussage, sie nicht bei kälteren Temperaturen zu verwenden. Die Wirkung von Essential Oils find ich sind viel intensiver als von Flavour. Eine Testphase die noch am Laufen ist und wir gewisse Öle überdosieren wollen wir noch herausfinden, welche Wirkung eine Überdosierung haben kann. Dazu aber ein anderes Mal mehr.

Noch ein kleiner Tipp am Rande. Carptrack NHDC lässt den Karpfen wahrlich das Wasser im Munde zusammenlaufen. Aber dazu schreiben Philipp Resch und René Rex mehr. Diesen Sweetner verwende ich in allen Sorten von Mix, egal ob fischig, fruchtig oder würzig. Auch zur äußeren Behandlung der Boilies sehr, sehr gut geeignet!!!

NHDC ist 1800mal süßer als Zucker!!!

Was in letzter Zeit immer mehr im kommen ist, ist das sogenannte „Ei-Ersatzpulver“. Dies wird von verschiedenen Herstellern Angeboten, hat jedoch einige Nachteile was die Löslichkeit der Boilies betrifft. Ich bevorzuge nach wie vor stink normale Eier!

Was auch eine ziemlich häufige Frage ist, ob man einen fruchtigen Flavour einem Fischmix beifügen kann/soll/darf. Diese Frage beantworte ich eigentlich immer wieder gleich: „Ja, man kann dies natürlich tun“. Man darf die Geschmäcker der Karpfen nicht mit den menschlichen vergleichen. Klar schmiert sich keiner Nutella auf ein Lachsfilet, aber bei den Karpfen darf man einfach so nicht denken. Hierbei sind den Variationen und Kreationen keine Grenzen gesetzt. Sieht man ja ebenfalls bei dem Carptrack ELITE Strawberry Mix. Die klassische Frucht/Fisch Kombination und sie schlägt ein wie eine Bombe!

Und nun zum letzten Kapitel meines Beitrags, Tipps&Tricks. Was Allgemein beim Boilierollen sehr wichtig ist, dass man sauber arbeitet. Die Gerätschaften die man hierzu verwendet sollten sauber sein und am besten auch gleich nach der Verwendung gereinigt werden. Was ich schon seit ein paar Jahren sehr gerne mache ist meinen Boilies andere Formen zu geben.

Ob Würfel, Rechtecke oder nur Kissen-Boilies, alles hat schon gefangen. Gerade eine andere Form weckt oft Interesse bei den Karpfen und sie schöpfen nicht so starken verdacht wie bei den üblichen und am häufigsten verwendeten RUNDEN Boilies. Auch an steil abfallenden Kanten bleiben solche Boilieformen viel besser liegen. Verschiedene Formen sind auf jeden Fall mal ein Versuch Wert. Wie man auf diesem Bild erkennen kann, sind die Seiten dieses Boilies „offen“ und nicht „gepresst“ wie bei herkömmlichen abrollen. Somit tritt die Wirkungsweise der Boilies viel schneller ein.

Damit beende ich meinen Teil der Expertenrunde und wünsche Euch noch viel spaß beim weiterlesen.
Grüße Jan – „The Expertenrunden Maker“

Daniel Hermann
Vorab wünsche ich allen NEWS-Lesern ein gesundes und hoffentlich erfolgreiches Jahr 2011.
Oh je.. Ich und Boilies rollen. Ich glaube es gibt keine Beschäftigung, die ich ungerner mache als das. Im Winter, wenn die meisten ihre Boilievorräte für die kommende Saison auffrischen, mache ich lieber andere Dinge, wie Skifahren oder Besuche bei der großen Verwandtschaft. Schon seit einiger Zeit lasse ich meine Mixe von einem Bekannten abrollen. Der hat die Maschinen sowie die Technik dazu um meine paar Kilos die ich pro Saison brauche an einem Tag abzurollen. Absolut praktisch. Ich schicke ihm mein Paket mit Mixen sowie den dazugehörigen Flavour sowie Additiven hin, mache eine kleine Excel-Datei, wie ich die Boilies abgerollt haben möchte (Größe, Form, Menge der Zusätze usw.) und eine Woche später stehen meine fertigen Baits wieder vor der Haustüre. Absolut praktisch und Zeitsparend und das auch noch für ein paar wenige Euros. Doch ab und an, wenn ich was neues Ausprobieren möchte, stelle ich mich auch mal hin und rolle meine „Versuchsköder“ im Keller. Seien es die wenigen Kilos welche ich für meine Winterangelei benötige, welche durch die extra Zugabe von wasserlöslichen Inhaltsstoffen wie Vitamaelo, Betain oder Carptrack Squid-Liver Mehl die ich dann auch noch mit der doppelten Menge an Aroma rolle oder die steinharten Hookbaits für den Sommer, die ich mit einem extra an Eggalbumin abrolle.
Aber wie gesagt, das kommt eher seltener vor. Meist überlege ich mir im Winter meine Strategie fürs nächste Jahr. Demzufolge lasse ich meine Boilies rollen.

Worauf ich aber großen Wert lege sind die unterschiedlichen Größen der Köder. 16, 20 sowie 24 mm sind mittlerweile Standard geworden. Ich möchte nicht, dass sich die Fische auf meinen Futterplätzen an eine Größe gewöhnen. Füttere ich mit diesen drei Größen an, verwende ich meist einen 20 mm Boilie am Haar. Auch durch das zusätzliche Gewicht des Hakens, wird der Fisch so nicht misstrauisch. Eine andere Methode um „leichte“ Hakenköder herzustellen ist, den letzten halben Kilo des Teiles noch ein paar Löffel „Glass-Bubbles“ beizufügen. Dieses feine Mehl wird normalerweise in der Modellbaubranche verwendet. Durch die auftreibenden Eigenschaften der Glasperlen, erhalte ich einen federleichten Hakenköder. Super um critically-balanced Präsentationen die förmlich ins Karpfenmaul fliegen herzustellen. Gerade diese Hakenköder eignen sich hervorragend um auf Kraut oder im tiefen Schlamm zu fischen. Gerade das sind Plätze die von anderen Anglern gemieden werden. Derartige Plätze haben mir schon einige dicken Fische gebracht! Hierbei muss man je nach Mix experimentieren, denn je nach Inhaltsstoffen kann die Menge der zu verwendeten Glasperlen variieren.

Auf Konservierer verzichte ich in meinen Ködern gänzlich. Da ich meine Köder immer vakkuumiere und anschließend einfriere, benötige ich keine Haltbar machenden Mittel. Wobei die heutigen Konservierer wie der Carptrack Stabil it Liquid keinen bitteren Beigeschmack in den Baits hinterlassen verzichte ich lieber darauf! Selbst bei längeren Trips ins Ausland oder an die heimischen Gewässer, halten meine zuvor vakuumierten sowie gefrorenen Boilies einige Wochen aus.

Durch die heimische Gastronomie meiner Eltern komme ich zum Glück in den Genuss eines absolut tauglichen Vakuumiergerätes. Hiermit kann ich mehrere Hundert Kilo Boilies in einer halben Stunde luftdicht verpacken. Meist mische ich alle Größen und Formen der Boilies in einem großen Zuber um sie anschließend in 2 Kilo Tüten zu verschweißen. Eine absolut super Aufbewahrungsmethode, da man die flachen Beutel in der Gefriertruhe platzsparend stapeln kann.

Zum Thema Flavour: Aroma ist bei mir ein MUSS. Ob Flavour meinen Boilies mehr Lockwirkung verleiht, kann ich nicht sagen er gibt mir aber Vertrauen und das ist bei meinem Angeln mit unter das Wichtigste. Wobei, Flavour auf Ethylalkoholbasis, welcher sich auch bei kaltem Wasser gut aus den Ködern wäscht, steiget sicherlich die Lockwirkung. Anders wiederum bei Aromen auf Ölbasis. Hierzu würde ich im Winter nicht raten. Öl löst sich ganz einfach bei kaltem Wasser schlechter aus dem Köder. Ethärische Öle, wie das neue Carptrack Garlic Essential Oil oder Carptrack Black Pepper Essential Oil sind aber im Winter ebenso einen Versuch wert da diese Art Öl nicht klumpt.
Flavour unterstreicht aber den Geschmack des Köders. Vor allem bei größeren Futterkampagnen meiner Meinung nach ein Wichtiger Aspekt. Durch die Zugabe von Flavour gibt man seinen Ködern einen „eigenen unverkennbaren Geschmack“ woran sich die Fische erinnern.

Um die Attraktivität meiner Köder zu steigern benetze ich meine Futterboilies immer vorab mit wasserlöslichen Additiven wie z.B. mit Carptrack Liquid AMINO, Carptrack inL sowie Carptrack inP.

Durch die Behandlung in nachhinein werden keine wichtigen Aminosäuren im Kochwasser verkocht. Alles Gute bleibt vorhanden und behält somit seine natürliche Attraktivität. Am besten benetzt man seine Boilies schon einige Zeit vor dem Angeln, so bildet sich durch die Verwendung der oben genannten Zusätze eine sich langsam lösende Kruste um die Köder und wirkt somit Instant sowie lang anhaltend. 10 ml inL sowie 10ml Liquid Amino pro Kilo Boilies über die Köder geben, schütteln und schließend ca. 20 Gramm InP sowie etwas Carptrack Betain darüber und wieder schütteln. Das Ganze dann ein, zwei Tage stehen lassen und ab und zu nochmals durchschütteln. Fertig.

Mit unter das wichtigste in meinen Ködern ist Carptrack NHDC. Dieser Sweetner ist extrem stark und gibt dem Köder schon durch geringe Dosierungen einen süßen Geschmack. Seien es Tiegernüße, Mais, Hanf oder Weizen, überall kommt bei mir NHDC mit ins Einweichwasser. So ziehen die Partikel schon beim Vollsaugen mit Wasser das NDHC mit auf. Sollte ich kein NHDC in meinen Boilies verwendet haben, kann man dies auch nachträglich zu den Boilies geben indem man das NHDC mit dem Liquid Amino oder InL mischt. In meinen Dip´s sind auch immer ein paar Tropfen NHDC.

Benetzt mit Liquid Amino und Carptrack Explosiv Stickmix

Zum Schluss noch zwei kleine Tipp um eine zügige Instantwirkung eurer Köder zu erhalten. Kocht mal die Hälfte eurer Köder nur kurz an. Die äußere Schicht der Boilies ist hart, der Kern aber noch weich. Diese Köder lösen sich sehr schnell auf und verleihen dem Futterplatz eine schnelle Lockwirkung. Vor allem bei kalten Temperaturen, wenn die Fische wenig fressen vorteilhaft. Nach einigen Stunden liegen keine Köder die sättigen mehr am Grund! Ebenso lohnt es sich mal ein paar Kilo seines Mixes nur mit Wasser und ein paar Additiven anzurühren, zu rollen und ungekocht zu trocknen. Die „Boilies“ welche eigentlich keine Boilie sind lösen sich extrem schnell.
Was sich auch lohnt ist eure verwendeten Boilies zusammen mit den Partikeln schon ein, zwei Tage vorher zu mischen. Die Boilies nehmen den Gärungssaft der Partikel schnell auf. Vor allem ist Tiegernußschleim ein super Attraktor, vor allem wenn NHDC im Wasser verwendet wurde!

Mit dem richtigen Futter angelt es sich entspannter.

So das war es von meiner Seite. Ich hoffe ich konnte euch ein paar hilfreiche Tipps geben um eure Köder zu pimpen, auch wenn ich nicht der große „Selbstroller“ bin sondern lieber arbeiten lasse.

Viel Erfolg im neuen Jahr 2011 wünscht Euch
Daniel Hermann

Philipp Resch
Hallo liebe Leserinnen und Leser der 3.Expertenrunde, zuerst einmal wünsche ich Euch ein frohes Neues Jahr, viel Gesundheit und natürlich viele Big Ones! Für die 3. Expertenrunde hat sich Jan ein sehr Interessantes Thema, passend zu der Jahreszeit, ausgesucht, nämlich Boilierollen. Der Winter ist ideal, um sich am Wochenende in die Hexenküche zurückzuziehen und an neuen Mixen zu arbeiten, bzw. die Mixe etwas verfeinern, um ihnen das gewisse Etwas zu verleihen. Ich möchte Euch nun einen kleinen Einblick in meine Boilieküche geben und euch einige Tipps geben, wie ich beim Rollen vorgehe.

Boilietackle
Zu aller erst sollte man sich die Frage stellen: Wie viel Kg Boilies brauche ich im Jahr? Demnach richtet sich auch das Equipment, das zur Boilieherstellung benötigt wird. Benötige ich nur ein paar Kg´s im Jahr, darunter verstehe ich 20-30kg Boilies, dann reichen ein paar Boilieroller, um mit verschiedenen Größen arbeiten zu können, eine druckluftbetriebene Gun mit einem Fassungsvermögen von ca. einem kg Teig, eine Küchenmaschine und eine Friteuse, bzw. einen kleinen Dämpfer. Doch auf das Thema Friteuse und Dämpfer möchte ich später eingehen.
Braucht man mehr als 30kg Futter pro Jahr, sollte man mit den Gedanken spielen, sich eine Boiliemaschine mit Auswechselbaren Walzen, eine Baitgun mit großem Fassungsvermögen, einen Teigkneter und eine Dämpfer zuzulegen.
Ich persönlich gehöre zu der 2. Gruppe. Deshalb verwende ich eine große Teigknetmaschine, in der ich ca. 5kg Mix auf einmal anmischen kann. Dazu eine große Baitgun mit einem Fassungsvermögen von ca. 3,5kg Teig. Auf eine Boiliemaschine verzichte ich, da so eine Maschine viel Platz wegnimmt und meistens zu sperrig ist. Daher verwende ich die Boilieroller in verschiedenen Größen von 16mm bis 35mm, die es bei uns im Shop gibt. Ich hatte schon einige Boilieroller im Test, doch diese haben mich am meisten überzeugt, da sie aus einem Stück gegossen sind und somit nicht in den Rillen, wie es bei anderen Boilierollern üblich ist, hängen bleibt. Auf diese Weise kann man einfach, schnell und vor allem Runde Boilies herstellen. Doch um runde Boilies herstellen zu können, muss die gelbe Düse richtig zugeschnitten sein. Zwar sind auf den Düsen Skalen eingezeichnet, doch meistens muss man noch ein wenig herumexperimentieren um wirklich runde Boilies herstellen zu können. Viele werden sich denken: „Wenn sie nicht ganz so Rund sind, auch egal“…. Für diejenigen, denen es Erlaubt ist, mit dem Boot anzufüttern, trifft diese Aussage zu. Doch wenn man keine Boote einsetzen darf, muss man zum Wurfrohr greifen. Hier ist es dann wichtig runde Boilies zu haben, um sie auch auf Distanz anfüttern zu können.
Im letzten Jahr habe ich mir einen Dämpfer gekauft, da meine Boilies, die ich pro Durchgang rolle, komplett in den Dämpfer reingehen und ich dadurch Zeit spare. Während die Knödel im Dämpfer vor sich hin garen, kann ich den nächsten Teig anmischen.

Vorne rechts im Bild sieht man die Teigknetmaschine. Mit dieser kann ich bis zu 5kg Mix auf einmal anmischen. Auf dem Tisch steht ein Boilieroller, der sofort eingesetzt werden kann. Hinten auf dem Tisch liegen noch andere Boilieroller in verschiedenen Größen bereit. Links im Bild der neue Monster Paradies Mix mit Carptrack Bloodworm Flavour und Carptrack Garlic Essential Oil . Oben auf dem Regal stehen neben sämtlichen Flavour noch einige Liquids, wie z.B. Carptrack Liquid AMINO, Carptrack inL und Carptrack Liquid
Der Monsters Paradise Mix in der Teigknetmaschine.

Boilies kochen oder Dämpfen?
Lange Zeit hatte ich eine Friteuse, um darin meine Boilies zu kochen. Doch seit Letztes Jahr habe ich einen Dämpfer, in den ca. 9kg Boilies reingehen. Die Vorteile eines solchen Dämpfers liegen klar auf der Hand. Einerseits erlaubt uns der Dämpfer, größere Mengen an Boilies auf einmal zu dämpfen. Dies wäre mit einer Friteuse nicht möglich, da man mindestens 4-5 Friteusen bräuchte, um ca. 9kg Boilies zu kochen. Anderseits bleiben beim Dämpfen der Boilies wichtige, bzw. wasserlösliche Stoffe im Boilie enthalten. Zwar verhindert das BPS das auswaschen der Zutaten, wenn sie im Wasser gekocht werden, doch ein kleiner Teil, welches sich nicht vermeiden lässt, wird dennoch ausgewaschen. Machen Sie doch einmal den Wasserglastest: Gekochtet Boilies vs. Gedämpfte Boilies. Sie werden überrascht sein!

Der Dämpfer mit den Blechen.

Gedämpfte Monster-Liver Cold Water Boilies nach 10min im Wasser. Der Hakenköder wurde mit Monster’s Paradies GEL behandelt.

Hier wurden die Boilies mit „inL“ und „inP“ behandelt. Nach 10min löst sich langsam der Mantel von den Boilies.

Nach einigen Stunden ist das Wasser trüb – der Mantel und die Boilies selber haben sich gut gelöst.

Konservierer, ja oder nein? Warum? Welchen? Wie bewahre ich die Boilies auf?
So hat Jan mir die Frage gestellt. Ganz ehrlich? Ich habe bis heute noch keinen Konservierer in meinen Boilies verarbeitet, außer Normales Lebensmittelsalz. Egal ob in fischigen oder fruchtig/cremigen Mixen, ich hatte dem Mix immer 5% Salz pro kg hinzugefügt. Meiner Meinung nach, saugt das Salz später in den fertig gerollten Baits die Feuchtigkeit heraus und verlangsamt somit den Prozess des Schimmelns. Für Wochenendsitzungen ist diese Art von Konservierer absolut ausreichend! Aus eigener Erfahrung haben solche Boilies bis zu 5Tage lang in der Sonne ausgehalten. Doch das Salz konserviert nicht nur den Boilie, sondern liefert dem Fisch auch wichtige Mineralien.
Nachdem ich die Boilies für 1-2 Tage lang in Gemüsekisten getrocknet habe, schweiße ich die Boilies in 3kg, beschrifteten Tüten, ab. Danach friere ich meine Boilies ein. Somit ist gewährleistet, dass immer ein paar kg Boilies da sind und man nicht wegen ein paar kg´s die Gerätschaften „einsäuen“ muss. Doch eines möchte ich noch vorne weg sagen. Ich rolle im Winter nicht meinen ganzen Jahresvorrat ab, sondern ich rolle meist am Monatsende meinen Bedarf an Boilies für den nächsten Monat ab. So können die Boilies nie „alt“ werden. Wenn ich dann meine Boilies brauche, hole ich sie aus der Gefriertruhe und lasse sie noch ein paar Stunden trocknen. Dann sind sie einsatzbereit!
Doch da ich für 2011 einige Ausland-Trips plane, werde ich den geruchslosen Konservierer „Stabil it“ in Verbindung mit Salz verwenden. Julian Jurkewitz hat mir erzählt, dass seine gerollten Boilies in Verbindung mit Salz (50g/kg) und „Stabil it“ (30ml/kg) 2 Wochen lang bei seiner Frankreichtour in der Sonne lagen und nichts passiert ist. Das hört sich schon mal gut an! Ich werde zu einem späteren Zeitpunkt über meinen Trip und dessen Konservierung berichten.

Hier sieht man wie die frisch gerollten Monster’s Paradies Boilies
in der Größe 24mm und 30mm in den Gemüsekisten trocknen

Der gerade frisch abgerollte Elite Strawberry Vorrat für August 2010 in 3kg Tüten fertig eingeschweißt. Jetzt sind sie für die Gefriertruhe bereit.

Auf welche Flavour´s , Additive und sonstige Extras möchtest du nicht verzichten?
Im Grunde genommen möchte ich auf keines der oben genannten Sachen bei der Boilieherstellung verzichten. Doch ich setze Sie zu jeder Jahreszeit und zu jeder Situation anders ein. Im Folgenden möchte ich euch zeigen, Was, Wann und Wo zum Einsatz kommt.
Kommen wir als erstes zum Thema Flavour. Grundsätzlich ist es von der Jahreszeit abhängig, ob ich einen Flavour im Mix einsetze oder nicht. Im Winter greife ich häufig zum Carptrack Monster Cold Water Mix und Carptrack Liver Cold Water Mix, welchen ich dann zum mittlerweile sehr bekannten „Monster-Liver“ Cold Water Mix mische. Auf Flavour verzichte ich zu dieser Jahreszeit komplett. In Verbindung mit Carptrack inP, ein sehr wasserlösliches Pulver, und Carptrack inL, ein Liquid, zur äußeren Benetzung der Boilies habe ich somit einen äußerst attraktiven Köder!
Im Frühjahr vertraue ich auf den Carptrack ELITE Strawberry Mix. Diesen verfeinere ich mit 3ml/kg Carptrack Elite Strawberry Flavour, einem sehr intensiven Erdbeerarome – den besten den ich kenne, und einem flüssigen Sweetner, der 1800x süßer als Zucker ist, nämlich Carptrack NHDC 5ml/kg. Im Frühjahr 2010 konnte ich mit dieser Mischung bereits einige schöne Fische fangen.

Passend zum Sommer, erhielt ich letztes Jahr den neuen Mix „Monster’s Paradise“ mit einem „Bloodworm“ Flavour und einem sehr intensiven „Garlic“ (=Knoblauch) Essential Oil. Schon beim ersten Öffnen der Flasche wusste ich, dass ich mit diesem Mix noch einige Male losziehen würde. Die ersten Fänge damit waren großartig. Aufgrund der Wassertemperaturen im Sommer löst sich das Essential Öl viel besser und steigt somit auch bis zur Wasseroberfläche – Lockwirkung pur! Ich setze den Bloodworm Flavour mit 5ml/kg und dem Garlic Essential Oil 2ml/kg ein. Auch den Carptrack Fish Mix in Verbindung mit dem Carptrack Fish Flavour 4ml/kg und 6ml Black Pepper Essential Oil kommt im Sommer bei mir häufig zum Einsatz.

Im Herbst fische ich fast genauso wie im Sommer. Beim Monster’s Paradise Mix verringere ich das Garlic Essential Oil auf 1ml/kg und den Bloodworm Flavour auf 4ml/kg. Dem „Fish“-mix gebe ich 2ml/kg Fishflavour, 2ml Carptrack Osmotic Spice Flavour, 3ml NHDC pro kg und 1ml Black Pepper pro kg und natürlich etwas von den neuen Power Powders, nämlich Carptrack Power Powder Osmotic Spice, hinzu. So ändere ich den fischig/herben Fishmix in einen etwas würzig/süßen Mix um.
Ich rollte den Elite Strawberry Mix mit Elite Strawberry Flavour 5ml/kg, NHDC 5ml/kg, Liquid Amino 18ml/kg und „inL“ 18ml/kg ab. Die Elite Strawberry „Readymades“ Boilies werden mit genau dieser Dosierung abgerollt.

Die Additive, darunter fallen u.a Liquid, Powder, inL, inP, Liquid Amino, GLM Full-Fat blend, setze ich grundsätzlich nur zur Nachbehandlung der Boilies ein. Der Grund ist ganz einfach. Ich habe seit geraumer Zeit folgenden Test hinter mich gebracht: Ich habe den Mix, für den ich mich entschieden hatte, mit und ohne Liquids abgerollt. Nach 4monatiger Testphase kam ich zu folgendem Ergebnis, dass ich nicht besser und nicht schlechter als vorher gefangen habe. Ob das überall so ist, weiß ich nicht. Allerdings hat es kaum etwas in dem Gewässer gebracht, in dem ich diesen Test durchführte. Es ist viel sinnvoller, die Additive nur zur äußeren Nachbehandlung der Boilies – oder auch in Partikeln oder Stickmixen – einzusetzen, da sich der Mantel, der den Boilie umhüllt, viel schneller im Wasser löst, als wenn dieses im Mix eingearbeitet ist. Egal ob ich meine Spots über längeren Zeitraum unter Futter halte oder nur über einen kurzen Zeitraum. Die Fische werden „umhüllte“ Baits schneller annehmen und diesen immer wieder fressen, als wenn nur „blanke“ Köder gefüttert werden.

Hier wurde ein Wasserglastest mit „inP“ durchgeführt. Trotz Oberflächenspannung löst sich das Additiv auf.

Nach 2min hat sich die Oberflächenspannung gelöst und das Pulver hat sich vollständig im Wasser gelöst. Ideal im Frühjahr und Winter, da sich „inP“ auch sehr gut bei kaltem Wasser löst.

BPS Spray – warum sind die Boilies damit viel besser?
„BPS“ steht für Boilie-Protector-Spray. Doch sind die Boilies damit wirklich besser?

Das BPS ist jetzt mittlerweile 4 Jahre auf dem Markt. Ich habe es schon von Anfang an im Einsatz. Viele Erfahrungen habe ich damit schon gesammelt, und von diesen möchte ich euch nun erzählen.
Wenn der Boiliemix zu einem Teig verarbeitet wurde, sprühe ich beide Hände mit dem BPS ein. Nun fange ich an, den Teig zu portionieren und knete ihn noch einmal durch. Dadurch bleibt das Spray am Teig haften und verhindert somit ein zu schnelles austrocknen des Teiges.
Auf diesem Bild sieht man den Monster-Liver Cold Water Teig. Er wurde noch einmal durchgeknetet und portioniert. Der Glanz deutet auf das BPS-Spray hin.

Als nächstes sprühe ich die Boiliegun ein. Wenn dann die Würste aus der gelben Düse herauskommen, sind diese komplett verschlossen und haben keine Risse. Ohne BPS hatte ich früher beim Würste spritzen Risse und der Boilieteig kam manchmal aus der Gun geschossen und alles klebte an der Wand. Danach sind die Würste fertig für den Boilieroller. Doch bevor sie gerollt werden, sprühe ich den Boilieroller mit dem BPS ein. Dies verhindert, dass die Wurst am Boilieroller kleben bleibt und dadurch Kissen rollen würde. Jetzt sind sie für die Friteuse, bzw. den Dämpfer bereit.

Das sind die einzelnen Schritte, wie man das BPS einsetzt. Doch ich konnte 2 unterschiedliche Erfahrungen mit dem BPS sammeln. Nämlich zum einen beim Kochen in der Friteuse und beim Dämpfen. Nun werden die Boilies bei kochendem Wasser solange gekocht bis sie an die Wasseroberfläche kommen. Tipp: Lassen sie die Boilies noch eine Minute im Wasser, wenn diese bereits an der Oberfläche schwimmen. Nun werden sie in Gemüsekisten zum trocknen gelegt (siehe Bild weiter oben). „Gekochte“ Boilies lasse ich 4-5 Tage trocknen. Dann sind sie so hart, dass man sie kaum noch mit den Fingern zerdrücken kann. Ideal für Gewässer mit hohem Weißfischbestand oder Krebsen. Als ich mit solchen Boilies für eine Woche zum Angeln losgezogen bin, stellte ich staunend nach dieser Woche fest, dass sie nicht geschimmelt sind. Spaßeshalber entnahm ich dem Eimer 500g und legte sie in eine Tüte. Ich wollte wissen, wie lange ich denn die Boilies aufbewahren kann, ohne sie einzufrieren. Selbst nach einem halben Jahr lagen sie noch ohne Schimmel in der Tüte. Man sollte es aber nicht übertreiben, dass man nun seine Boilies so zubereitet und dann einfach in Tüten aufbewahrt. Meistens sind die Boilies nach ein paar Ansitzen verfüttert. Seitdem ich den Dämpfer im Einsatz habe, kann ich noch mehr und vor allem schneller meine Boilies herstellen, so wie ich dies oben beschrieben habe. Eigentlich bräuchte man beim Dämpfen das BPS gar nicht. Dennoch setzte ich es ein, da es einfach verschiedene Eigenschaften besitzt, die mir die Arbeit beim rollen vereinfacht (oben beschrieben). Außerdem lassen sich die Gerätschaften einfacher säubern. Bevor die Boilies auf das Dampfgitter kommen, sprühe ich sie noch einmal mit BPS ein, damit sie nicht zusammenkleben. Nachdem sie gedämpft wurden, trockne ich sie für 2-3Tage. Dann werden sie eingeschweißt und kommen in die Gefriertruhe. Wenn ich dann angeln gehe, taue ich sie auf und lasse sie noch einmal für einen Tag in den Gemüsekisten trocknen. Allerdings halten sich die Boilies nicht länger als 4-5Tage, wenn sie in einem Eimer aufbewahrt werden. Dennoch habe ich eine gute Alternative gefunden, wie ich trotzdem eine Woche mit gedämpften Baits angeln gehen kann. Dafür werden ein paar Boilie Air Bags benötigt, je nachdem wie viele kg Boilies sie am Wasser dabei haben. Dann hänge ich sie an einen Ast o.ä und lasse sie einfach weiter trocknen. Wenn ich Boilies benötige, nehme ich einfach den Boilie Bag vom Baum und entnehme die gewünschte Menge. Danach hänge ich ihn wieder an den Baum usw. Der Vorteil an gedämpften Boilies, ist wie oben schon erwähnt, dass sie besser ihre Lockstoffe abgeben und die hochwertigen Zutaten dennoch behalten.

Ich hoffe ich konnte euch einige Tipps mit auf den Weg geben, um sich die Arbeit beim Boilierollen etwas zu erleichtern.

Euch allen noch einen guten Saisonstart!
LG Philipp

René Rex
Hallo Zusammen,
Thema ist heute die schönste Nebensache zum Karpfenangeln, das Boilierollen. In den 80er und 90er Jahren war dies für mich, und die noch relativ kleine Karpfenanglergemeinschaft, unweigerlich miteinander verbunden. Es gab keine guten Fertigboilies also blieb uns nur das Selberrollen. Damals gehörte das einfach dazu und es gab eigentlich keinen Boilieangler, der seine Köder nicht selbst herstellte. Die Nähe zu unseren holländischen und belgischen Nachbarn ermöglichte uns schon zu dieser Zeit an viele Zutaten zu gelangen. Ich erinnere mich noch gerne an den damaligen Pioniergeist am Wasser, wo wir wirklich viele, und für damalige Verhältnisse große, Karpfen fingen. Doch vor allem testeten wir ständig neue Boiliekreationen.

ein Bild aus alter Zeit am Lac de Saint Cassien

Doch auf welche Zutaten möchte ich nicht mehr verzichten?
Irgendwann Anfang der 90er, in einem belgischem Angelshop, bekam ich ein dunkelrotes würziges Mehl zwischen die Finger. Es war Robin Red, und bis heute ist Robin Red zu 5 % bis 10 % verarbeitet in einem Fischmix zu einem wahren Klassiker geworden. Es gibt nur einen Grund, warum ich manchmal bewusst auf diese Zutat verzichte: Es verwendet heute jeder!

Eine Zutat auf die ich dagegen nicht mehr verzichten will ist Carptrack NHDC. Ich bin fest von der Anziehungskraft dieses süßen, mentholartigen Geschmacks überzeugt. Das Carptrack NHDC ist sehr konzentriert, dennoch verwende ich bei meiner Boilieherstellung mindestens 5 ml NHDC auf 10 Eier. Setze ich verstärkt auf die Anziehungskraft von NHDC, so verdoppele ich diese Dosierung sogar. Es ist keine Lüge, wenn ich sage, dass ich seit 2002 keinen Boilie ohne NHDC abgerollt habe!

Zu nennen wären noch einige Additive welchen ich eine eindeutige Fress-Stimulans bei Fischen unterstelle. Das Carptrack Powder/Liquid sowie das Carptrack inP/inL verwende ich in der trockenen und flüssigen Variante gerne bei der Boilieherstellung. Zusätzlich verwende ich Liquids – wie schon erwähnt – zur Benetzung fertiger Boilies. Diese Zutaten sind reich an Aminosäuren und signalisieren dem Karpfen unmissverständlich, hier gibt es leckeres und gesundes Futter.

Zum Thema Aromen: Meistens kommen sie in meine Boilies, ich würde jedoch eher auf ein Flavour verzichten als auf NHDC oder inL. Dennoch glaube ich, dass ein Flavour oder Essential Oil, manchmal Vorteile bringt. Aromen und Ätherische Öle erleichtern dem Karpfen unsere Boilies wiederzuerkennen und wahrzunehmen. Einige meiner Favoriten sind Black Pepper Oil, Carptrack Tangerine Essential Oil, Garlic Essential Oil, Carptrack Osmotic Spice Flavour und Carptrack ELITE Flavour

Aufbewahrung der frischen Boilies
Aus meiner Sicht ist das Einfrieren der Boilies nach wie vor die beste Möglichkeit die Frische der Boilies zu erhalten. Ich habe vollstes Vertrauen in Boilies, welche auch über ein Jahr eingefroren sind. Sich bildender Gefrierbrand sehe ich als unproblematisch an. Ebenso friere ich die übrigbehaltenen Boilies nach einer Angelsession wieder ein. Diese Köder versuche ich dann mit der nächsten Futteraktion als erstes zu verbrauchen.

Hierzu noch ein Tipp: Beim Einfrieren der Boilies tritt Restfeuchtigkeit in Form von Eiskristallen aus. Sollte ich Köder für einen Längeren Tripp brauchen, öffne ich die Gefriertüten, siebe diesen Schnee heraus und schließe die Tüte wieder. Die Boilies werden im aufgetauten Zustand nicht mehr in der verschlossenen Tüte schwitzen und sind somit am Wasser länger haltbar. In den kälteren Jahreszeiten bewahre ich meine Köder so problemlos 4 Tagen ohne sonstige Behandlung in den geschlossenen Tüten auf. Den Effekt dieser „Gefriertrocknung“ mache ich mir noch auf einer zweiten Weise zu Nutze. Nach dem Absieben der Eiskristalle gebe ich Flüssige Attraktoren in die Tüte, welche dann beim Auftauen tief von den Boilies aufgesogen werden. Hierzu nutze ich vorzugsweise Carptrack inL , Carptrack Liquid oder Carptrack Liquid AMINO. Diese Liquid Foods veredele ich gelegentlich mit kleinen Zugaben NHDC, Black Pepper oder Garlic Essential Oil sowie diversen Flavours.

Aufbewahrung bei Längeren Angeltrips
Wenn ich einen längeren Angeltrip plane und befürchten muss, dass meine Köder Vergammeln, benutze ich bei der Boilieherstellung das Carptrack Stabil it Liquid, mit einer relativ geringen Dosierung von 30 bis 50 ml auf 10 Eier. Nach der Herstellung und einer Trocknung von ein, zwei Tagen werden die Boilies eingefroren und erst kurz vor der Abreise aus dem Gefrierschrank genommen. Wie zuvor beschrieben entferne ich die Eiskristalle und kann die so präparierten Boilies unkompliziert beim Angeln aufbewahren.

Viel Spaß in der Boilieküche
René Rex

08.05.2018 fb post

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