Manchmal kommt es anders…

„WOW“, eine harte Zeit liegt hinter mir!

Die Arbeiten am Imperial Fishing Katalog haben einiges an Nerven gekostet und wurden wieder mal mit einem guten Ergebnis belohnt, hier und da eine Anzeige entwerfen und wie immer, alles auf den vorletzten Drücker.
Imperial Girl Heike

verlangte gelegentlich auch etwas Zuwendung, aber Sie schaut darüber hinweg, Sie weiß wie viel Herzblut ich in das Angeln und die Firma stecke. Das Jahr verlief bis jetzt ganz gut und ich konnte bereits einen Schuppmann von 20,9kg auf die Matte legen,

doch was mir bis Dato fehlte, war einfach mal ein entspanntes Wochenende am Wasser, ohne große Ziele um einfach die Magie des Wassers wirken zu lassen und um neue Energie zu tanken, für all das, was noch kommt.

Blicke ich auf die letzten Jahre zurück, entsinne ich mich daran, dass ich zu dieser Zeit immer am Wasser war und die Festzelte und die in den ersten Mai tanzenden Partyvölker hinter mir ließ und meinen persönlichen Tanz in den Mai am Wasser verbrachte – so auch dieses Jahr.
Ich folgte der Einladung von Max, an einen relativ unbekannten See zu fahren, um dort einfach ein paar ruhige Tage fern vom Stress der Heimat zu verbringen.

So standen wir dann am ersten Mai an diesem kleinen Baggersee, zusammen und betrachteten das klare Wasser. Ich machte mir nicht all zu viele Hoffnungen von diesem See, das klare Wasser verriet einen kahlen Grund, ohne starken Krautbewuchs und Nahrungsquellen – eben ganz anders als ich es von meinen Kiesgruben entlang der Mosel kannte. Wir brachten die Ruten aus und es war mir fast schon egal, ob ein Fisch sich zeigen würde oder nicht. Vielmehr freute ich mich auf das gemütliche Beisammensein und einer guten Tasse Spezial Kaffee und gute Lektüre auf der Liege.

Wir mischten Proteinkonzentrat mit Erde

Interdit = verboten! Aber wir hatten die Erlaubnis des Besitzers. Der See ist privat und er hatte nie darin geangelt.

Das Wasser war sehr klar – von Fischen jedoch keine Spur!

Die Nacht verlief ruhig, ohne jegliche Aktion und als dann doch der „Hunter“ in uns durch kam und es uns doch nach Fischaktion verlangte, beschlossen wir den See zu verlassen, um noch eine Nacht an der geliebten Mosel zu verbringen.

Nach einigen Stunden stand das ganze Setup bereits wieder und die Ruten lagen im Fluss. Der Abend verlief wieder gemütlich und der Kaffee schmeckte vorzüglich bis weit in dei nacht hinein…
Das einzige was an den Ruten zerrte, war die Strömung und gelegentliches Treibgut – man kennt ja seinen Fluss!

Sonntagmorgen 6:00 Uhr – Aktion auf Max seiner rechten Rute…

Ein Flusslappen, wir hatten einen Lappen gefangen !

Sonntagmorgen 6:15Uhr – Die Lappenrute wurde wieder neu ausgelegt und Max und ich hauten uns nochmal aufs Ohr.

Sonntagmorgen 8:00 Uhr – Aktion auf meiner linken Rute…
Ich hatte ein Krautbündel in der Schnur. Ich drückte die Schnur unter Wasser und das Kraut löste sich… Aber Moment mal, warum zerrt es noch Schnur von der Rolle? Fisch!

„Unglaublich, da ist einer dran“ murmelte ich und begann den Fisch aus der Fahrrinne an mich heran zu pumpen…

max nollert: „Gegen 8:20 Uhr hörte ich Peter rufen „Max, Max, Ma-aaaaax verdammt komm runter, der ist schwer!“ Ich schaute aus meinem Zelt und Peter hockte unten am Ufer im Schlauchboot ca. 8m entfernt von mir und hielt die Rute und den Kescher in der Hand. Zuerst wollte ich gar nicht glauben, dass er einen Fisch hat, aber er klang dann doch sehr überzeugend. Ich stieg herunter ans Ufer und nahm Peter die Rute ab. Beim Anheben des Keschernetzes blickte er sehr angestrengt und die Adern an Armen und Hals quollen hervor…“

Sonntagmorgen 8:05 Uhr – Ich stand also am Ufer und drillte den Fisch zu mir. Ich rief geschätzte 15 Mal nach Max, doch aus seinem Zelt war kein Lebenszeichen auszumachen. Naja, dachte ich mir, er ist bestimmt rüber zu Berny gegangen, aber er schlief tief und fest wie sich später heraus stellte. Also besinne ich mich wieder auf den Fisch und genieße den Moment der Einsamkeit. Ich und der Fisch, nur ich und der Fisch, keine kamera, na ja schön und schade zugleich!
Der Fisch stand nun tief vor mir und zog in aller Seelenruhe seine Bahnen. 20 Meter nach links, 40 Meter nach rechts – immer wieder, setzte sich mal auf den Grund und schien wie verankert dort an ein paar Pflanzen angelehnt und mit den Brustflossen verhakt verweilen zu wollen. Imperial Multirange, Du wirst es schon richten, dachte ich und presste meinen Finger auf die Rolle und hob was das Zeug hielt. Ich erkannte einen Schuppmann von guter Größe, als er das erste Mal kurz nach oben kam, um dann sofort wieder mit brachialer, ungebremster Gewalt abzutauchen. Moselaufwärts erkannte ich ein Schiff, welches nach wenigen Minuten dicke Wellen werfen würde, also beschloss ich, einen erneuten Versuch zu starten, diesen schönen Drill vorzeitig beenden – gesagt getan!

Ich zog den Kescher zu mir und wollte mal eben ganz elegant das Tier aus dem Wasser heben. Das sah wahrscheinlich alles andere als elegant aus, es ging nämlich nicht.

Erneut rief ich nach Maxxxxxxxx!

Gegen 8:25 Uhr: Die Waage zeigt ein Gewicht von 26kg an und was danach folgte kennt bestimmt jeder Angler – Glückwünsche und freude pur!

Wir machten einige sehr schöne Fotos und beim Releasen tauchte ich dem Fisch noch ein Stück nach. Um dem Ende des Buches „Constantin“ gerecht zu werden, taufte ich meinen Fisch auf den Namen „Nadine“!

Zu meinem Köder:
Er hatte auf die neuen ELITE Strawberry und einen Carptrack Half`n Half Fish gebissen. Den Snowman hatte ich mit Carptrack Fish GEL doppelt behandelt.

Der neue ELITE Strawberry + den bereits sehr bewährten Hakenköder Half`n Half Fish

Was ich allen mit auf den Weg geben möchte, ist die Tatsache, dass es oft anders kommt als man denkt.
In der Regel habe ich immer einen festen Plan, ein bestehendes Ziel, welches ich umsetzen möchte, wenn ich mich ans Wasser begebe.
In diesem Fall war es anders und es kam auch anders!

Schuh Peter

2 Wochen zuvor: Ostern – 4 Tage – 4 Plätze – 4 Karpfen!
von Stefan Istas
Es war klar das wir fischen mussten, nach so langer Zwangspause konnte ein Blinder unseren Suchtdruck ausgedrückt durch eine Vielzahl von Stressfalten im Gesicht erkennen.
Die vielen Messen und der harte Winter lagen uns noch in den Knochen.

René Rex und ich fuhren also zu Max um endlich den neuen ELITE Strawberry abzurollen. Es war eine Wonne ein wirklich bezaubernder Duft machte sich in der Halle breit. Rene wollte eigentlich nur eine Kurzsession an der Mittelmosel starten. Für Max und mich war klar, das wir noch am selben Tag ohne konkretes Zielwasser nach Frankreich fuhren.
Während Max seine restlichen Emails abarbeitete und die Entwicklung der bald schon im Programm erscheinenden Carbon Karpfenruten austüftelte, machte ich René so was von heiß auf Frankreich, dass ihm gar nichts anderes mehr übrig blieb, als mit zu kommen.
Autos gepackt, Aldi ausgeräumt , Tank voll – ab gehts. NUR WOHIN EIGENTLICH????????
Nachts 00:30 Uhr
Irgendwo in Frankreich angekommen, erinnerte ich mich an einen See an dem ich schon viele schöne Fische fangen konnte.
Geil die Stelle war wie sie für drei Mann nicht besser hätte sein können- und sie war frei!
René machte dann auch gleich in der zweiten Nacht den Sack zu mit einem schönen langen Spiegler mit 33 Pfund..
Für uns der erste Fisch, gefangen mit ELITE Strawberry (in ca. 2 Wochen erhältlich).

Lagebesprechung

Da hatta`n

33 Pfund – er mochte ELITE Strawberry sofort

Irgendwie hatten wir aber Bock auf Bewegung und Tatendrang, so fuhren wir an die Mosel und suchten nach einer bestimmten Stelle, die nicht lange im verborgenen blieb. Wenigstens wissen wir jetzt, dass wir trotz vergessener Frankreichkarte fürs Carp-GPS, wunderbar an die gespeicherten Plätze fahren können. Gut, wunderbar ist etwas übertrieben aber man kommt an wenn auch kurz vorm dunkel werden
Wir fütterten nur ein paar Begrüßungskugeln in Form von Osmotic Spice Boilies und ließen die Stelle ruhen.
Am nächsten Tag hat uns spontan Bernard Hesse besucht. Max warf die Rute aus, ging zum Auto da drillte Bernard schon den ersten Fisch mit max seiner Rute…
Dennoch war das Wasser der Mosel noch zu kalt um eine Beständigkeit der Bisse zu erwarten. In diesen 2 Tagen bekamen wir aber immerhin noch 6 Bisse.

Die X21 im verspielten Einsatz

Wer laicht denn da?
Es ging schon den ganzen Morgen lang rund an diesem kleinen Fleck an dem das Wasser gerade mal 20cm tief ist.
Ich machte mich mit dem Schlauchboot auf zur Insel und filmte das Spektakel. Es waren Barben – hunderte, die dort neben- und miteinander lagen und ab und zu wild schlagend die Oberfläche durchbrachen. Die meisten waren zwischen 2 und 4 Pfund schwer…

Die letze Nacht verbrachten wir dann an einem Kanalstück und hofften dort noch auf einen schönen Dicken, doch leider drückte das kalte Wasser aus der Mosel über Nacht in den Kanal, so dass diese Nacht erfolglos blieb.

max nollert: „Nachts sah ich auf ein mal dieses Licht und folgte ihm…

Als ich dort ankam, sah ich dieses Zelt und stellte fest, dass es meins war!
Ich muss wohl schlafgewandelt sein…

Der letze Tag wurde dank der strahlenden warmen Aprilsonne in einem Hafen verbracht, selbstverständlich am Wasser und mit immerhin 7 Ruten die wir für 4 Stunden an die Hot Spots legten.
Diese Mühe wurde leider nicht entlohnt, doch heute ist nicht alle Tage wir kommen wieder keine Frage.

Euch einen guten, was sag ich da, sehr guten Start!

Stefan Istas
Team Imperial Baits

Ja und dann habe ich noch einen Bildernachtrag zu unserem Neujahrstrip von Peter und mir…

Es war kalt und das wasser lag um 3°C, also musste etwas fürs Kalte her – Liver Cold Water!

Beim Füttern 3 Tage vor dem Angeln war die Oberfläche nur teilweise gefroren….

Das Füttern war vollbracht – jetzt konnte es in die Sylvesternacht gehen, am 02.01.09 wollten wir am Platz sein….

Los geht`s!

Da waren wir, es schien einen Tick wärmer zu sein…

Noch in der Nacht befestigte ich die Rolle an der neuen Spinnrute. Der Rollenhalter war einfach ausgebrochen – eindeutig zu kalt

Eisfreies und leider auch Bissfreies Angeln – aber einen Versuch war es wert.

Der nächste Morgen, es war nachts bitter kalt geworden!

Wir mussten mit dem Boot das Eis brechen, um die Montagen einholen zu können.
Mit dem dicken strapazierfähigem Boden des Joker kein Problem – es hat gut gekracht.

Zum guten Schluss hatte sich Peter beim Anheben des Schlauchbootes einen Nerv am Rücken eingeklemmt – nichts ging mehr!

Das nächste Update kommt wieder von Jan Federmann sobald er aus seinem Urlaub zurück ist. Es gab in der Zwischenzeit schon wieder sehr viele tolle Beiträge – Ihr dürft gespannt sein….
max nollert

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